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Hintergründe zu Bachelor und Master (Fortsetzung)

...Den Anstoß für dieses ehrgeizige Vorhaben gab die im Juni 1999 von europäischen Bildungsministern in Bologna unterzeichnete "Bologna Declaration", die sich als Ziel erklärt, insbesondere die Mobilität der Studierenden und die Internationalität des Studiums zu fördern. Die Harmonisierung des europäischen Hochschulraums dient der Integration und steigert zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Hochschulsystems. Mit der Reform des Hochschulrahmengesetzes wird die Möglichkeit geschaffen, neben den in Deutschland bislang üblichen Studienabschlüssen, Studiengänge anzubieten, die mit den international gebräuchlichen Abschlüssen Bachelor (BA) und Master (MA) abschließen.

 

Lebenslanges Lernen

Das Abschlusskommuniqué der Bologna-Folgekonferenz in Prag 2001 hat das "lebensbegleitende oder lebenslange Lernen" (LLL) als ein wichtiges Element des europäischen Hochschulraums hervorgehoben. Lebenslanges Lernen impliziert eine Lernphase vom Vorschul- bis ins Rentenalter und umfasst das gesamte Spektrum vom formalen über das nicht-formale bis zum informellen Lernen. Dies bedeutet, dass Bildung und Berufsbildung in zentralen Aspekten der Bildungs-, Jugend-, Beschäftigungs- und Forschungspolitik zusammengeführt werden müssen. Ziel dabei ist, einen Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen der Einzelne zwischen Lernumgebungen, Arbeitsstellen, Regionen und Ländern wählen kann, um seine Kenntnisse und Kompetenzen zu verbessern und optimal einzusetzen. Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des LLL ist die Entwicklung eines umfassenden Leistungsbewertungssystems, das die Beurteilung von Leistungen und Abschlüssen erlaubt, welche im Rahmen von Schule und Hochschule, aber auch in der Arbeitswelt erworben wurden. Der Transfer von Qualifikationen zwischen dem Sektor der Schul- und Hochschulbildung und der Sphäre der Arbeitswelt könnte so gewährleistet werden.

 

Aufbau und Konzepte der neuen Studienform

Ziel des Bachelorstudienganges ist es, schneller und effizienter zu einem ersten berufsbefähigenden akademischen Abschluss zu kommen. Daran anschließend kann über ein weiteres Studium der Abschluss des Master erreicht werden. In der zusätzlichen Studienzeit erfolgt eine inhaltliche Vertiefung und/oder Spezialisierung, mit der die besondere wissenschaftliche Qualifikation erreicht wird. Der Masterabschluss eröffnet die Möglichkeit zu promovieren und ggf. später im Hochschulbereich lehrend tätig zu werden. Erfolgreiche Absolventen sind damit sowohl für die Forschung als auch für Leitungsfunktionen qualifiziert. Außerdem können sie sich im internationalen Vergleich besser profilieren als dies bisher der Fall war.

Der Mastergrad macht keinen Unterschied mehr zwischen einer Universitäts- oder einer Fachhochschulausbildung. Der Abschluss ist gleichwertig.

 

Die in unserem Programm angebotenen Masterstudiengänge sind sogenannte "nicht-konsekutive Master", d.h. sie schließen sich weder inhaltlich noch zeitlich direkt an ein vorangegangenes Bachelorstudium an. Dies bietet den Studierenden mehr Flexibilität in ihrer Lebens- und Karriereplanung. Sie können ihre Erfahrungen in das Studium einbringen und es wird die Möglichkeit zu größerer Interdisziplinarität und daher breiterem Austausch und gemeinsamem Lernen eröffnet.

 

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie die von der Alice Salomon Fachhochschule angebotenen Bachelerstudiengänge, die entweder von der ASFH alleine oder in Kooperation mit anderen Hochschulen angeboten werden.

 

Weiterführende Informationen finden Sie im Bologna-Glossar.

 

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