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Weiterbildungsprogramm: professionelle Opferhilfe

Konzeption, modellhafte Erprobung und Evaluation bundesweiter Fortbildungsange­bote für Menschen, die professionell mit Opfern von Gewalttaten arbeiten – ein Praxisentwicklungs- und -forschungsprojekt

Projektlaufzeit: 2006 bis 2010

Projektleitung: Prof. Dr. Jutta Hartmann

Projektmitarbeiterinnen: Astrid Gutzeit, Ulla Ruschhaupt

Kooperationspartner:

Abstract:
Im Rahmen dieses Praxisentwicklungs- und -forschungsprojekts wurde ein umfassendes Weiterbildungsprogramm entwickelt und überprüfend modifiziert. Ziel und haupt­sächlicher Gegenstand des Projekts waren Weiterbildungsveranstaltungen und deren Besonderheiten für das Feld der Opferhilfe. Das Projekt zielte auf Kriterien, Standards und curriculare Empfehlungen für (zertifizierte) Weiterbildungen in diesem Praxis­bereich. Darüber hinaus war über die prozessbegleitende Forschung intendiert, Erkenntnisse zur professionellen Identitätsbildung in der Opferhilfe zu generieren.

Das zentrale Erkenntnisinteresse galt in der ersten Phase des Projekts der Frage, welche konkreten Kompetenzen Fachkräfte im Feld der Opferhilfe benötigen und welche zusätzliche Unterstützung sie über Weiterbildungen wünschen. Ziel war es, ein Kompetenzprofil für Beratungen im Feld der Opferhilfe zu umreißen und mit einem Weiterbildungskonzept zu verbinden.

Für die zweite Phase wurde ein Fortbildungsprogramm mit folgenden, für verschiedene Zielgruppen differenzierten Bausteinen entwickelt: berufsbegleitende Zertifikatskurse (durchgeführt in Kooperation der ASH mit dem ado e.V.), mehrtägige Fort­bildungskurse, MultiplikatorInnenseminare und Fachtage. Über Befragung der Teil­nehmenden, teilnehmende Beobachtung und kollegialen Austausch der die Fortbildung durchführenden Fachkräfte wurden die Erkenntnisse und Ergebnisse sämtlicher Fort­bildungsveranstaltungen gesammelt, gesichert und ausge­wertet. Darüber konnte das Fortbildungsprogramm zum einen weiterentwickelt und bilanzierend bewer­tet und zum anderen zur Generierung neuen konzeptionellen Wissens für die Fachpraxis und -politik genutzt werden. Dies führte zu einer weiteren wissen­schaftlichen Fundierung des Kompetenz­profils „Fachberatung für Opferhilfe“ und zu Erkenntnissen hinsichtlich der professio­nellen Identitätsbildung im Feld der Opferhilfe.

Die entwickelten Weiterbidlungsbausteine werden über die finanzielle Förderung hinaus auch zukünftig angeboten. Der dritte Durchgang des Zertifikatskurses läuft 2011 mit finanzieller Überstützung von ado und ASH und ein vierter Durchgang ist für das Jahr 2012 geplant. Kürzere Fortbildungen werden auch künftig über den ado angeboten.

Ergebnisse sind u.a. veröffentlicht in:

  • Hartmann, Jutta (2010): Qualifizierte Unterstützung von Menschen, die Opfer von Straf- bzw. Gewalttaten wurden.  Opferhilfe als professionelles Handlungsfeld Sozialer Arbeit. In: Hartmann, Jutta/ ado e.V. (Hg.): Perspektiven professioneller Opferhilfe. Theorie und Praxis eines interdisziplinären Handlungsfelds. Wiesbaden; S. 9-36
  • Hartmann, Jutta (2010): Weiterbildung als ein Beitrag zur Entwicklung von Professionalität im Feld der Opferhilfe. Einblicke, Erkenntnisse und Ergebnisse eines Praxisentwicklungs- und -forschungspro­jekts. In: Hartmann, Jutta/ ado e.V.  (Hg.): Perspektiven professioneller Opferhilfe. Theorie und Praxis eines interdisziplinären Handlungsfelds. Wiesbaden; S. 299-325
  • Hartmann, Jutta (2010): Further education as a contribution to the development of professionalism in the field of victim support: Experience and resulting knowledge. In: Apoio a Vitima/ Victim Support Europe (ed.): Project Victims in Europe. VinE conference papers; p. 130-136

Mittelgeber:

Publikation:
Hartmann, Jutta/ Arbeitskreis der Opferhilfen e.V. (2010): Perspektiven professioneller Opferhilfe. Theorie und Praxis eines interdisziplinären Handlungsfelds. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Kontakt: Prof. Dr. Jutta Hartmann, jutta.hartmann(at)ash-berlin.eu

Projektwebsite: www.opferhilfen.de/fortbildung.html

 

Gefördert durch: