EUROMED
Vergleichende Ethnographie von Identitätskonstruktionen
und gesellschaftlicher Teilhabe von Jugendlichen.
Sozialarbeit vor der Herausforderung moderner Individualisierungsprozesse (EUROMED)
Projektlaufzeit: 1.4.2010-31.5.2012
Projektleitung: Prof. Dr. Elke Josties (Teilprojekt ASH)
Projektteam:
Prof. Dr. Ulrike Hemberger, Kameraethnografie
Claudia Engelmann, Studien in der ländlichen Region
Jaqueline Kauka, Stuiden in der urbanen Region
Beteiligte Kooperationspartner:
Institut régional du travail social aquitaine (IRTS Aquitiane) (Frankreich) (Gesamtprojektleitung)
Institut régional du travail social de Bretagne (IRTS Bretagne) (Frankreich)
Universität Rennes 2 (Frankreich)
ISAJC Université Tunis (Tunesien)
IRFC Rabat (Marokko)
Abstract: Das Forschungsprojekt der ASH Berlin ist das eigenständige Teilprojekt eines euromediterranen Netzwerkes, an dem Partner aus Frankreich (IRTS Aquitaine, IRTS Bretagne, Universität Rennes 2), Tunesien (ISAJC Université Tunis) und Marokko (IRFC Rabat) beteiligt sind. Dieses interdisziplinäre, humanwissenschaftliche euromediterrane Jugendforschungsprojekt widmet sich vor allem dem Vergleich der Partizipationschancen Jugendlicher und junger Erwachsener in den vier Partnerländern. Chancen und Schwierigkeiten sozialer, kultureller und politischer Partizipation werden am Beispiel von Jugendlichen, die sich informell oder in Projekten der Jugendkulturarbeit organisieren, analysiert. Dabei sollen in jedem der vier Partnerländer vergleichend urbane wie auch ländliche sozialstrukturell benachteiligte Regionen untersucht werden. Die deutsche Teilstudie bezieht sich auf den Nordosten Berlin-Kreuzbergs und die Region Barnim in Brandenburg. Die tunesische Teilstudie wird aus aktuellem Anlass einen Vergleich jugendlicher Partizipationschancen vor und nach der Revolution mit beinhalten.
Die vergleichende Auswertung des euromediterranen Forschungsprojektes soll Gelegenheit bieten, die Ergebnisse in Kolloquien in jedem der untersuchten Länder vorzustellen. Außerdem sollen die Ergebnisse der Analysen zu Identitätskonstruktionen und Partizipationschancen Jugendlicher und zu Formen soziokultureller Politik in die Lehre der Sozialen Arbeit einfließen, denn die beteiligten Institutionen zeichnen allesamt für die Aus- und Weiterbildung von Sozialarbeitern an Hochschulen verantwortlich. An der ASH werden Studierende an den empirischen Feldstudien beteiligt.
Das Projekt wird mit einer gemeinsamen Publikation und einer Fachtagung an der ASH im Oktober 2012 abgeschlossen. An dieser Tagung sollen junge Erwachsene aus den vier Partnerländern beteiligt werden.
Mittelgeber: Das Projekt wird durch das IRTS Aquitaine in Frankreich drittmittelgefördert. Für 2010/2011 wird dem Projekt ideelle Förderung durch das IFAF (Masterplanlinie 6) gewährt.
Kontakt: Prof. Dr. Elke Josties, josties(at)ash-berlin.eu




