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PerinatBerlin

Der Einfluss von Migrations- und Akkulturationsprozessen auf Schwangerschaft und Geburt: Perinataldaten von Migrantinnen und deutschen Frauen im Vergleich

Projektdauer: 1.9.2011 bis 31.10.2013

Projektleitung:
Prof. Dr. Theda Borde, MPH (ASH)

Prof. Dr. med. Matthias David, Charité - Unversitätsmedizin Berlin

Projektmitarbeiterin: Silke Brenne, Dipl.-Soz-Päd.

Beteiligte Kooperationspartner:
Prof. Dr. Oliver Razum
, Universität Beilefeld, Fakultät für
Geschundheitswissenschaften
Vivantes Klinikum Am Urban
Vivantes Klinikum Neukölln
Vivantes Netzwerk für Geundheit GmbH

Abstract:
Hintergrund:
Internationale Studien zeigen, dass mit der Migration verbundene ungünstige sozioökonomische Faktoren, Mängel in der Schwangerschafts- und Geburtsbetreuung, Kommunikationsstörungen sowie soziokulturelle Aspekte zu deutlich mehr Frühgeburten, einer erhöhten perinatalen Mortalität oder einer erhöhten Frequenz operativer Entbindungen bei Migrantinnen führen können. Für die Situation in Deutschland liegen bisher keine Daten vor, die den Einfluss sozialer und fortschreitender Akkulturations- und Integrationsprozesse bei Migranten/-innen und ethnischen Minderheiten abbilden.

Ziele: (1) Erhebung soziodemographischer Daten incl. Angaben zu Migration und Akkulturation einer großen Population von deutschen Frauen und von Migrantinnen verschiedener Ethnizität (Primärerhebung) ergänzt um alle wichtigen Perinataldaten als bedeutenden geburtshilflichen Qualitätsindikatoren (Sekundäranalyse),  (2) vergleichende Analyse von Schwangerschaftsbetreuungsparametern und von geburtshilflichen Outcome-Daten zwischen deutschem und Migrantinnen-Kollektiv, (3) Exploration des Geburts-Outcomes innerhalb des Migrantinnenkollektivs mit Blick auf  Akkulturationsprozesse sowie Gesundheitsverhalten in der Schwangerschaft, Frühgeburtlichkeit, Stillbereitschaft u.a.m.

Arbeitsschritte: Die Datenerhebung erfolgt parallel in drei großen Berliner Entbindungskliniken (s.o.) mit einem Migrantinnenanteil von ca. 40%. In einem Jahr gebären hier insgesamt durchschnittlich mehr als 8.000 Schwangere, so dass mit über 3.000 Geburten von Migrantinnen gerechnet werden kann. Im Zeitraum von 12 Monaten werden in standardisierten persönlichen Interviews sozial- und migrationsbezogene Daten von Frauen erhoben, die durch Daten aus dem Mutterpass und Perinatal-Routinedaten (BQS) ergänzt werden. Die Datenauswertung erfolgt als vergleichende Analyse zwischen deutschen Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund sowie innerhalb des Migrantinnenkollektivs.

Die Ergebnisse der Studie sollen zur Entwicklung von Strategien zur Optimierung der Gesundheitsversorgung von Schwangeren und Neugeborenen mit und ohne Migrationshintergrund beitragen und die derzeitigen Perinataldaten um soziale und migrationsbezogene Aspekte erweitern.

Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Kontakt: Prof. Theda Borde, borde(at)ash-berlin.eu 

 

 

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