Quantitative Befragung
Im Rahmen des Forschungsprojekts wird eine bundesweite standardisierte schriftliche Befragung von Leitungskräften und pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen im Zeitraum von Mai bis Juni 2011 durchgeführt. Die Auswahl der Einrichtungen erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Insgesamt werden ca. 2.000 Einrichtungsteams angeschrieben, wobei sowohl die Leitungskräfte als auch mindestens zwei pädagogische Fachkräfte um Teilnahme gebeten werden.
Qualitative Befragung
Zur Ergänzung der quantitativen Erhebung werden in Berlin, Dresden und München Gruppendiskussionen mit jeweils fünf Einrichtungsteams durchgeführt. Zusätzlich wird es in den drei Städten jeweils eine Gruppendiskussion mit den Leiter_innen der Einrichtungen und mit Trägervertreter_innen geben.
Was ist eine Gruppendiskussion?
Gruppendiskussionen werden in der Regel mit vier bis acht Teilnehmer_innen durchgeführt und ähneln 'normalen' Gesprächen. Die Forscher_in umreißt den thematischen Rahmen des Gesprächs, der dann von den Teilnehmer_innen diskursiv bearbeitet wird. Damit die Teilnehmer_innen tatsächlich von Ihren eigenen Erfahrungen erzählen können, wird die Eingangsfragestellung nur sehr vage formuliert. Auch hört die Forscher_in den Teilnehmer_innen vor allem zu und beteiligt sich selbst nicht an dem Gespräch. Für die Auswertung wird die Gruppendiskussion aufgezeichnet und anschließend verschriftlicht.
Auswertung der Dokumentarischen Methode
Für die Auswertung der Gruppendiskussionen arbeiten wir mit der Dokumentarischen Methode. Dabei geht es darum, den Erzählungen und Beschreibungen der Teilnehmer_innen zugrunde liegende handlungsleitende kollektive Orientierungen herauszuarbeiten. Die Dokumentarische Methode beruht auf der Wissensoziologie von Karl Mannheim und wurde von Ralf Bohnsack entwickelt.

