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Bottom-up und Top-Down: Gender - mainstreaming - Projekt der ASFH

Gender-mainstreaming, das heißt Gleichstellungspolitik als Querschnittsaufgabe wird als neues Konzept von oben (top down-Prinzip) ausgegeben. Die Institutionen, so auch die Hochschulen, sind aufgefordert, diese Konzept mit ihren Inhalten zu füllen und umzusetzen. Gleichstellungspolitik wird künftig Aufgabe aller Angehörigen einer Institution sein und ein wichtiges Kriterium für die Mittelvergabe und Qualitätsbewertung.Die Projektgruppe der ASFH hat zunächst begonnen, sich die Grundlagen des Konzepts an Hand von Artikeln und EU-Papieren zu erarbeiten. Wir haben uns über den Stand der Umsetzung in einzelnen Ländern und Bereichen informiert. Zu Gast war die Gleichstellungsbeauftragte von Mahrzahn, Christine Rabe, die von den Schwierigkeiten der Umsetzung berichtete: So wurden tatsächlich mit dem Argument des Gender-mainstreaming beantragte Frauenprojekte nicht mehr gefördert. Christine Rabe zieht daraus die Schlußfolgerung, dass es wichtig ist, die Doppelstrategie des Gender-mainstreaming Ansatzes zu betonen. Für sie ist Frauenförderung die logische Konsequenz aus Gender-mainstreaming. Denn die Aufzeigung und Feststellung geschlechterdiskriminierender Strukturen zeigt die Benachteiligung von Frauen in diesen Bereichen. Daraus leiten sich dann die entsprechenden Maßnahmen ab. Natürlich ist hieraus auch eine Männerförderung ableitbar, beispielsweise: die Förderung von männlicher Familienarbeit, die Förderung von Männern im Erziehungs- und Pflegebereich, immer unter dem Aspekt, dass Männer innerhalb dieser Bereiche nicht automatisch wieder die privilegierten und besser bezahlten Jobs erhalten.

 

Die Projektgruppe der ASFH bestand zunächst nur aus interessierten und engagierten Frauen. Sie strukturierte sich dann um, die Hochschulleitung und der Kanzler beteiligten sich daran sowie interessierte Hochschulehrinnen und Hochschullehrer, Lehrbeauftragte, Verwaltungsmitarbeiterinnen und Studierenden. Die Gruppe erarbeitete mehrere Papiere, eine Rückkoppelung mit dem Frauenrat der Hochschule fand bei allen Prozessen statt.

 

Ein Jahr diskutierten alle Gremien der Alice-Salomon-Fachhochschule über einen Vorschlag zur Umsetzung von Gender-mainstreaming. Das Diskussionspapier wurde unter Einbeziehung der Diskussionsergebnisse aus den Gremien zu einer Beschlussvorlage für den Akademischen Senat umgearbeitet. Im Akademischen Senat der Hochschule erfolgte eine lange, konstruktive Diskussion, deren Ergebnisse nochmals in der Hochschule zur Diskussion gestellt wurden.

Am 11.2.2003 fasste der Akademische Senat dann nach einer neuen Vorlage den Beschluss zur Umsetzung von Gender-mainstreaming als Projekt der Hochschule.

 

 

Materialien:

FragebGleichstellungspr_f.pdf

Vorlage Gender-Statement

FragebogGenderBerichte.pdf

Vorlage Gender-Bericht

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Impressum | webmaster@asfh-berlin.de | Druckfassung | Letzte Änderung:  30.09.2004