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Zur Bedeutung lebensgeschichtlicher Erzählungen in der Sozialen Arbeit 

Herausgegeben von Birgit Griese, Rosa Griesehop

Wie stellt sich die Le­bens­ge­schich­te Hil­fe­su­chen­der dar? Von der so­zi­al­kon­struk­ti­vis­ti­schen An­nah­me aus­ge­hend, dass das Ent­ste­hen von Wirk­lich­keit un­trenn­bar mit Spra­che ver­bun­den ist und dass eine sub­jek­ti­ve Sicht die Sicht auf das Selbst und die Welt be­stimmt, die wie­der­um das Han­deln lenkt, macht es Sinn, sich den Le­bens­ge­schich­ten Hil­fe­su­chen­der zu­zu­wen­den: Hil­fe­su­chen­de sol­len in ihrem Selbst­ver­ständ­nis, in ihrem Han­deln und Deu­ten von Pro­blem­la­gen ver­stan­den wer­den. Im Mit­tel­punkt der Ana­ly­sen le­bens­ge­schicht­li­cher Er­zäh­lun­gen ste­hen po­ten­zi­el­le Kli­en­tIn­nen So­zia­ler Ar­beit bzw. so­zia­le Pro­ble­me im wei­tes­ten Sinne sowie das In­ter­es­se, spe­zi­fi­sche Not­la­gen, ein­schnei­den­de Le­bens­er­eig­nis­se und pro­ble­ma­ti­sche Le­bens­la­gen aus bio­gra­phi­schem Blick­win­kel zu be­trach­ten. Dar­über hin­aus rich­tet sich die Auf­merk­sam­keit aber auch auf bio­gra­phi­sche Di­men­sio­nen pro­fes­sio­nel­len Han­delns. In­wie­fern die Le­bens­ge­schich­te Ein­fluss auf das so­zi­al­ar­bei­te­ri­sche Han­deln neh­men (und ggf. re­fle­xi­ons­be­dürf­tig ist) wird an einer Fal­l­ana­ly­se skiz­ziert. Im Prin­zip möch­ten wir die wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Fall­re­kon­struk-ti­on aus bio­gra­phie­theo­re­ti­scher und -ana­ly­ti­scher Per­spek­ti­ve stark ma­chen, und Be­rufs­prak­ti­ke­rIn­nen, Leh­ren­de und Stu­die­ren­de für der­ar­ti­ge An­sät­ze ge­win­nen.

 

Schibri Verlag, 2011

Preis: EUR 14,80

ISBN 978-3-86863-055-8