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AG Interkulturelles)
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Die AG Interkulturelles wird zur AG In_Between

...und warum dies so ist, möchten wir hier kurz darstellen, und werfen dazu einen kurzen Blick auf die Entstehung der AG Interkulturelles.

Die AG Interkulturelles gründete sich nach dem 2. Interkulturellen Hochschultag im Juni 1999. Dieser Hochschultag stand ganz im Zeichen von May Ayim (1960-1996), welche als Wissenschaftlerin, Schriftstellerin, Lehrbeauftragte sowie Studienberaterin in der ASH tätig war. Schwerpunkt dieser Veranstaltung war die Interkulturalität an Berlins Hochschulen bzw. im Sozialwesen zu thematisieren und diese durch Vorträge und Diskussionen näher zu beleuchten.

... was uns zur Gründung dieser AG veranlasst hat.

Deutschland ist ein Einwanderungsland, dessen Gesellschaft hinsichtlich seiner Ethnien, Sprachen, Kulturen und Religionen in Zukunft noch vielfältiger werden wird. Auch in der Sozialarbeit erfordert dies eine professionelle Handlungskompetenz. Dies gilt ebenso für den Umgang mit rassistischen Einstellungen und diskriminierenden Verhalten bis hin zu Rechtsextremismus und Gewalt.

Unser Ziel ist es, interkulturelle Themen in unserer Fachhochschule präsent zu machen, um insgesamt die interkulturelle Kompetenz der Student_innen und das Bewusstsein für diesen Schwerpunkt zu fördern.

Seit der Gründung der AG sind nun über zehn Jahre vergangen und viel ist passiert: Die Zeitung ISAH wurde dreimal herausgegeben, ein "Hochschultalk" mit dem Titel "Wie interkulturell ist die ASFH", eine Podiumsdiskussion zum Thema "Wie politisch muss Soziale Arbeit sein?", diverse Veranstaltungen und Workshops zu Themen wie Migration, interkultureller Kompetenz, Diskriminierung, Rassismus, Rechtsextremismus, Filmnachmittage mit anschliessender Diskussion im Hochschulcafé bis hin zu Informations- und Poesieabenden wurden unter vielen anderen realisiert. Zwischen all diesen Veranstaltungen treffen sich AG-Mitglieder ungefähr alle zwei Wochen um ebendiese Dinge zu organisieren, aber auch um Theorie und Praxis vor allem sozialer Berufe sowie gesellschaftskritische Themen zu diskutieren. Wie in einigen Seminaren an der ASH, setzen wir uns auch in der AG kritisch mit den Konzepten von Kultur, also auch Interkulturalität auseinander, woraufhin wir feststellten, dass der Name dem Selbstverständnis der AG nicht mehr gerecht wird.

 

Einerseits haben wir uns kritisch mit verschiedenen Konzepten zum Kulturbegriff auseinandergesetzt. So auch mit dem Begriff Interkulturalität. Wir sind uns bewusst, dass durch die Diskussionen des Konzeptes auf vielen Ebenen – nicht nur in den sozialen Berufen – einiges verändert werden konnte. Es gibt aber auch etwas Trennendes, welches dem Begriff implizit ist, ein Verständnis vom Kulturbegriff wird suggeriert, welches von abgrenzbaren Kulturen ausgeht. Das dieses Problem dem Kulturbegriff per se anhängt ist uns ebenfalls bewusst. Jedoch war es uns wichtig, mögliche normative Funktionen der Begriffe innerhalb der AG und auch an der Hochschule zu thematisieren. Ein Schritt in diese Richtung ist die Änderung des Namens der AG Interkulturelles zu AG IN_BETWEEN.

Also: 'Interkulturell' bedeutet oft: zwischen den Kulturen. Er baut ebenso wie 'Multi-Kulti' auf der Annahme auf, es gäbe so etwas wie Kulturkreise, die unabhängig voneinander existieren. Von diesem Standpunkt aus ist es nicht weit zu sagen, dass diese oder jene Kultur unvereinbar ist mit dieser oder jenen anderen Kultur. Thilo und Horst lassen grüßen. Mal abgesehen von der Unmöglichkeit z.B. 'Die Deutsche Kultur' oder 'Die Russische Kultur' zu bestimmen, spricht gegen die Begrifflichkeit 'Kultur', dass damit ein- und ausgeschlossenen wird. Dieses Kulturverständnis ermöglicht Folgendes:  „Du bist Araber!“ - gehörst also zu einer anderen Kultur und kannst daher jenes nicht verstehen und wirst dich so oder so verhalten. Zu sagen es gibt trennbare Kulturen ermöglicht pauschalisierende Fremdzuschreibungen und kulturellen Rassismus.

Sicher haben wir alle unsere Vorurteile und Klischees im Kopf. Auch scheint es so, dass Menschen Kategorisierungen brauchen, um sich in der unübersichtlichen Welt zurecht zu finden. Uns geht es aber darum, dass wir uns bewusst werden, welche Kategorisierungen wir benutzen und welche Auswirkungen dies hat. Möglicherweise sind ja Kategorien, die sich an Nationen, Ethnien und/oder Religionen festmachen (die Deutschen, die Maoris, die Katholiken) hinderlich für ein „gutes“ Miteinander. „Teile und Herrsche!“, fällt uns dazu ein.

Inspiriert von verschieden Seminaren und einiger Lektüre schien uns der Begriff 'Transkulturalität' geeigneter, um auf dieses Dilemma hinzuweisen. Denn auch wenn wir Bauchschmerzen mit 'Kultur' haben, sind doch viele Dinge mit denen wir uns beschäftigen, mehr oder weniger um dieses diffuse Thema gelagert.

Darüber hinaus steht die AG in einer Tradition, das 'interkulturelle' Verständnis und die 'interkulturelle' Kompetenz in den Fokus der ASH zu rücken. Das soll so bleiben, nur das wir der Meinung sind ein - wenn auch junges - schon klassisch gewordenes Verständnis von 'interkulturell' reicht nicht aus. Also geht es uns auch weiterhin um kritische Auseinandersetzung mit Themen wir Transkulturalität, Migrationsphänomenen und Macht.

Der Begriff 'transkulturell' drückt 'über den Kulturen', 'quer zu diesen',  oder 'jenseits der Kulturen' aus. Eine Idee, die uns ganz gut gefällt und außerdem einen Zustand beschreibt, der für immer mehr Menschen Alltag ist. Mit diesem Konzept lässt sich die zunehmende Vielfalt der Identitäten wahrnehmen. Denn die klassischen Grenzen von Kulturen, sofern es diese je gab, werden überschritten, durchdrungen, aufgelöst, verändert.

Offensichtlich ist allerdings, dass wir nicht in einer Welt leben, in der dieses Verständnis Anerkennung findet. Wir befinden uns im besten Fall irgendwo dazwischen: Auf dem Weg vom klassischen Kulturverständnis zu einem Verständnis jenseits von 'Kultur', wobei der theoretische Diskurs dem Alltag der Menschen doch oft hinterherzuhinken scheint. Auch darauf will die AG mit ihren Aktivitäten aufmerksam machen. Daher der Name IN_BETWEEN. 

 

 

Über uns...

Wir sind eine studentische Initiative, welche sich nach dem 2. Interkulturellen Hochschultag im Juni`99 gegründet hat. Dieser Hochschultag stand ganz im Zeichen von May Ayim (1960-1996), welche als Wissenschaftlerin, afro-deutsche Schriftstellerin, Lehrbeauftragte sowie Studienberaterin in der ASFH tätig war. Schwerpunkt dieser Veranstaltung war die Interkulturalität an Berlins Hochschulen bzw. im Sozialwesen zu thematisieren und diese durch Vorträge und Diskussionen näher zu beleuchten.

 

 

Die AG Interkulturelles trifft sich alle 2 Wochen zum diskutieren, informieren, planen und organisieren interkultureller Projekte. Wir suchen immer interessierte Student_innen der ASFH, die sich auf individuelle Art und Weise in die Arbeit der AG einbringen wollen. Die Termine werden im Schaukasten im Foyer der ASFH und unter "Aktuelles" auf der Homepage veröffentlicht.

... was uns zur Gründung dieser AG veranlasst hat.

Deutschland ist ein Einwanderungsland, dessen Gesellschaft hinsichtlich seiner Ethnien, Sprachen, Kulturen und Religionen in Zukunft noch vielfältiger werden wird. Auch in der Sozialarbeit erfordert dies eine professionelle Handlungskompetenz im Bereich Information, Beratung und Betreuung. Dies gilt ebenso für den Umgang mit rassistischen Einstellungen und diskriminierenden Verhalten bis hin zu Rechtsextremismus und Gewalt.

 

Unser Ziel ist es, interkulturelle Themen in unserer Fachhochschule präsent zu machen, um insgesamt die interkulturelle Kompetenz der StudentInnen und das Bewusstsein für diesen Schwerpunkt zu fördern.

"Interkulturelle Öffnung als Innovation..."

Unsere Ziele sind...

 

 

* Die AG Interkulturelles möchte einen Diskussionsbeitrag zu den Themen Migration, Deutschland als Einwanderungsland, Kultur, Multikulturalität, Inter-/ Transkulturalität und Rassismus in Bezug auf Sozialarbeit/-pädagogik leisten. Mit unserer studentischen Initiative zeigen wir, dass Diskussionsbedarf zu den o.g. Themen besteht.

 

* Die von uns durchgeführten Veranstaltungen sollen ein Forum für Informationen, Austausch und Diskussionen bieten.

 

* Wir möchten Interesse für interkulturelle Themen wecken und vermitteln, dass jede_r von uns im zukünftigen Arbeitsleben interkulturelle Kompetenzen benötigt.

 

* Thematisierung und Verbesserung der Studienbedingungen von Student_innen nicht-deutscher Herkunft an der ASFH

 

* Die Erhöhung gegenseitiger Toleranz von Menschen unterschiedlicher Herkunft an der ASFH

 

* Stärkung interkultureller Lehrinhalte

 

* Das Fach "Ausländer_innenrecht" muss wieder als Pflichteseminar eingeführt werden.

 

* Das Sprachangebot der ASFH muss erweitert werden.

 

Interkulturelle Öffnung als Inovation.... mehr unter

www.tik-iaf-berlin.de/pages/HauptSeiten/TextSeiten/texte6.html

 

Wir sehen die Dinge nicht so wie sie sind, wir sehen die Dinge wie wir sind... "Anaìs Nin"

Ein Rückblick...

Welche Veranstaltungen und Aktionen die AG in der Vergangenheit durchgeführt hat, könnt ihr hier sehen.