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Die öffentliche Ringvorlesung der ASH steht auch im Wintersemster 2015/16 wieder unter dem Titel:

'global – lokal II: Rassismen, Migration und Flucht, Rechtsextremismus'

Die restriktive Migrationspolitik, Rassismus und Rechtsextremismus bewegen die Alice Salomon Hochschule Berlin zu Analysen, Kritik und Solidarität. In sieben Veranstaltungen laden wir mit globalen und lokalen Analysen zur Diskussion ein.

2015: mittwochs 16.00 bis 17.30 Uhr Audimax der ASH
2016: mittwochs 18.00 bis 19.30 Uhr Audimax der ASH

Den Flyer zur Ringvorlesung finden Sie hier.

Mittwoch, 20.01.2016, 18.00 bis 19.30 Uhr
Elène Misbach: Empowermentansätze in der Gemeinwesenarbeit - Emanzipatorisches, Widersprüche, Spannungsfelder

Achtung: findet im Rahmen der Fokuswoche im Minimax statt!

„Empowerment“ ist ebenso wie „Partizipation“ in aller Munde – und ein in den verschiedensten gesellschaftlichen und ideologischen Farben schillernder Begriff. Aus gesellschafts- und machtkritischer Perspektive stellt sich die Frage, ob mit Empowerment oder „Selbstermächtigung“ auch eine Kritik am häufig anzutreffenden Paternalismus professionellen Handelns, solidarische Selbstorganisation sowie die Einbettung in Soziale Bewegungen verbunden ist.

Mittwoch, 13.01.2016, 18.00 bis 19.30 Uhr
Marion Mayer: Rassismus und Beratung

Beratung in der Sozialen Arbeit ist Bestandteil gesellschaftlicher Dynamiken. Soziale und lebensweltliche Trennungslinien wirken auf sie ein – so auch Rassismen. Der Vortrag geht auf Spurensuche im Beratungsdiskurs, fragt nach dem Wissen, dem bewussten Reflektieren, den
Verdeckungen aber auch den Chancen in und durch Beratung.

Mittwoch, 16.12.2015, 16.00 bis 17.30 Uhr
Swantje Köbsell: Migration, Flucht & Behinderung

Flucht und Migration sind Lebenssituationen, die Menschen vor große Belastungen und Herausforderungen stellen. Dies trifft für Menschen mit Beeinträchtigungen, die nach neueren Schätzungen bis zu 40% der Flüchtlinge ausmachen, in besonderem Maße zu. In der allgemeinen Berichterstattung bleiben sie jedoch ebenso unsichtbar wie oftmals bei der Organisation der Hilfen im Ankunftsland Deutschland, was für die Betroffenen weitere dramatische Folgen haben kann.

Mittwoch, 09.12.2015, 16.00 bis 17,30 Uhr
Emmanuel Mbolela: Mein Weg von Kongo nach Europa (Lesung und Diskussion)

Emmanuel Mbolela schreibt in seiner autobiographischen Erzählung über seine politische Aktivität im Kongo und die brutale Repression staatlicher Sicherheitsorgane, die ihn in die Emigration zwingt. Er berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht. Quer durch die Sahara gelangt er bis nach Marokko, wo er eine Organisation kongolesischer Flüchtlinge mitbegründet. Nach vier Jahren kann er in die Niederlande ausreisen, als neue Erfahrung erweisen sich dort die extrem ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen vor allem migrantische Arbeitskräfte unterliegen. Im Zentrum der Demokratischen Republik Kongo geboren, studierte Emmanuel Mbolela in seiner Heimatstadt Ökonomie, musste jedoch nach kurzer Haft aus politischen Gründen 2002 das Land verlassen. Seit 2008 lebt er in den Niederlanden. Er ist Vortragender und antirassistischer Aktivist. Der Übersetzer Dieter Alexander Behr lebt in Wien und arbeitet gemeinsam mit dem Autor im Netzwerk Afrique Europe Interact.

Mittwoch, 25.11.2015, 16.00 bis 17.30 Uhr
Andreas Meisner und Tamer Akkoyun (Evin e.V., Jugendhilfeträger), Alexander
Wegner (ver.di, Bundesfachgruppenleiter Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe): Der Ausnahmezustand als Alltag: Zur Realität der Sozialen Arbeit mit (minderjährigen) Geflüchteten"

Moderation: Andrea Plöger

Gesundheit, Schule, Ausbildung, Halt, Entwicklung, Ausländerbehörde... Wie kann Soziale Arbeit gutes
Aufwachsen im Ausnahmezustand ermöglichen? Wie sehen die Handlungs- und Arbeitsbedingungen in der Unterstützung unbegleiteter Minderjähriger aus?

Mittwoch, 11.11.2015 16.00 bis 17.30 Uhr
Hilde Schramm und Dionysios Granas: Respekt für Griechenland

Zusammenhänge der Krise erkennen, von Solidaritätsinitiativen in Griechenland lernen, nachhaltige politische Unterstützung durchdenken Spardiktat, Massenarbeitslosigkeit und katastrophale Gesundheitsversorgung - wie hängt die ökonomische, soziale und Flüchtlings-Krise, durch die Griechenland gezeichnet ist, mit der EU-Politik zusammen? Was ist das Besondere an den lokalen Solidaritätsinitiativen mit denen Griechenland antwortet und welche nachhaltigen politischen Veränderungen sind auf EU-Seite möglich?

Mittwoch, 14.10.2015, 16.00 bis 17.30 Uhr
Nivedita Prasad und Gruppe grenzen_weg: Die Präsenz der ASH Berlin in der Maxie-Wander-Straße

Konzept - Praxis - Aktuelle Situation: Die Beiträge erläutern, wie sich die ASH in der Unterkunft für Geflüchtete in Hellersdorf weshalb und vor welchem Hintergrund engagiert und diskutieren, wie Unterstützungsarbeit im Rahmen restriktiver Asylpolitik aussehen kann.

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Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.