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Gesetze

Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (§ 3 Abs. 4) des Bundes, das Beschäftigtenschutzgesetz (BeschSchG) und das Landesgleichstellungsgesetz (§ 12) und die Frauenförderrichtlinien der ASH Berlin (§ 8) verbieten sexualisierte Diskriminierung und Belästigung und bieten den Betroffenen so rechtlichen Schutz.

Hinweis:
Die Belange von Studierenden sind nicht durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) abgedeckt, da das AGG sich nur Mitarbeitende der Hochschule mit einschließt.

Die Erfolgsaussichten einer Strafanzeige oder einer Klage können in der Regel nur durch fachkundige Personen gewertet werden. Betroffene sollten sich deswegen an Rechtsanwält_innen wenden oder Rechtsberatungen in Anspruch nehmen, um über den (Miss)Erfolg von Klagen aufgeklärt zu werden.

Im Strafrecht kommen vor allem die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wie bspw. die sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung vor. Aufgrund der verkürzten Abiturzeit studieren vermehrt auch Minderjährige, so dass auch der sexuelle Missbrauch von Jugendlichen eine Rolle spielen kann. Weitere Straftaten können bspw. Nötigung, Beleidigung oder Nachstellen (Stalking) sein.

Im Zivilrecht können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

Verwaltungsrechtlich/Arbeitsrechtlich kann die Fürsorgepflicht des Arbeitsgebers gegenüber den Betroffenen und anderen gefährdeten Personen sowie der Verstoß gegen die Dienstpflichten durch den Täter an sich eine entscheidende Rolle spielen. Hier kann die Entlassung oder Versetzung des Täters die Folge sein.