Interventionen in sprachliche Diskriminierungen
Leitidee
In der öffentlichen Wahrnehmung wird die diskriminierende Wirkung von Sprache oft auf 'Schimpfwörter' beschränkt. Doch sprachliche Diskriminierungen finden sich auch in alltäglichem Sprachgebrauch. Da Sprache eng mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen verwoben ist, kann es kein 'diskriminierungsfreies' Sprechen geben, sondern lediglich Versuche, den eigenen Sprachgebrauch kontinuierlich zu verändern. Anhand von Diskussionen, Beispielen und Übungen wollen wir den Fragen nachgehen, wie diskriminierender Sprachgebrauch erkannt werden und welche Möglichkeiten zur Intervention es geben kann.
Themen
- Rassismus, Sexismus und Ableismus im Sprachgebrauch
- Infragestellung von ZweiGenderung, HeteraGenderung, AndroGenderung im Sprachberauch
- Zusammenhänge von Sprache und Wirklichkeitsvorstellungen
- Sprachliche Kreativität und Interventionen
- Potentiale und Problematiken feministischer Sprachveränderungen (z.B. Binnen-I, Dynamischer Unterstrich etc.)
Methoden
Diskussionen und Kleingruppenarbeit, Textanalysen und Textveränderungen, kreative Schreibversuche
Lernziele
- Reflexionsvermögen über un- bzw. unterbewussten diskriminierenden Sprachgebrauch
- Verständnis von Reflexionen zu Sprache als nie abgeschlossen, d.h. es kann keine feststehende Liste geben, was 'guter' Sprachgebrauch ist
- Argumente gegen und Interventionsideen in diskriminierenden Sprachgebrauch
- Ermutigung zum kreativen Umgang mit Sprache
Informationen
Seminarzeiten | Mo: 16.01. und 30.01.2012 (10.00-16.00 Uhr) |
Teilnahmezahl | max. 15 |
Zielgruppe | Interessierte aus allen Bereichen |
Ort | Alice Salomon Hochschule, Raum 301 |
DozentIn | Alyosxa Tudor, anti-sexistische, contra_rassistische Wissenschaft_lerin mit Schwerpunkt auf Interventionen in diskriminierende Sprachhandlungen; Forschung zu Rassismus, Migratismus und Feminismuskonzepten |
Teilnahmegebühr | Kostenfrei für Angehörige der ASH, externe Teilnehmer/innen zahlen einen Kostenbeitrag in Höhe von 20 Euro |
Anmeldung | frauenbeauftragte@ash-berlin.eu |