Die Forschungsprojekte der Stipendiatinnen und Teilnehmerinnen des Promotionskollegs
Fartash Davani
Flucht als persönliche Krisenerfahrung - dargestellt an Biografien iranischer Frauen
Betreuung: Prof. Dr. Helgard Kramer, Freie Universität Berlin, Institut für Soziologie
Prof. Dr. Birgit Rommelspacher, Alice-Salomon-Fachochschule Berlin
Kontakt: davanifartash(at)aol.com
Nele Kleyer-Zey
Perspektiven junger Flüchtlinge in Übergangssituationen
Welche Handlungs- und Bewältigungsstrategien entwickeln Jugendliche und junge Erwachsene aus Flüchtlingsfamilien im Hinblick auf die Entwicklung einer (beruflichen) Perspektive und wie gestalten sie den Lebensabschnitt nach Beendigung der Schule?
Betreuung: Prof. Jürgen Zimmer, FU Berlin
Prof. Dr. Hilde von Balluseck, ASFH Berlin
Kontakt: nelezey(at)freenet.de
Sonja Kubisch
Differenzierungen in Organisationen Sozialer Arbeit
Organisationen, auch die im Bereich der Sozialen Arbeit, werden zunehmend komplexer und müssen mit den verschiedenen Anforderungen ihrer Umwelt umgehen. Mitunter verändern sich ihre Zielgruppe oder die Ziele, die mit der Gründung der Organisation verbunden waren. Eine Möglichkeit des Umgangs mit Veränderung und Komplexität kann im Konzept des Diversity Managements gesehen werden, der die Vielfalt (= Diversity) und Unterschiedlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt und sie in Strategien der Personalführung und Organisationsentwicklung einbezieht. Im Rahmen der Dissertation wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Unterschiede in Organisationen Sozialer Arbeit spielen. Welche Differenz(ierung)en treten zum Vorschein, welche werden thematisiert und welche nicht? In welchen Situationen und in welcher Weise sind sie von Bedeutung?
Betreuung: Prof. Dr. Birgit Rommelspacher, Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin
Kontakt: sonja-kubisch(at)web.de
Nadja Lehmann
Migrantinnen im Frauenhaus - Konstruktionen von "Ethnie" und "Geschlecht" im biographischen Kontext
Wie stellen sich soziale Konstruktionen von "Ethnie" und "Geschlecht" in den Biographien von Migrantinnen aus Misshandlungssituationen her ? Welche Strukturen und Strategien entwickeln sich daraus im biographischen Kontext ?
Strukturelle Gemeinsamkeiten und Differenzen von Migrantinnen im Frauenhaus sollen herausgearbeitet werden und im Ergebnis einen Beitrag zur Entwicklung interkultureller Konzepte in der Frauenhausarbeit darstellen.
Betreuung: Prof. Dr. Helgard Kramer, Freie Universität Berlin, Institut für Soziologie
Prof. Dr. Birgit Rommelspacher, Alice-Salomon-Fachochschule Berlin
Kontakt: Nadja_Lehmann(at)t-online.de
Charlotte Oesterreich
Die Situation der DDR-Flüchtlinge in Flüchtlingslagern der 50er und 60er Jahre in Berlin, unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Bedingungen der Frauen und Mädchen
Inwieweit hat sich der Lageraufenthalt auf das Leben der betroffenen Personen ausgewirkt und lassen sich die Ergebnisse auf heutige in Sammelunterkünften lebende Flüchtlinge aber auch auf Menschen die in Obdachlosenwohnheimen leben übertragen?
Neben der Bekanntmachung der damaligen DDR-Flüchtlingsproblematik, ist Ziel dieses Forschungsvorhabens die Auswirkungen und Folgen von Lagerleben sichtbar zu machen und Parallelen zu heutigen bestehenden Sammelunterkünften zu ziehen.
Betreuung: Jürgen Zimmer, Fachb. Erzihungswissenschaften, Fu-Berlin und
Dorothee Wierling, Fachb. Geschichtswissenschaft, Uni. Hamburg.
Kontakt: charletreich(at)T-online.de
Begoña Petuya Ituarte
Handlungsstrategien geschiedener Migrantinnen in der Bundesrepublik Deutschland
Am Beispiel der Lebensgeschichte geschiedener Spanierinnen
Welche Handlungsmuster kommen im Migrationsprozess zum Tragen und welche im Scheidungsprozess? Gibt es vergleichbare Muster in beiden Prozessen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für die Frauen in der Aufnahmegesellschaft?
Betreuung: Prof. Dr. Helgard Kramer, Freie Universität Berlin, Institut für Soziologie; Prof. Dr. Dagmar Schulz, Alice-Salomon-Fachhochschule und Freie Universität Berlin; Birgit Rommelspacher, Alice-Salomon-Fachhochschule und Technische Universität Berlin.
Kontakt: petuya(at)t-online.de
Stefanie Sauer
"Wirklichkeitskonstruktionen in Dauerpflegefamilien - Interaktions- und Aushandlungsprozesse in der Zusammenarbeit von Pflegefamilie und Herkunftsfamilie"
Kaum ein anderes Thema innerhalb des Pflegekinderwesens ist so konflikt- und spannungsgeladen wie die Gestaltung der Kontakte zwischen Pflegeeltern, Herkunftseltern und Pflegekind. Am Thema Besuchskontakte sollen die komplexen Wirkungszusammenhänge im Zusammenspiel beider Familiensysteme exemplarisch dargestellt werden. Im Rahmen von Einzelfallstudien, die sich methodisch an der fallrekonstruktiven Familienforschung orientieren, soll herausgefunden werden, wie innerhalb eines Pflegeverhältnisses die beteiligten AkteurInnen ihre soziale Wirklichkeit konstruieren. Mittels narrativer Einzelinterviews mit Pflegeeltern, Herkunftseltern und Pflegekind eines Dauerpflegeverhältnisses, teilnehmender Beobachtung von Besuchskontakten und Familiengesprächen zu spezifischen Themen kann ein umfassender Überblick über die Interaktionsprozesse, Handlungsmuster, Bewältigungs- und Konfliktlösungsstrategien gewonnen werden und im rechtlichen und institutionellen Kontext beleuchtet werden.
Betreuung: Prof. Dr. Kerber-Ganse, TU Berlin; Prof. Dr. Hildenbrand Uni Jena
Kontakt: stefanie_sauer(at)web.de
Birgit Steffens
Kooperation ohne Grenzen? Die besonderen Bedingungen europäischer Netzwerke zur Unterstützung des Erfahrungsaustausches am Beispiel zweier Netzwerke im Bereich der Armutshilfe
Inwieweit sind europäische Netzwerke in ihrem besonderen Bedingungskontext auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene geeignet und in der Lage, zu einem erfolgreichen transnationalen Erfahrungsaustausch unter Akteuren der Sozialen Arbeit beizutragen?
Betreuung: Prof. Dr. Birgit Rommelspacher, Alice-Salomon-Fachhochschule, Berlin
Kontakt: birgit.steffens(at)gmx.de
Ursula Künning
Leidende Mütter ? Verschwundene Väter?
Babyklappe, anonyme Geburt und der Geschlechterdiskurs.
Babyklappen und anonyme Geburt sollen Kindesaussetzung und Kindstötung vorbeugen. BefürworterInnen sehen im Angebot der anonymen Kindesabgabe eine Hilfe für verzweifelte Mütter. GegnerInnen lehnen diese Art der Hilfe als ungesetzlich und schädlich für Mutter und Kind ab. GegnerInnen und BefürworterInnen der anonymen Kindesabgabe ringen um die Anerkennung ihres Standpunktes in der Öffentlichkeit und in der Fachwelt.
Welche Diskurse verschränken sich in dieser Auseinandersetzung? Welche Zuschreibungen sind mit ungewollter Mutter- bzw. Vaterschaft verbunden?
Betreuung: PD Dr. Barbara Drinck, Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaften und Psychologie.
Prof. Dr. Tobias Rülcker, Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaften und Psychologie.
Kontakt: u.kuenning(at)freenet.de