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Quer Nr. 17/2011: (un)überwindbare Grenzen

 

Editorial

 

Liebe Leserinnen und Leser!

Nach vielen Monaten bin ich sehr erfreut, Ihnen nun die neue Ausgabe der QUER zu zusenden. Einige Autorinnen und Autoren widmeten sich dem Thema Un-/überwindbare Grenzen. Die Beiträge spiegeln eine Vielfalt von Bereichen in unserer Gesellschaft wieder, in denen Fremdheit, das Nicht-Wissen und die daraus folgenden Ängste die Grenzen von Anerkennung, Respekt und Verständnis für und von Unterschieden prägnant darstellen.

Der einführende Beitrag von Leah Czollek hinterfragt die Bezeichnung „Behinderung“ und die Gesetzesverankerungen für Menschen mit Behinderungen auf bundesweiter, als auch auf internationaler Ebene. Folgend taucht sie in Projekte der Sozialen Arbeit ein und untersucht, welche diversity-, gender- und queergerechten Projekte für Menschen mit „Behinderung“ existieren, um abschließend Herausforderungen für die Soziale Arbeit zu formulieren.

Cindy Ballaschk setzt sich dem Begriff Heteronormativität auseinander und benennt anschließend die Bedeutung dieser für Macht- und Dominanzverhältnisse in der Gesellschaft. Im Weiteren kritisiert sie das Heteronormativitätskonzept und stellt im Fazit sehr deutlich die Chancen, aber auch Grenzen des Konzeptes dar.

Tanja Abou erläutert in ihrem Artikel wie gesellschaftliche Normierungen durch das Hineinpressen von Menschen in einen männlichen oder weiblichen Körper Auswirkungen auf die Betroffenen haben. Dabei betrachtet sie Intersexualität im wissenschaftlichen Diskurs und verdeutlicht die rechtliche Situation. Sie führt kurz in biologi(sti)sche Untersuchungen ein, um im Anschluss die Auswirkungen eben dieser zu beschreiben.

Angelehnt an Wolfgang Lipps (2010) „Grenzdialektik“ führt Dariuš Zifonun die Funktionsweise des Stigma/Charisma-Mechanismus an, um anschließend den Schuldbewältigungsmechanismus der Selbststigmatisierung und seinen sozialen Sinn zu erläutern. An vier Beispielen veranschaulicht er dieses genauer. In seinem Beitrag startet er augenblicklich mit der Klärung der Bedeutung von Grenzen und Grenzziehung für die Produktion und Reproduktion von Gesellschaft.

Heike Weinbachs Beitrag beinhaltet die Überlegung, wie Elternpartizipation im Kontext von Schulen aussehen kann, die den pluralen und diversitären Lebenswelten von Eltern und Kindern gerecht wird

In ihrer Masterarbeit „Welche Rolle spielt Gender in der Sozialen Arbeit?“ hat Angela Redemeyer 2010 mögliche Grenzen zwischen dem Qualifikationsprofil professioneller Sozialer Arbeit und der studentischen Wirklichkeit ausgelotet. Dazu hat sie in einer semesterübergreifenden Fragebogenerhebung verschiedene Aussagen rund um das Thema Gender zur Abstimmung gestellt. Ihre Beweggründe und einige Ergebnisse ihrer Auswertung stellt sie hier in Form eines Selbstinterviews vor und darüber hinaus zur Diskussion.

Anschließend berichtet Urs Bauerochse im Abschnitt Internationales von seinem Praktikum in Indien bei der Organisation „The Humsafar Trust“, einer Organisation für Menschen aus dem MSM und Trans (TG) Bereich. Fernerhin beinhaltet die vorliegende Zeitschrift Rezensionen.

Allen Autor_innen dieser Ausgabe gilt mein Dank und wir wünschen Ihnen, liebe Leser und Leserinnen, eine interessante und wissenserweiternde 17. Ausgabe der QUER. Ich möchte mich auf diesem Wege verabschieden, da ich nur eine Ausgabe dieser Zeitschrift begleiten durfte. Zuletzt soll jedoch noch Raum finden, dass die Redaktion gerne alle Interessierten zur Mitarbeit an dieser Zeitschrift einlädt!

Mit besten Grüßen

Mandy Baumann

 

 

 

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Quer_17_2011.pdf

 

 

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