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Historischer Überblick

1899

Eröffnung des 1. Jahreskurses zur beruflichen Ausbildung in der sozialen Arbeit in Deutschland unter Leitung von Alice Salomon

1908

Gründung der ?Sozialen Frauenschule? in Berlin-Schöneberg in den Räumen des Pestalozzi-Fröbel-Hauses unter Leitung von Alice Salomon

Beginn der zweijährigen Ausbildung und Einrichtung eines halbjährigen Fortbildungskurses für Soziale Arbeit in Deutschland

Die Schule ist interkonfessionell, etwa ein Drittel der Schülerinnen sind jüdischer Herkunft. Die Schule wird auch von ausländischen Schülerinnen besucht.

1914

Die Schule bezieht ein eigenes Haus auf dem Gelände des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, heute Sitz des Alice-Salomon-Archivs.

1917

Gründung der "Konferenz Sozialer Frauenschulen Deutschlands" auf Initiative Alice Salomons (heute: "Fachbereichstag Soziale Arbeit").

1920

Staatliche Anerkennung der Ausbildung an den Sozialen Frauenschulen Deutschlands

Das Preußische Innen- und Kultusministerium erlässt eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung.

1925

Die "Soziale Frauenschule" wird als Haus III dem Pestalozzi-Fröbel-Haus angegliedert.

Direktorin wird die Psychologin Charlotte Dietrich

Gründung der "Deutschen Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit" an der Sozialen Frauenschule zur wissenschaftlichen Fortbildung und Forschung

1929

Gründung des "Internationalen Komitees Sozialer Schulen" unter dem Vorsitz von Alice Salomon (heute: International Association of Schools of Social Work, IASSW).

1932

Die "Soziale Frauenschule" in Berlin-Schöneberg wird anlässlich des 60. Geburtstages ihrer Gründerin in "Alice-Salomon-Schule" umbenannt.

1933

Die jüdischen und oppositionellen Dozentinnen und Dozenten werden entlassen. Alice Salomon erhält Hausverbot.

Die jüdischen Schülerinnen verlassen die Schule. Die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiterinnen wird ihnen verweigert.

Die Lehre wird der nationalsozialistischen Doktrin angepasst.

Die Schule wird als "Volkspflegeschule" vom NS-Staat anerkannt. Die Leitung behält Charlotte Dietrich.

Die Deutsche Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit löst sich auf Initiative von Alice Salomon angesichts der nationalsozialistischen Bedrohung im Mai auf.

1935

Die Schule tritt zusammen mit allen deutschen Schulen aus dem von Alice Salomon geleiteten ""Internationalen Komitee Sozialer Schulen" aus.

1945

Die Schulleiterin wird entlassen.

Am 4. Juni wird mit Genehmigung der russischen Stadtkommandantur der Lehrbetrieb unter Leitung der seit 1929 an der Schule tätigen Rechtsdozentin Erna Runkel wieder aufgenommen.

Die Ausbildungsbestimmungen aus der Zeit vor 1933 werden wieder in Kraft gesetzt.

Die Schule wird für männliche Schüler geöffnet.

1952

Umbenennung der "Sozialen Frauenschule" in "Seminar für Soziale Arbeit".

1954

Die Schule erhält wieder den Zusatz "Alice-Salomon-Schule".

1968

Das Seminar wird zur "Akademie für Soziale Arbeit" erweitert unter Einschluss der Sozialarbeiterausbildung des Berliner Senats (Haus Rupenhorn).

1971

Bildung der staatlichen "Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik" (FHSS) durch Zusammenlegung der "Akademie für Soziale Arbeit", der Ausbildungsstätten der Arbeiterwohlfahrt und der katholischen "Helene-Weber-Akademie".

Der Name "Alice-Salomon-Schule" entfällt.

1991

Die Fachhochschule erhält den Namen "Alice Salomon Fachhochschule" (ASFH).

1996

Einrichtung des Studiengangs "Pflege/Pflegemanagement"

1998

Die ASFH zieht in einen Neubau in den Berliner Bezirk Hellersdorf um.

1999

Die ASFH präsentiert den Masterstudiengang "Intercultural Conflict Management"

2001

Eröffnung des "Alice-Salomon-Archivs" und des "Archiv und Dokumentationszentrums für soziale und pädagogische Frauenarbeit" in Kooperation mit dem Pestalozzi-Fröbel-Haus im historischen Gebäude der "Sozialen Frauenschule" in Berlin-Schöneberg.

2002

Im Mai 2002 wird die israelische Wissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Alice Shalvi mit dem zum ersten Mal verliehenen »Alice-Salomon-Award« ausgezeichnet.

2004

Im Juni 2004 wird die französische Frauenrechtlerin und Präsidentin der Association "Ni Putes, ni Soumises" ("Weder Huren noch Unterworfene") Fadéla Amara mit dem zum zweiten Mal verliehenen »Alice-Salomon-Award« ausgezeichnet.

Die ersten Bachelorstudiengänge (Physio/Ergotherapie und Erziehung und Bildung im Kindesalter) werden an der ASFH angeboten.

2008

Die Hochschule feiert ihr 100jähriges Bestehen - mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland und einem Festakt am 23. Oktober 2008 beginnen im Audimax die Jubiläumsfeierlichkeiten mit geladenen Gästen. Zu den Ehrengästen zählten Angehörige von Alice Salomon aus vielen Ländern und Generationen. Blicken Sie mit uns gemeinsam zurück und besuchen Sie unsere Website zu den Feierlichkeiten.


2009

Nach Beschluss der Berliner Senats sollen die Fachhochschulen vom 1. April 2009 noch deutlicher den Hochschulen zugerechnet werden. Alle staatlichen Fachhochschulen Berlins streichen die Silbe "Fach" aus Ihren Bezeichnungen - so wird am 1. April 2009 aus der ASFH die ASH Berlin - die Alice Salomon Hochschule Berlin.