ASH Berlin / Profil / Studieren & Arbeiten mit Familie / Arbeiten mit Kind(ern) / Eltern werden

Eltern werden

Mutterschutz
Während einer Schwangerschaft und nach der Geburt eines Kindes genießen alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, besonderen Schutz. Grundlage dafür ist das Mutterschutzgesetz. Es schützt die schwangere Frau und Mutter vor Kündigung und finanziellen Einbußen. Darüber hinaus schützt das Gesetz die werdende Mutter und das Ungeborene vor gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz.

Der Mutterschutz für erwerbstätige Frauen beginnt sechs Wochen vor der Geburt bzw. vor dem errechneten Geburtstermin und endet regulär acht Wochen nach der Entbindung, bei medizinischen Frühgeburten und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung.

Falls eine Frau möchte, darf sie zwar innerhalb der vorgeburtlichen Schutzfrist noch arbeiten, kann diesen Entschluss jedoch jederzeit revidieren. Die_Der Arbeitgeber_in hingegen darf nicht verlangen, dass eine schwangere Beschäftigte in diesen sechs Wochen zur Verfügung steht. Absolutes Beschäftigungsverbot besteht in den ersten acht Wochen nach der Geburt.

Kann mir während der Schwangerschaft gekündigt werden?
Vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Entbindung ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses unzulässig. Nimmt die Mutter nach der Geburt des Kindes Elternzeit, so verlängert sich der Kündigungsschutz über die Frist des Mutterschutzgesetzes hinaus bis zum Ablauf der Elternzeit.

Wann muss die ASH über die Schwangerschaft informiert werden?
Das Mutterschutzgesetz gibt keine Fristen vor, wann die Schwangerschaft der_m Arbeitgeber_in mitgeteilt werden muss. Allerdings kann die_der Arbeitgeber_in ihren_seinen Verpflichtungen gemäß dem Mutterschutzgesetz, nur nachkommen, wenn sie_er Kenntnis von einer Schwangerschaft hat.

Was tun bei Vorsorgeuntersuchungen während der Arbeitszeit?
Sind notwendige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen nur während der Arbeitszeit möglich, muss den schwangeren Arbeitnehmerinnen die Zeit dafür ohne Kürzung des Arbeitsentgelts gewährt werden.

Darf ich mich während der Arbeitzeit auch mal ausruhen?
Die_Der Arbeitgeber_in muss es werdenden und stillenden Müttern ermöglichen, sich in den Pausen und, soweit es aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist, auch während der Arbeitszeit, hinzulegen und auszuruhen. An der ASH Berlin finden Sie Ruhemöglichkeiten (Liegen) im Sanitäts- und Wickelraum (R. 323) sowie im Aufenthaltsraum für Verwaltung und Lehrkräfte (R. 002).

Welche Rechte habe ich als werdender Vater?
Vaterschutzfristen gibt es nicht. Doch sieht der Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) „bei Niederkunft der Ehefrau“ die bezahlte Freistellung für einen Arbeitstag vor. Ist der Vater nicht mit der werdenden Mutter des Kindes verheiratet, kann er herkömmlichen Urlaub nehmen.