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Elternzeit und Elterngeld

Elternzeit

Elternzeit können Arbeitnehmer_innen in jedem Beschäftigungsverhältnis zur ASH Berlin beantragen, d.h. Anspruch haben auch befristete Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte, studentische Mitarbeitende sowie Auszubildende.

Mütter und Väter haben bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eines Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit, wenn sie ihr Kind selbst betreuen. Beide Elternteile können gleichzeitig Elternzeit nehmen und jeweils bis zu 30 Wochenstunden erwerbstätig sein. Mit Zustimmung der_des Arbeitgeber_in können bis zu zwölf Monate der Elternzeit auf die Zeit zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes übertragen werden. So ist es möglich, dass sich Eltern etwa zu Beginn des Schuleintritts intensiver um ihr Kind kümmern können.

Antragsfristen

Die Elternzeit muss spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn der_dem Arbeitgeber_in mitgeteilt werden. Gleichzeitig ist zu erklären, für welche Zeiträume dann innerhalb der verbleibenden zwei Jahre Elternzeit beantragt wird. Möchte die Mutter direkt im Anschluss an den Mutterschutz Elternzeit nehmen, muss dies der ASH demzufolge eine Woche nach der Geburt bzw. nach dem errechneten Geburtstermin mitgeteilt werden.

Festlegung

Die_Der Antragsteller_in sind an die beantragte und genehmigte Dauer der Elternzeit gebunden. Diese kann nur mit Zustimmung der ASH Berlin als Arbeitgeber_in vorzeitig beendet oder verlängert werden. In diesen Fällen sind die zuständigen Stellen der ASH Berlin bemüht, die Wünsche der beschäftigten Väter und Mütter zu berücksichtigen.

Wer bekommt Elterngeld?

Anspruch auf das staatliche Elterngeld hat, wer ein Kind betreut und deswegen seine Erwerbstätigkeit unterbricht oder reduziert, aber auch, wer arbeitslos ist. Zu beantragen ist das Elterngeld bei einer Elterngeldstelle im Bundesland des Wohnsitzes.

Das Elterngeld beträgt für erwerbstätige Mütter und Väter 67 Prozent des wegfallenden Nettoeinkommens, höchstens jedoch 1.800 Euro monatlich. Der Mindestbetrag ist 300 Euro. Wird die Arbeitszeit reduziert, gibt es das Elterngeld anteilig nur für das wegfallende Arbeitseinkommen.

Die Höhe des Elterngeldes berechnet sich aus dem Zwölfmonatszeitraum vor dem Monat der Geburt des Kindes. Als Nachweis benötigen Sie die entsprechenden Lohnabrechnungen. Sollte Ihnen eine Lohnabrechnung fehlen, können Sie sich an die Personalabteilung wenden.

Partnermonate

Ein Elternteil kann höchstens 12 Monate lang Elterngeld beziehen. Die Bezugsdauer erhöht sich um zwei auf 14 Monate, wenn sich beide Partner daran beteiligen. Das ist neu an der Elterngeldregelung von 2007 und der Grund dafür, warum viele Väter exakt zwei Monate Elterngeld und damit Elternzeit in Anspruch nehmen. Fälschlicherweise wurde diese neue Regelung in der Öffentlichkeit als "Vätermonate" diskutiert, so dass der Eindruck entstehen konnte, Väter dürften lediglich zwei Monate Elternzeit nehmen.

Wenn beide, Mutter und Vater, gleichzeitig Elterngeld beanspruchen und dabei Teilzeit arbeiten, können sie dies allerdings nur maximal sieben Monate lang tun.