Abschluss
Der Abschluss Master of Arts in Sozialer Arbeit (M.A.) ist den Masterabschlüssen von Universitäten formal gleichgestellt und berechtigt grundsätzlich zur Promotion. Näheres dazu regeln die Promotionsordnungen der jeweiligen Universitäten. Des Weiteren eröffnet der Abschluss M.A. Sozialer Arbeit den Zugang zum höheren Dienst.
Perspektiven
Mit diesem zweiten berufsqualifizierenden Abschluss werden die Absolvent/innen in die Lage versetzt, Leitungs- bzw. Führungsaufgaben auf der Ebene des höheren Dienstes oder Aufgaben in der Wissenschaft Sozialer Arbeit professionell wahrzunehmen. Den Herausforderungen Sozialer Arbeit - Stichworte sind z. B. Qualitätsmanagement, Sozialraumorientierung, Beteiligungsstrukturen, Differenzierung von Problem- und Lebenslagen sowie von Handlungsfeldern - professionell zu begegnen, bedeutet, eine reflexive Fachlichkeit auszubilden. Diese bezeichnet die Fähigkeit, alle Ebenen professioneller Arbeit durch die Kontextualisierung von Wissen als Reflexionszusammenhang im Fachbezug zu hinterfragen und eine solche Reflexionspraxis qua Verfahren in allen Bereichen Sozialer Arbeit zu installieren.
Masterabsolvent/innen arbeiten in der Wissenschaft von der Sozialen Arbeit und Pädagogik, ihnen stehen Arbeitsplätze in Forschung und Lehre offen. Sie sind für Leitungspositionen in Einrichtungen, Verbänden und Behörden qualifiziert oder können sich auf fachlich hohem Niveau selbständig machen. Da der Master und die danach mögliche Promotion gesellschaftlich höher bewertet werden als das bisherige Diplom, stehen den Absolvent/innen finanziell höher bewertete Stellen offen, die mehr beruflichen und gesellschaftlichen Einfluss bieten. Langfristig werden die Berufe der Sozialen Arbeit in der Hierarchie der Berufe höher positioniert und auch fachlich autonom. In Zukunft werden für Masterabsolvent/innen auch ohne Zweitstudium in einem einschlägigen traditionellen akademischen Fach Spitzenpositionen wie überregionale Verbands- und Behördenführung erreichbar.
In Studiengängen der Sozialen Arbeit sind zurzeit circa 23 Prozent der Studierenden männlich (Statistisches Bundesamt 2005) - in sozialen Organisationen befinden sich in den Führungspositionen des mittleren und oberen Managements aber zu circa 95 Prozent Männer. Obwohl Frauen im Vergleich bessere Abschlüsse erzielen, verschwinden sie nach dem Studienabschluss mehrheitlich in der klientenzentrierten Basisarbeit, während ihre männlichen Kollegen relativ zügig und geradlinig Führungspositionen erreichen. Mit diesem Abschluss wird es mehr Frauen gelingen, in Führungs- und Leitungspositionen vorzudringen.