Audiovisuelle Medien im Studium der Frühpädagogik
Zu sehen sind audiovisuelle Beispiele aus drei unterschiedlichen Bereichen des Studiengangs Erziehung und Bildung im Kindesalter an der ASFH Berlin.
Videografisches Beobachten
Zu Beginn des Studiums dient die Einführung in die Methoden der Videografie als Wahrnehmungsschule. Die Studierenden lernen, genau hin zu sehen und beginnen, über den Prozess der Beobachtung und der Visualisierung nachzudenken. Sie erfahren, dass die Beobachtung der Kinder immer gleichzeitig zwei Haltungen von ihnen verlangt: Einerseits handelt es sich um ein "in den Blick nehmen". Sie lernen aufmerksam und zugleich offen zu sein, für das was sich entwickelt. Andererseits bringen sie, indem sie das Geschehen "in's Bild bringen", immer auch ihre persönliche Erfahrung in den Beobachtungsprozess mit ein. Die Interpretation des so gesammelten Materials wird genutzt, um eigene Wahrnehmungsmuster und Einstellungen zu formulieren und zu reflektieren. Damit erschließen sich die Studierenden im Verlaufe ihres Studiums einen kompetenten Umgang mit dem Instrument der videografischen Beobachtung. Gleichzeitig beginnen sie, sich mit dieser Methode eine wertvolle Quelle für Forschungshypothesen zu erschließen.
Praxisbegleitende Studienprojekte
Medienpädagogik
Nimmt man die Lebenswelt der Kinder ernst, dann erübrigt sich die Frage, wann Kinder mit elektronischen Medien konfrontiert werden sollen. Dem massiven Einfluss elektronischer medialer Angebote können sich weder Kinder noch Erwachsene in modernen Lebenssituationen entziehen. Die Methoden aktiver Auseinandersetzung mit deren Wirkungen und die Frage der Verarbeitungsmöglichkeiten durch die Kinder sind Kern des medienpädagogischen Curriculums. Hier lernen die Studierenden in praktischen Übungen, wie sie Kinder unterstützen können, sich in dieser Medienwelt zurechtzufinden und ihre eigenen Fähigkeiten und Wünsche darin zum Ausdruck zu bringen. Im Rahmen der Praktika werden Kurzfilme, multimediale Experimente, Fotostorys, Bilderbuchgeschichten, Kinobesuche und andere Projekte mit Kindern umgesetzt. So können die Studierende und ihre PraxisanleiterInnen die Erfahrung machen, dass bereits Dreijährige mit Spaß und Kreativität einen kleinen Trickfilm herstellen können.
Medienpädagogische Praxisprojekte
<>smb://192.168.6.200/public/website/mpg4/medienpaedagogik_vampirprinzessin.mp4
smb://192.168.6.200/public/website/thubnails/medienpaedagogik_vampieprinzessin.BMP
Medienpädagogisches Trickfilm-Projekt an der Schwedischen Schule Berlin
Trickfilm-Projekt Schwedische Schule Berlin
Ästhetische Bildung und multimediale Projekte
In der Entwicklung des Studiengangs wurde großen Wert auf Interdisziplinarität und die Verbindung zwischen verschiedenen Bildungsbausteinen gelegt. Dies schlägt sich auch in den Lehr-Lernformen des Studiengangs nieder. Im Bildungsbereich Ästhetische Bildung werden die Fächer Bildende Kunst, Musik, Theater, Tanz und Gestalten mit Materialien angeboten. In der Wahl von mindestens zwei dieser Fächer können sich die Studierenden aktiv und mit Konzentration ihren persönlichen Zugang zu Ästhetischer Bildung erschließen. In jedem Fach wird sensibilisiert für die ihm eigene Qualität in Bezug auf Wahrnehmung, Entwicklungsprozesse und Ausdrucksmöglichkeiten. Gleichzeitig wird der ganzheitliche Charakter ästhetischer Bildungsprozesse theoretisch erarbeitet. Aber auch praktisch untersuchen die Studierenden die vielfältigen Impulse ästhetischer Aktivitäten in multimedialen Projekten, wie am Beispiel eines gemeinsamen Performanceprojektes der Gruppen Tanz, Bildende Kunst und Medienpädagogik deutlich wird.
Multimediale Studienprojekte