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Audiovisuelle Medien im Studium der Sozialen Arbeit

Soziale Arbeit unterstützt die Menschen, mit denen sie arbeitet, sich im Austausch mit Anderen die Welt anzueignen und zu gestalten. In modernen Alltagswelten spielen audiovisuelle und computerbasierte Medien eine zunehmend bedeutende Rolle. Soziale Arbeit muss die sich beschleunigende Entwicklung dieser technologischen Werkzeuge bewusst wahrnehmen. In verschiedenen Modulen werden Medienpädagogik, Medienkunst und transmediale Kulturarbeit in den Theorie- und Konzeptdiskurs Sozialer Arbeit eingebunden. Es gilt, die ungeheure Bedeutung der Medialisierung für die Alltagsgestaltung der Menschen ernst zu nehmen um ihren Einfluss auf soziale Prozesse, auf die Beziehungen zwischen den Individuen und auf gesellschaftliche Beteiligungsmöglichkeiten kritisch zu beobachten. Gleichzeitig bieten die medialen Möglichkeiten immer neue Potentiale für kreatives und innovatives Handeln, die Soziale Arbeit erkennen und nutzen muss.


Übungen - Kultur, Ästhetik, Medien

Im Zentrum dieses Moduls, und hier auch der Videoseminare, steht Handelndes Lernen. Selbsttätigkeit ist eine ungeheuer produktive Kraft. Das Gefühl etwas zu bewirken, die Erfahrung der Kreativität, macht Freude und das fördert Motivation. Deshalb werden die TeilnehmerInnen dazu aufgefordert, sich auf das vielleicht noch unbekannte Terrain der Sozialen Kulturarbeit vorzuwagen oder sich, je nach ihrer Vorerfahrung, weiter darin auszuprobieren. Es geht vor allem um die Potenziale, die im freien Schaffen und Experimentieren - hier mit Hilfe des Mediums Film ? in Bildungsprozesse fließen können.

Hierfür können kreative Methoden zur Ideenfindung geübt werden und es wird in die unterschiedlichen filmischen Gestaltungsmittel, wie z.B. Kameraeinstellung und Montage eingeführt. Teilnehmen können alle, egal ob mit oder ohne Vorkenntnisse. Gleich zu Anfang werden die Kameras in die Hand genommen. Für die Nutzung der Videotechnik, später dann auch an den Schnittplätzen, stehen die TutorInnen hilfreich zur Seite.


Werkstattseminare

In diesen Veranstaltungen zu Anfang des Studiums nähern sich die Studierenden den Zielgruppen, Arbeitsfeldern und Methoden Sozialer Arbeit an. Dies kann unter anderem auch mit audiovisuellen Mitteln umgesetzt werden. Zum Beispiel entstehen Interviews mit KlientInnen und Professionellen. Aber auch die Methoden der teilnehmenden Beobachtung und der interpretierenden Reflexion videografischen Materials kann hier auf theoretischer Ebene kennen gelernt und praktisch erprobt werden.


Dokumentation

Audiovisuelle Medien sind aus der Sozialen Arbeit als Instrumente zur

Evaluation und Qualitätssicherung nicht mehr wegzudenken. Zudem werden sie in der Praxis der Einrichtungen immer häufiger als Träger ihres institutionellen Gedächtnisses genutzt. Und nicht zuletzt präsentieren sich soziale Projekte der Öffentlichkeit besonders über Videos, Web-Seiten und die sich ständig weiterentwickelnden Kommunikationsmöglichkeiten des Internets. Hierfür kann, mit Hilfe der Medienwerksatt, das nötige Know How und auch das Basiswissen zur Herstellung filmisch, dramaturgisch und graphisch oder audiell ansprechender Produkte z.B. in Projektseminaren oder Vertiefungs- und Wahlveranstaltungen erarbeitet werden.


Projektseminare

Da Projektseminare an der ASFH ist in der zweiten Hälfte des Studiums zur Vertiefung und Verknüpfung angelegt. Unter vielfältigen Themenstellungen und Schwerpunkten entstehen hier zahlreiche Projektideen, in denen Medienarbeit auf unterschiedlichen Ebenen eine Rolle spielt. Es kann um den forschungsmethodischen Einsatz audiovisueller Medien gehen oder auch um soziokulturelle Praxisforschungsprojekte. Im Bereich der Theater- oder Musikarbeit bieten technische Hör- und Bildmedienbilden heute in vielen Fällen ein integrales Gestaltungsmoment. Aber auch dezidiert medienpädagogische oder mediensoziologische Fragestellungen können zum zentralen Ausgangspunkt für ein Projektseminar werden.