Forschungscolloquium "Klinische Sozialarbeit"
In Kooperation mit der Hochschule Coburg startete im Frühjahr 2009 an der Alice-Salomon-Hochschule zum achten Mal der Masterstudiengang 'Klinische Sozialarbeit'. Der Studiengang vermittelt in sechs Semestern berufsbegleitend neben den erforderlichen theoretischen Fachkenntnissen, kommunikativen Kompetenzen und Handlungsmethoden explizit auch Forschungskompetenzen. Der Abschluss 'Master of Arts' inkludiert die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation und berechtigt zur Promotion. Das Studium umfasst daher ein breites Spektrum unterschiedlicher klinischer Forschungsmethoden zur Exploration, Evaluation und Qualitätssicherung.
Aus den inzwischen zahlreichen erfolgreichen MasterabsolventInnen hat sich unter der Leitung von Prof. Dr. Brigitte Geissler-Piltz, Prof. Dr. Silke Birgitta Gahleitner ein Promotionscolloquium für den klinischen Bereich der Sozialen Arbeit entwickelt, welches 2010 im Rahmen der Fort- und Weiterbildung der ASH zum 4. Mal startete. Das weiterführende Forschungskolleg, in dem Masterstudierende und weitere Interessierte ihre Forschungsinteressen auch nach dem Masterabschluss weiter verfolgen und in den fachlichen und methodischen Kontext der Erfahrungen im klinisch-sozialarbeiterischen Bereich stellen können, richtet sich neben den AbgängerInnen der Masterstudiengänge Klinische Sozialarbeit auch an qualifizierte, praxiserfahrene AbsolventInnen von anderen Hochschulen im Sozialwesen, vorzugsweise mit dem durch Weiterbildung und langjährige Praxis erworbenen Zusatztitel: FachsozialarbeiterIn für Klinische Sozialarbeit. Gerade langjährig erfahrene PraktikerInnen verfügen über einen enormen Wissensfundus. Von ihnen sollten die Fragen gestellt werden und in geeigneten Forschungsdesigns systematisch exploriert und überprüft werden. Aus (selbst-)reflexiven Praktiken Sozialer Arbeit können so in einem beständigen Zyklus neue Fragestellungen für weitere Forschungsvorhaben und erneute Theoriebildung generiert werden.
Das Forschungscolloquium soll in der Klinischen Sozialarbeit tätige BeufspraktikerInnen - unterstützt durch die Begleitung des Forschungscolloquiums sowie fach- und forschungsspezifische Seminare - die Möglichkeit eröffnen, Fragestellungen zu präzisieren, Forschungsthemen zu entfalten und Promotions- und Forschungsthemen erfolgreich abzuschließen. Die TeilnehmerInnen des Forschungscolloquiums werden zusätzlich dazu durch begleitende Veranstaltungen zur qualitativen wie quantitativen Forschungsmethodik, Forschungsgruppen in kleineren Zusammenhängen und Seminare zu spezifischen Inhalten Klinischer Sozialarbeit in ihrer Forschungstätigkeit unterstützt. Bei erfolgreichem Abschluss der Forschungsarbeiten besteht die Möglichkeit der Publikation von Monographien und Herausgeberbänden in der Reihe ‚Klinische Sozialarbeit’ des Psychiatrie-Verlags und von Zeitschriftenartikeln in der Zeitschrift ‚Klinische Sozialarbeit' sowie anderen Verlagsgesellschaften und Fachzeitschriften. Der Forschungszusammenhang soll so zugleich dazu beitragen, eine stetige Qualitätssicherung zu betreiben und klinische Fachsozialarbeit inhaltlich wie methodisch fortlaufend weiter zu entwickeln.