Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Schreibcoachingprogramms für Studierende der ASH - Schreib-EDE
EDE-Team: Ingrid Kollak, Rosaria Chirico, Susanne Arthur und Nils Lahmann
Im Rahmen der „Masterplan-Ausbildungsoffensive“ fördert der Berliner Senat „Hochschulspezifische Maßnahmen für Innovationen“. Durch neue Lernformen des Gruppen- und Einzelcoachings soll das wissenschaftliche Schreiben unserer Studierenden verbessert werden. Damit wollen wir die Empfehlung der Schreibforschung, die Ausdrucksfähigkeit und wissenschaftliche Schreibkompetenz der Studierenden durch gezielte Förderung zu unterstützen, in die Tat umsetzen.
Projektidee
Aus Sicht des seit 2006 an der ASH eingerichteten Masterstudiengangs „Biografisches und Kreatives Schreiben“ (BKS) ist eine solche Schreibförderung dann erfolgreich, wenn sie kreative Arbeitsformen einsetzt und biografisch orientiert ist, d.h., sich an den Bedingungen und Erfahrungen des Ratsuchenden orientiert. Da diese Methoden bereits zum akkreditierten Angebot des Masterstudiengangs BKS gehören, verfügt die ASH sowohl über das Know-How als auch über Dozent/innen, die unsere Studierenden unterstützen können.
Methode und Ablauf
Die Studie hat eine Laufzeit vom 1. Juni bis 31. Dezember 2011. In dieser Zeit hat das EDE-Team ein Schreibcoaching-Programm für die ASH und einen Fragebogen zur Evaluation entwickelt. Das EDE-Team sind: Ingrid Kollak: Leitung Studiengang BKS, Antragstellung und Projektleitung, Rosaria Chirico: wissenschaftliche Mitarbeiterin und Schreibcoach, Programmentwicklung, Susanne Arthur: studentische Mitarbeiterin, Koordination und Nils Lahman: wissenschaftlicher Mitarbeiter und Epidemiologe, Statistik.
Zunächst wurden die Dozent/innen des Masterstudiengangs und externe Schreibcoachs in zwei Workshops auf die konkrete Arbeit in der Studie eingestimmt.
Dann wurden sieben Workshops mit insgesamt 70 Studierenden durchgeführt, in denen ganztägig ein Gruppen-Schreibcoaching stattfand. Hier wurden u.a. die Idee des Schreibcoachings mit praktischen Beispielen erläutert, Phasen des wissenschaftlichen Schreibens und deren speziellen Anforderungen praktisch vermittelt und Mittel zur Diagnose individueller Schreibprobleme eingesetzt.
Mit diesen Informationen, neuen Schreibtechniken und einer Einschätzung des persönlichen Schreibstils und möglicher Verbesserungen erhielten die Studierenden zwei individuelle Einzelcoachingtermine.
Zu Beginn des Gruppencoachings und am Ende der Einzeltermine füllten die Teilnehmenden der Studie unseren Fragebogen aus. Parallel dazu wurden Studierende der ASH befragt, die nicht an der Studie teilnehmen (Kontrollgruppe).
Bis Ende des Jahres wird es eine erste Auswertung der Daten geben, später dann auch Bericht und Artikel.
Große Nachfrage
In kürzester Zeit hatten sich mehr als 90 Teilnehmerinnen und -teilnehmer für die Studie gemeldet. 70 nahmen an Workshops und Einzelterminen teil und füllten sorgfältig die Fragebögen aus. 85 Studierende haben als Kontrollgruppe die erste Fragerunde passiert.
Im Augenblick laufen die letzten Einzelberatungen und die Auswertung hat begonnen. Wir sind gespannt, ob eine Förderung der Schreibkompetenz mit dem Schreibcoaching-Programm gelungen ist und sich mit Hilfe der Interventionsstudie abbilden lässt.
