EEE4all

Euro-Education: employability for all


ASH Berlin Koordinatorin und Mitglied des Konsortiums:
 Prof. Dr. Elke Kraus

ASH Berlin Expertenteam: Prof. Dr. Theda Borde, Prof. Dr. Uwe Bettig, Kathrin Reichel

Masterstudierende der ASH Berlin können voraussichtlich ab April 2010 in zwei bis vier verschiedenen Ländern ein Modul zum Thema "Promoting Employability of Disdavantaged groups in Europe" ("Beschäftigungsförderung benachteiligter Personengruppen in Europa") belegen. Finanziert wird die Pilotphase mit zweijähriger Laufzeit als multilaterales internationales Projekt zur Curriculumsentwicklung im Rahmen des ERASMUS-Programms.

Die europaweite Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist politisches Ziel zahlreicher politischer Maßnahmen der Europäischen Union. Trotz der Richtlinien, die aus dem Bologna Prozess entstanden sind, gibt es in vieler Hinsicht eine Diskrepanz zwischen den Richtlinien und der Praxis, so auch in Bezug auf die Beschäftigungsbefähigung und dem Tuning Prozess (d.h. internationale Abstimmung der Kompetenzen und Credits, die durch Lehre vermittelt werden, um die Curricula an Hochschulen vergleichbar zu machen). Die Gesundheits- und Sozialberufe sind in ihren Tätigkeitsfeldern insbesondere mit Bevölkerungsgruppen konfrontiert, die von Diskriminierung betroffen sind. In diesem Rahmen strebt das von Ergotherapeutinnen entwickelte EEE4all Projekt an, die Schwerpunkte Bildung sowie Beschäftigungsfähigkeit zu berücksichtigen. Das Konsortium besteht aus 5 Partnerinstitutionen: Hoogeschool Zuyd (NL), Linköping (SE), Sheffield Hallam (GB), ASH Berlin (DE) und dem European Network for Occupational Therapists in Higher Education, ENOTHE (NL), und wird als Life Long Learning Projekt wird über zwei Jahre finanziell von der Europäischen Union unterstützt (142083-LLP-1-2008-1-NL-ERASMUS-ECDEM).

Ziel der internationalen Modulentwicklung ist die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von benachteiligten Menschen. Dabei wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, bei dem. Lehrende, Studierende und Praktiker/-innen aus Therapieberufen, Pflege, Sozialer Arbeit, Erziehung und Bildung im Kindesalter und Public Health zusammenarbeiten. So werden Studierende verschiedener Berufsgruppen befähigt, die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Zielgruppen, Patienten/-innen und Klienten/-innen zu fördern. Das Modul zeichnet sich durch innovative Didaktik und Lehre, zum großen Teil über e-Learning aber auch durch internationalen Austausch während der Präsenzphasen des Studiums aus.

Das Modul wird in enger Kooperation von vier europäischen Hochschulen entwickelt: Die Hogeschool Zuyd Heerlen in den Niederlanden, die Alice Salomon Hochschule Berlin, die Sheffield Hallam University in Großbritannien und die Linköping University in Schweden. Jede der vier Hochschulen wird sich mit ihrem Modulangebot auf eine der folgenden vier Benachteiligungsfaktoren auf dem Arbeitsmarkt Beschäftigungsfähigkeit konzentrieren:

  • ASH Berlin: Ethnische Minderheiten/Migrationshintergrund
  • Heerlen: Behinderung
  • Sheffield: Alter
  • Linköping: Geschlecht

Schwerpunktthema der ASH Berlin:
"Competencies for social and health professions to enhance (re-)employability in people with migration background" [Kompetenzen für Soziale und Gesundheitsberufe zur Steigerung der (Wieder-)Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund]. Die internen Experten/-innen in dem Modulentwicklungsteam sind Prof. Dr. Theda Borde (Soziale Arbeit), Prof. Dr. Uwe Bettig (Pflegemanagement), Prof. Dr. Elke Kraus und Kathrin Reichel (Studiengang Physio-/Ergotherapie). In das erweiterte Expertenteam sind auch externe Arbeitgeber/-innen und potentielle Arbeitnehmer/-innen als Interessenvertreter/-innen, sowie weitere Experten/-innen für Beschäftigungsförderung und interkulturelle Kompetenzen bei der Modulentwicklung einbezogen.