"Erfolg" in der Hilfe für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten

Projektlaufzeit:

Qualitative Vorstudie: 01.10.2008 bis 15.05.2009
Die quantitative Folgestudie soll am 30.09.2011 abgeschlossen sein.

Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Gerull (ASH Berlin)

Projektmitarbeiter_innen:
Manfred Merckens (Honorarbasis)
Manuel Eigmann, Anett Götsch, Vanessa Hammer, Ute Koop, Sabrina Naber (studentische Tutor_innen)

Zusammenfassung:
Hilfen nach § 67 ff. SGB XII dienen der Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten. Ihr Abschluss kann erfolgreich, erfolglos oder teilerfolgreich sein. In der Praxis wird dabei ein „Drehtüreffekt“ beobachtet, die Hilfen wirken also offenbar nicht immer nachhaltig genug. Trotz umfangreicher Studien zum Thema ‚Hilfen für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten’ (zuletzt 2005 im Rahmen des Forschungsverbunds Wohnungslosigkeit und Hilfen in Wohnungsnotfällen) konnten bisher keine Erfolgs- bzw. Misserfolgskriterien generiert werden. Forschungsleitend ist daher folgende Frage:

Welche Erfolgs- oder Misserfolgsparameter und welche Konstellationen fördern, hemmen oder verhindern den positiven Verlauf der Hilfen gem. § 67 ff SGB XII für wohnungslose bzw. von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen und welche Konsequenzen hat dies für eine Optimierung des Hilfesystems?

Ziel der multimethodisch angelegten Untersuchung ist es, über die Beantwortung dieser Frage Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Hilfeprozesse in der Praxis künftig wirkungsvoller, d. h. auch passgenauer, geplant und gestaltet werden können.

In einem explorativen Verfahren wurden in der Vorstudie zunächst durch leitfadengestützte Interviews mit Expert_innen Hypothesen generiert, die nun im Rahmen einer repräsentativen Studie überprüft werden. Dabei wurden bis zum 31.03.2011 insgesamt 514 abgeschlossene Hilfefälle bei vier Berliner Kostenträgern (unter Berücksichtigung von Kriterien wie Ost/West, Innenstadt/Peripherie) mithilfe eines Erhebungsbogens ausgewertet. Vor allem die Betreuungsverläufe (Ausgangssituationen und Grad der Zielerreichung) werden nun in der statistischen Analyse untersucht.

Mittelgeber_innen: 
Institut für angewandte Forschung (IFAF Berlin)

Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (SenIAS)

Kontakt:

Prof. Dr. Susanne Gerull

Professorin für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit

Raum 422

Offene Sprechstunde im WiSe 2017/18:
Di. 15:00 h – 16:00 h und nach Vereinbarung
1. Sprechstunde am 17.10., letzte am 13.02.18.
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T +49 30 99 245 422

www.susannegerull.de

Susanne Gerull