INSOMNIA II

Interrelation of Sleep Disorders and Multimorbidity: Nursing Interventions for more Autonomy  Schlafstörung und Multimorbidität  - Interventionen zur Förderung von Schlafqualität und Autonomie im Pflegeheim

Laufzeit: 01.03.2011 bis 28.02.2014

Projektleitung: Prof. Dr. phil. Uwe Flick (ASH Berlin)

Projektmitarbeiter/-innen: Joachim Kuck, Michaela Pantke, Katharina Maria Röse (Doktorandin des Graduiertenkollegs der Charité), Fenja Meyer (studentische Mitarbeiterin).

Kooperationspartner:
Das Projekt ist Mitglied im Berliner Forschungsverbund AMA (Autonomy Despite Multimorbidity In Older Age). Im AMA-Verbund sind darüber hinaus die folgenden Institutionen vertreten: Charité Universitätsmedizin BerlinDeutsches Zentrum für Altersfragen (DZA), Robert-Koch-Institut (RKI) und Freie Universität Berlin.


Zusammenfassung
:


Projektziele
INSOMNIA II ist das Anschlussprojekt (zweite Förderphase) von INSOMNIA I. Das Projekt INSOMNIA II verfolgt in einer Interventionsstudie folgende Forschungsziele:
(I) Lässt sich mit einer gezielten körperlichen und sozialen Aktivierung der Schlaf-Wach-Rhythmus von Personen in der Langzeitpflege verbessern und die negativen Auswirkungen von Schlafstörungen auf deren Autonomie und Lebensqualität verringern?
(II) Wie können Pflegemitarbeiter/-innen befähigt werden, gerade die Bewohner/-innen zu identifizieren und zu fördern, die von den Aktivierungsmaßnahmen profitieren könnten.

Arbeitsschritte
In einer cluster-randomisierten, zwei-armigen kontrollierten Interventionsstudie in 14 Berliner Pflegeheimen wird die Wirkung von zwei Interventionen auf Schlaf und Schlafstörungen in Bezug auf Multimorbidität untersucht. Es werden wiederholte Phasen der Mobilisierung und sozialen Aktivierung zur Verbesserung der Schlafqualität der Bewohner/-innen angeboten. Rund 100 Personen, die von Mehrfacherkrankungen mit Schlafstörungen betroffen sind, werden aktiviert. Die Veränderung ihres Zustands und allgemeinen Wohlbefindens nach den mehrwöchigen Maßnahmen wird mit dem Status einer gleich großen nicht-aktivierten Bewohnergruppe verglichen. Fortbildungen der Mitarbeiter/-innen sollen Problembewusstsein und Fähigkeiten zur Identifizierung von und den Umgang mit Schlafstörungen der Bewohner/-innen verbessern. Die Effekte der Interventionen werden auf beiden Ebenen gemessen: Bei den Studienteilnehmenden durch physiologische, psychologische und psychosoziale Indikatoren, bei den Pflegekräften mittels Indikatoren zu Wissen und Fähigkeiten.

Erwartete Ergebnisse
1. Prüfung der Wirksamkeit der Intervention aufgrund von sozialer Aktivierung und körperlicher Mobilisierung der Bewohner/-innen, um die persönliche Ressource Schlafqualität nachhaltig zu fördern.
2. Entwicklung eines Problembewusstseins der Mitarbeiter/-innen für den Umgang mit Schlafstörungen, sowie die Verbesserung klinischen Wissens.


Mittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunkts Gesundheit im Alter, Forschungsverbund AMA.


Jüngste Publikationen

2014

Manual: Schlaf und Schlafstörungen - Herstellen guter Schlafbedingungen und Umgang mit betroffenen Bewohnern in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen

2013

Garms-Homolová, V.; Flick, U. (Hrsg.) (2013): Schlafstörungen im Alter. Risikofaktoren und Anforderungen an Behandlung und Pflege. Göttingen: Hogrefe.

Kuck, J.; Pantke, M.; Flick, U.; Garms-Homolová, V. (2013). Ein- und Durchschlafstörungen bei Heimbewohnern, eingeschätzt durch Pflegende, und die Verordnungspraxis von Psychopharmaka. Somnologie, 17, S. 284-294.

Pantke, M., Kuck, J., Flick, U., Meyer, F. (2013): Rekrutierung bei nichtmedikamentösen Interventionsstudien im Pflegeheim. Erfahrungen beim Feldzugang und bei der Umsetzung der Konzeption. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie (under review).

2012

Flick, U. (2012). Vulnerability and the politics of advocacy: Challenges for qualitative inquiry using multiple methods. In: Denzin, N. & Giardina M. (eds.) Qualitative Inquiry and the Politics of Advocacy. Walnut Creek: Left Coast Press, pp. 163-182

Flick, U.; Garms-Homolová, V.; Herrmann, W.J.; Kuck, J. & Röhnsch, G. (2012): „I Can’t Prescribe Something Just Because Someone Asks for it...”– Using Mixed Methods in the Framework of Triangulation.” Journal of Mixed Methods.

Flick U.; Garms-Homolová V.; Röhnsch G. (2012): "And mostly they have a need for sleeping pills": physicians' views on treatment of sleep disorders with drugs in nursing homes. Journal of aging studies, 26(4), 484-94.

Garms-Homolová, V. & Flick, U. (Hrsg.). (im Druck) Schlafqualität und Management von Schlafstörungen im Alter. Göttingen: Hogrefe.

Garms-Homolová, V.; Flick, U.; Kuck, J.; Migala, S.; Röhnsch, G.; Theiss, K. (2012): Verfügbarkeit von Ressourcen zur Bewältigung von Schlafstörungen hochbetagter Pflegeheimbewohner/innen. In: Kuhlmey, A.; Tesch-Römer, C. (Hrsg.). Autonomie trotz Multimorbidität im Alter – Geht das? Eine Analyse von Ressourcen zum Erhalt der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung. Göttingen: Hogrefe.

Herrmann, W.J. & Flick, U. (2012). Nursing home residents' psychological barriers to sleeping well: a qualitative study. Family practice. doi: 10.1093/fampra/cmr125.

Herrmann, W.J.; Flick, U. (2012): Externale Barrieren für guten Schlaf aus der Sicht von Pflegeheimbewohnern. Pflegezeitschrift, 65, 744-748.

 

Kontakt:
Michaela Pantke
E-Mail: pantke@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu   

Joachim Kuck
E-Mail: kuck@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu 


Schlagworte:

Schlafstörungen, Langzeitpflegeeinrichtung, Intervention, Mulitmorbidität, Autonomie