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Krebs und Armut - Einfluss von sozioökonomischen Faktoren auf den Versorgungsprozess bei Krebspatienten


Projektlaufzeit:
01.07.2015 bis 30.06.2017

Projektleitung: Prof. Dr. Silke Dennhardt (ASH Berlin), Prof. Dr. Jochen Breinlinger-O´Reilly  (HWR Berlin)

Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Jutta Räbiger (ASH Berlin)

Projektmitarbeiter/-innen: Dipl.-Med. Susanne Woskanjan (ASH Berlin), Dr. Sabine Kies (HWR Berlin), M.A. Maren Knade (ASH Berlin) 

Kooperationspartner/-innen:
AOK Nordost - Die Gesundheitskasse, Selbsthilfegruppe Eierstock- und Gebärmutterkrebs, OnkoRat Berlin e.V.

Zusammenfassung:
Der Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Merkmalen und Gesundheit wird seit langem diskutiert. Einerseits bedingt ein niedriger sozioökonomischer Status eine erschwerte Inanspruchnahme medizinischer und sozialer Leistungen, andererseits zieht langfristige Krankheit nicht selten sozioökonomische Einbußen nach sich. Gesicherte empirische Daten hierzu liegen jedoch bislang nicht vor. Das Projekt geht der Frage nach, ob Menschen mit unterschiedlichem Alter, Geschlecht und sozioökonomischem Hintergrund als onkologische Patienten unterschiedliche Versorgungswege gehen, die letztlich ihre Überlebenschancen beeinflussen. In einem zweiten Schwerpunkt soll analysiert werden, in welcher Weise die Krankheit Krebs die sozioökonomische Situation der Betroffenen beeinflusst. Diese Zusammenhänge sollen erstmalig anhand einer Auswertung von Sekundärdaten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Routinedaten) untersucht werden. Das Projekt kann somit als direkte Fortsetzung zweier vorangegangener Projekte angesehen werden, die ebenfalls mit Unterstützung der AOK Nordost und Selbsthilfegruppen zum Thema Krebs und Versorgung realisiert wurden. Ziel ist es, allen Kooperationspartnern Daten-und Argumentationsgrundlagen für Handlungsstrategien zu liefern, um den sozial bedingten Ungleichheiten im Versorgungsprozess und -outcome entgegenzuwirken. Ziel ist aber auch, zu prüfen, ob mit den vorliegenden Sekundärdaten der AOK Nordost zuverlässige Indikatoren zum sozioökonomischen Status generiert werden können, und wie hoch der Aufwand wäre, die Datenbasis so zu formen, dass sie für ein routinemäßiges Monitoring nutzbar ist.

Mittelgeber/-in: Institut für angewandte Forschung (IFAF Berlin)

Kontakt:

Prof. Dr. Silke Dennhardt

Professorin für Ergotherapie

Raum 427

T +49 30 99245452