Bibliothek aliceOpen-Publikationsserver feiert fünfzigste Veröffentlichung

Durch die Bereitstellung einer modernen Publikationsinfrastruktur unterstützt die ASH Berlin die weltweite Forderung nach einer Öffnung des Wissenschaftssystems

Mitten in Corona-Krise und Sommerloch gibt es für den Publikationsserver der ASH Berlin aliceOpen Grund zu feiern. In dieser Woche wird die fünfzigste Veröffentlichung der wissenschaftlichen Fachwelt und der interessierten Öffentlichkeit kostenfrei und in vollem Umfang zur Verfügung gestellt.

Die mehrere Dokumente umfassende Materialsammlung, die bisher aus dem Forschungsprojekt Eltern fragen Eltern: Wege in die Kita (ElfE) hervorgegangen ist, wurde am 14. September 2020 über aliceOpen veröffentlicht (zur Sammlung). In dem vom BMBF geförderten Projekt wurde gemeinsam mit Eltern von Kindern im Kita-Alter partizipativ im Sinne einer geteilten Entscheidungsmacht geforscht. Gemeinsam mit ihnen ging das Projektteam der Frage nach, wie die Entwicklung von allen Kindern während der Kita-Zeit unterstützt werden kann. Neben wissenschaftlichen Publikationen enthält die Sammlung auch Produkte, die zeigen, in welcher Weise partizipativ erarbeitete Forschungsergebnisse für die Praxis aufbereitet werden können.

aliceOpen, wie der Publikationsserver der ASH Berlin seit neuestem heißt, präsentiert verschiedenste Publikationen von Hochschulangehörigen wie Aufsätze, Forschungs- und Projektberichte, ausgezeichnete Abschlussarbeiten von Studierenden sowie weitere ausgewählte Dokumente mit Bezug zur Hochschule.

„Diese Offenheit gegenüber einer Vielzahl von Forschungsprodukten ist eine der großen Stärken von aliceOpen“, ist sich Joachim Dinter sicher, der an der Bibliothek für den Publikationsserver verantwortlich ist. „Wir bieten Forschenden und Studierenden der ASH Berlin hier eine Publikationsoberfläche an, die in der Lage ist, etablierte Formen akademischer Wissensvermittlung (z.B. Artikel in wissenschaftlichen Journals) mit innovativen und anwendungsnahen Formaten (z.B. Reflexionskarten für Erzieher_innen) zu verknüpfen.“

„Für uns ist das eine große Aufwertung der vielen Materialien, die ein partizipativer Forschungsprozess mit sich bringt. Das, was häufig abwertend graue Literatur heißt, zeigt sich in der Zusammenstellung bunt, vielfältig und anregend für die Fachöffentlichkeit und die Communities, mit denen wir gearbeitet haben.“
Prof. Dr. Gesine Bär, Projektleitung ElfE

Alle Veröffentlichungen erscheinen selbstverständlich Open Access und erhalten eine DOI, um die weltweite Auffindbarkeit in wissenschaftlichen Suchmaschinen zu optimieren. Open Access ermöglicht die Teilhabe aller Menschen an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, ohne finanzielle, technische und rechtliche Zugangsbeschränkungen. Durch die Bereitstellung einer modernen Publikationsinfrastruktur unterstützt die ASH Berlin die weltweite Forderung nach einer Öffnung des Wissenschaftssystems. Dass freie Forschung ein hohes Gut ist, zeigt sich in Zeiten einer globalen Pandemie mit ungeahnter Dringlichkeit.

Fragen zur Nutzung von aliceOpen und zur Veröffentlichung von Forschungsergebnissen beantwortet Ihnen gerne der Open Access-Referent der ASH-Bibliothek Joachim Dinter.

Joachim Dinter
dinter@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu
Tel.: 030 99245 275