Hochschulleben Ausstellung "Schule zieht Grenzen - wir ziehen nicht mit!" online

Die Ausstellung informiert über rassistische Zugangsbarrieren zu Schule, ordnet sie historisch ein und nimmt beispielhaft einige Biographien, Schulen und Proteste in den Blick.

Vergrößern: Besucherin in der Ausstellung "Schule zieht Grenzen - wir ziehen nicht mit!"
Besucherin in der Ausstellung "Schule zieht Grenzen - wir ziehen nicht mit!" © M. Gasch / IFAF Berlin

Seit 8.7.2019 ist die Ausstellung „Schule zieht Grenzen – wir ziehen nicht mit!“ online zu sehen. Die Ausstellung zeigt am Beispiel Berlins, wie aufgrund rassistischer Ordnungen Kinder, Jugendliche und so manche Lehrkraft an gleichberechtigter schulischer Teilhabe gehindert werden. Aber auch welche geschichtlichen und rechtlichen Zusammenhänge bestehen und wie die beteiligten Schüler*innen, ihre Eltern, betroffene Lehrer*innen und Communities damit umgehen.

Direkt zur Ausstellung "Schule zieht Grenzen - wir ziehen nicht mit!"

In der Ausstellung werden Schlaglichter auf unterschiedliche Epochen, einzelne Biographien, Protestformen und politische Alternativen geworfen und Schulproträts vorgestellt. Ergänzt wird sie durch eine historische Einordnung und Interviews mit mit ehemalige Schüler*innen, Aktivist*innen, Lehrer*innen und anderen Pädagog*innen. Die Frage nach Handlungsstrategien im Umgang mit den jeweiligen Mechanismen von Ausschluss und Segregation im Kontext Schule stehen bei allen thematischen Clustern im Mittelpunkt.

Erstmalig gezeigt wurde die Ausstellung vom 31.01 bis zum 05.05.2019 im FHXB-Museum. Ein umfangreiches Begleitprogramm auf der "Bühne des Widerstands" mit Workshops, einer Performance- und Theateraufführung und einer Buchvorstellung ergänzte sie. Das Programm wurde gemeinsam mit den beteiligten Partner*innen und weiteren Migrant*innenselbstorganisationen entwickelt und von diesen durchgeführt.

Die Ausstellungstexte liegen in neun Sprachen vor und können online abgerufen werden.

Aktuell kann die Ausstellung beim RomaniPhen Archiv ausgeliehen werden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an info@ avoid-unrequested-mailsromnja-power.de

Die Ausstellung ist das Ergebnis des IFAF-Praxisforschungsprojektes "Passkontrolle! Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart". Es wurde in enger Zusammenarbeit der ASH Berlin, der HTW Berlin, dem Jüdischen Museum Berlin, dem Verband für interkulturelle Arbeit - VIA-Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V./dem RomaniPhen Archiv, dem FHXB-Museum, der IniRromnja, International Women Space und Jugendliche ohne Grenzen durchgeführt.

Für wissenschaftlichen Input und Fragen zum Projekt "Passkontrolle!" stehen zur Verfügung:

Prof. Dr. Iman Attia (ASH Berlin)
Prof. Dr. Susan Kamel (HTW Berlin)

Das Projekt "Passkontrolle!" wurde gefördert durch das Institut für angewandte Forschung (IFAF) Berlin.