Hochschulleben Debatte um ASH-Südfassade ist Teil der Ausstellung „Zum Gedanken der aktiven Minderheit“

Bildender Künstler Arne Schmitt stellt seine Arbeiten in der station urbaner kulturen aus

Vergrößern: Foto von der Südfassade der ASH Berlin mit dem Gedicht "avenidas" von Eugen Gomringer
© Alice Salomon Hochschule Berlin

Vom 30. April bis 14. August 2021 ist in der station urbaner kulturen eine Ausstellung des bildenden Künstlers Arne Schmitt zu sehen, der in seinen Werken u.a. die Debatte um die Neugestaltung der Südfassade der ASH Berlin verarbeitet hat. Der Titel der Ausstellung lautet „Zum Gedanken der aktiven Minderheit“.

Arne Schmitt erklärt: „Aktive Minderheiten agieren nicht selten vom Rand aus – doch der Weg ins Zentrum ist unerlässlich, wenn sich nachhaltige Veränderung einstellen soll. Dasselbe gilt auch für jenes in jüngster Zeit umkämpfte Terrain, das sich zwischen Sprache, Denken und Handeln eröffnet. Student_innen in Berlin-Hellersdorf äußerten Kritik an einem Gedicht, das von der Leitung ihrer Hochschule an der Fassade angebracht worden war. Sie forderten Beteiligung, gingen demokratisch durch alle Gremien der Hochschulselbstverwaltung – und erreichten so Veränderung. Eine Mehrheit aus Politik und Gesellschaft, vor allem durch ein Mehr an Macht gekennzeichnet, empörte sich darüber dermaßen, dass sie autoritäres Einschreiten forderte – nicht selten Bezug nehmend auf ihre eigenen 68er-Werte. Der Vorwurf: Die Student_innen sprächen lediglich für eine Minderheit. Was heißt es für diese Debatte, dass diese empörte Mehrheit die betreffende Fassade, diesen Teil der Stadt kaum je aus der Nähe gesehen hat? Und welchen Blick wirft die hochschulexterne Nachbarschaft auf die Fassade - als die wohl größte Gruppe von Betrachter_innen?"

Der Besuch der Ausstellung ist für Fachpublikum nach Terminvereinbarung (per E-Mail an: station-urbaner-kulturen@ avoid-unrequested-mailsngbk.de) möglich. Außerdem ist die Vorlage eines zertifizierten negativen Testergebnisses (nicht älter als 24 Stunden) erforderlich.

Adresse:
station urbaner kulturen
Auerbacher Ring 41
12619 Berlin (Eingang Kastanienboulevard, neben Lebenshilfe e.V.)

Geöffnet: Do + Sa von 15-19 Uhr
Eintritt: frei
Veranstalter: neue Gesellschaft für bildende Kunst