Forschung, Internationales IFAF-Projekt GLEPA präsentiert Forschungsergebnisse auf dem Weltkongress für Gerontologie und Geriatrie

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der ASH Berlin diskutiert in den USA die Herausforderungen bei der Pflege von LSBT*I-Personen und die Rolle des Pflegepersonals

Vergrößern: Posterpräsentation. Dr. Ralf Lottmann im Gespräch mit Konferenzteilnehmerin Prof. Dr. Gabriele Meyer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) © Ralf Lottmann
Posterpräsentation. Dr. Ralf Lottmann mit Konferenzteilnehmerin Prof. Dr. Gabriele Meyer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) © Ralf Lottmann

Zum Abschluss des vom IFAF Berlin geförderten Projekts „Gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Pflege im Alter“ stellte Dr. Ralf Lottmann die Ergebnisse der Forschung auf dem 21. IAGG World Congress of Gerontology & Geriatrics  zum Thema “Global Aging and Health: Bridging Science, Policy, and Practice" am 23. bis 27. Juli 2017 in San Francisco vor.

Herkömmliche Pflegeeinrichtungen bieten bisher kaum geeignete Pflege für LGBT*I-Personen. Mangelnde Erfahrung und Sensibilisierung im Umgang mit z.B. inter- und transgeschlechtlichen Senior_innen können zu Pflegefehlern und mangelnder Teilhabe führen. Pflegekräfte, die für die besondere Situation von LGBT*I sensibilisiert sind oder gar selbst z.B. lesbisch oder schwul sind, sind daher eine wichtige Ressource für die Förderung einer biografiesensiblen Pflege.

Basierend auf den GLEPA-Erkenntnissen empfiehlt das Forschungsteam gezielte und praxisnahe Trainingsmaßnahmen für das Pflegepersonals  in Hinsicht auf die Bedarfe von LSBT*I-Pflegebedürftigen und eine Verankerungen der Themen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in den Lehrplänen der Altenpflege. GLEPA veranschaulichte ferner die Relevanz Sozialer Arbeit und einer professionaliserten Biografiearbeit für eine diversity-sensiblen Pflege in Regeldiensten der Altenhilfe.

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