Forschung Integration migrierter Ärztinnen und Ärzte in deutsche Rehakliniken

Neues Projekt im Bereich Gesundheits- und Versorgungsforschung gestartet

Vergrößern: Zu sehen sind zwei Menschen von oben. Die eine Person legt der anderen Person eine blutdruckmanschette an
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 „Entwicklung und Evaluation von Maßnahmen der strukturierten Transition und Integration migrierter Ärzt_innen in deutsche Rehakliniken (STIR)“, so lautet der volle Titel des neuen Forschungsprojekts, das zum 1. Februar 2019 an der ASH Berlin gestartet ist. In diesem Projekt wird getestet, wie migrierte Ärzt_innen (ÄiM) und Teams besser bei der Transition, Einarbeitung und Integration in deutsche Rehabilitationskliniken unterstützt werden können. Das von Prof. Dr. Theda Borde und Dr. Patricia Hänel geleitete Projekt versteht sich als Fortsetzung der im Sommer 2018 beendeten Studie „Ärztinnen und Ärzte in Migration – Integration in deutsche Reha-Einrichtungen (ÄiM-R)“ und soll die Umsetzungsmöglichkeiten der dort gewonnenen Erkenntnisse in Form verschiedener Maßnahmen darstellen. Neu mit im Team ist die promovierte Ethnologin Dr. Eva Jansen.

Die Ergebnisse der ersten Studie zeigten, dass für ÄiM in den untersuchten Rehabilitationseinrichtungen vor allem die Einarbeitung in die fachlichen und organisatorischen Besonderheiten der Rehabilitation im Vergleich zur Akutmedizin und die soziale Anbindung im Privat- und Arbeitsleben besondere Herausforderungen darstellen.
In einem partizipativen Prozess mit den beteiligten Einrichtungen (das Reha-Zentrum Bad Pyrmont, das St. Franziska-Stift, die Klinik Berlin der DRV Bund und das Rehazentrum Bad Steben) sollen nun neu zu entwickelnde Maßnahmen ausgewählt, vor Ort getestet und dann gemeinsam mit den jeweiligen Zielgruppen optimiert. Ergebnisse werden nachhaltig nutzbare Instrumente für ÄiM und Teams sein wie z. B. Informationsmaterial für ÄiM über die Arbeit in der Rehabilitation in Form von Texten oder Filmen, Vernetzungsmöglichkeiten für migrierte Ärzt_innen, Teamtrainings, etc.

Das Folgeprojekt wird erneut von der Deutschen Rentenversicherung Bund gefördert und endet im September 2020.