Forschung Vermittlung partizipativen Arbeitens

Neues Forschungsprojekt im Bereich der kommunalen Gesundheitsförderung gestartet

Vergrößern: Einen Gruppe von Menschen sitzen im Kreis um ein leeres Plakat und reden
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Am 15. März 2019 war der Startschuss für das neue Forschungsprojekt Kompetenzschmiede „Lebenswelten und Gesundheit: partizipative Methoden“ (KLuG). Das Projekt wird unter der Leitung von Prof. Dr. Gesine Bär an der ASH Berlin mit  der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Azize Kasberg (M.Sc. Public Health) durchgeführt.

Partizipative Forschung und Praxis befinden sich in Deutschland noch im Entwicklungsstadium, obwohl sie als Schlüsselstrategie der kommunalen Gesundheitsförderung gelten. Dennoch haben Pionier_innen wertvolle Erfahrungen gemacht und ansprechende Materialien entwickelt. Diese erprobten Methoden werden in dem vom der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geförderten Forschungsprojekt bis Juni 2021  genutzt, um ein Curriculum für Akteur_innen der kommunalen Gesundheitsförderung zu entwickeln. Das Konzept wird im Dialog mit erfahrenen Praktiker_innen geplant.

Das Curriculum wird voraussichtlich ab Oktober 2019 anhand eines zweieinhalbtägigen Workshopformates mit eingebetteten und begleiteten kommunalen Projekten in drei Durchläufen erprobt und ausformuliert. Hierfür werden Schulungsmaterialen für insgesamt sechs partizipative Methoden für die kommunale Gesundheitsförderung entwickelt und ein dezentrales Trainer_innen-Netzwerk aufgebaut.

Das Workshopformat soll nach Ablauf des Projektes dezentral an Hochschulen, Weiterbildungszentren oder bei den Landesvereinigungen für Gesundheitsförderung verstetigt werden. Ziel ist es, mehr Menschen zu befähigen, partizipativ in kommunalen Lebenswelten zu arbeiten!