Forschung, Karriereplanung Ohne Arbeitsvertrag und doch unersetzlich für die Lehre

Tagung zur sozial kritischen Lage von Lehrbeauftragten unter Teilnahme von Politiker_innen und Gewerkschaften

Vergrößern: Frau die in Megaphone schreit
© Michael Heim

Berlin, 6. Mai 2019 Unter Teilnahme von Mitgliedern des Berliner Abgeordnetenhauses, Vertreter_innen der Gewerkschaften ver.di und GEW sowie politischen Initiativen diskutieren Lehrbeauftragte der ASH Berlin und anderer Hochschulen über ihre berufliche Lage und angemessene soziale Absicherung.

Die Veranstaltung mit dem Titel „Ohne Arbeitsvertrag und doch unersetzlich für die Lehre – Lehrbeauftragte im Spannungsfeld aktueller Hochschulentwicklungen“ findet am 17. Mai 2019 von 10:00 bis 17:00 Uhr im Audimax der Alice Salomon Hochschule Berlin statt.

Was ist gute Arbeit in der Wissenschaft für Lehrbeauftragte? – Dieser Frage gehen am Vormittag Dr. Ina Czyborra (SPD), Catherine Pieroth (Bündnis 90/Die Grünen), Tobias Schulze (Die Linke) sowie Henning Rockmann (Hochschulrektorenkonferenz), Stefanie Sonntag (GEW) sowie Vertreter der AG Lehrbeauftragte (LBEAU),Universität Erfurt und Angehörige der ASH Berlin nach.

Laut einer Studie des Instituts für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF) übernehmen Lehrbeauftragte an Hochschulen zwischen 30 und 50 Prozent der Lehre. Umfragen der Gewerkschaften deuten zudem darauf hin, dass die Lehrtätigkeit nicht nur Nebenbeschäftigung ist, sondern bei einigen Lehrenden über längere Phasen zur Hauptquelle der Finanzierung des Lebensunterhaltes wird.

„Wie können Lehrbeauftragte sozial angemessen abgesichert werden? Wie könnten Forderungen von Lehrbeauftragten mehr politische Wirkung erzielen? Und wie wird die berufliche Lage der Lehrbeauftragten auf der politischen und wissenschaftlichen Ebene bewertet? – Auf diese Fragen wollen wir gemeinsame Antworten finden. Zudem wollen wir dieses wichtige Thema sichtbar machen und den Austausch und die Vernetzung von Lehrbeauftragten und relevanten Akteur_innen stärken,“ so Nursemin Sönmez, Wissenschaftlerin im Forschungsprojekt BwQF, das die Tagung organisiert.

Lehrbeauftragte gestalten sowohl als Praxisvertreter_innen als auch als Lehrende in theorie- und wissenschaftsbezogenen Modulen einen großen Teil der Lehre an Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Diese Hochschulen verfügen allerdings nur in wenigen Fällen über Qualifikationsstellen für Wissenschaftliche Mitarbeiter_innen, die in der Lehre tätig sind.


Zum Programm der Tagung:
https://www.ash-berlin.eu/fileadmin/Daten/Forschung/5_Projekte/BwQF/flyer-Tagung-ohne-arbeitsvertrag.pdf
Weitere Informationen zur Tagung und zum Forschungsprojekt BwQF (Konzept zur nachhaltigen Förderung der Berufswege und der wissenschaftlichen Qualifizierung von Frauen* an der Hochschule):
https://www.ash-berlin.eu/forschung/forschungsprojekte-a-z/bwqf/
Weitere Infomationen:
Nursemin Sönmez
soenmez@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu
030 99245-450