Veranstaltungen, Öffentliche Vorlesung ONLINE: Heteronormativität und sexualisierte Gewalt gegen Jungen*

Teil 1 der Online-Veranstaltungsreihe: Queer-Feministische Sexualpädagogik Weiter Denken

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© ASH Berlin

ONLINE: Heteronormativität und sexualisierte Gewalt gegen Jungen*

Online-Veranstaltung

Projekt Sexualpädagogik und (queer-)feministische Ansätze in der Sozialen Arbeit‘ im BA Soziale Arbeit

Ziel der Veranstaltungsreihe: Innovative Beiträge an der Schnittfläche von queer-feministischer Bildungsarbeit und genderreflektierter Sexualpädagogik kennen lernen, vermitteln und im Fachdiskurs stärken.

Zielgruppe: Studierende der ASH Berlin und interessierte Multiplikator*innen.

Hintergrund: Das studentisch initiierte und gestaltete Projekt "Sexualpädagogik und (queer)-feministische Ansätze“ hat sich, geleitet von Prof. Dr. Jutta Hartmann und Dr. Yener Bayramoglu, zunächst zwei Semester intensiv mit queer-feministischer Theorie und Fragen einer genderreflektierten Sexualpädagogik auseinandergesetzt. Bei der Erörterung der Frage, was das Projekthafte der folgenden Semester sein könnte, entstand die Idee eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der ASH Berlin durchzuführen.

Konzept: Heteronormativitätskritik soll nicht nur als ein zentralen Aspekt queer-feministischer Zugänge begriffen werden. So orientiert sich die Veranstaltungsreihe an folgenden Einsichten:

  1. Einem gesellschaftskritischen Verständnis queerer Bildung folgend, gilt es die Wirkweisen von Heteronormativität in verschiedenen (Praxis)Feldern aufzuzeigen und in Frage zu stellen 
  2.  Empowernd gilt es gelingende Lebensentwürfe marginalisierter Gruppen bzw. alternative professionelle Handlungsmöglichkeiten sichtbar zu machen.
  3.  Naturalisierungen, Kategorisierungen und Normalisierungen hinterfragend sowie Identität und Subjektivität neu denkend kann die Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Lebensweisen als eine "good news for all" begriffen werden.

In der Auseinandersetzung mit den Themen der Veranstaltungsreihe soll die Position als pädagogisch Tätige*r reflektiert und die eigene Kritikfähigkeit an Angeboten einer queer-feministischen Sexualpädagogik (weiter-)entwickelt werden.  Die Reihe soll einen Rahmen für (selbst-)kritische Reflexionen queer-feministischer Praxis und deren produktive Verschiebung bieten und einen kollektiv-solidarischen Bildungsprozess für alle Beteiligten ermöglichen.

Programm:

Teil 1
2. JUNI 2020 
Mart Busche: Heteronormativität und sexualisierte Gewalt gegen Jungen* Es wird um die Herausforderung binärer Geschlechterkonstruktionen in der Präventionsarbeit gehen sowie um damit zusammenhängende Bilder von Täter*schaft.

Teil 2
23. JUNI 2020
Laura Méritt & Kay Garnellen: Vielfältige Körper – vielfältige Sprache Es wird um einen erweiterten Blick auf Körper in und für die Sexualpädagogik gehen, wie Normierungen durchbrochen werden können und wie Körperwahrnehmung unsere Sexualität verändert und umgekehrt.

Teil 3
7. JULI 2020 
Maisha-Maureen Auma: Schwarzes Queeres und Queer of Color Wissen, Netzwerke und Praxisformen in der Sexualpädagogik Es wird um dekoloniale Ansätze und QTBIPoC-Empowerment in der Sexualpädagogik gehen, um deren Aushandlungen, Entwürfe und Konfliktfelder im deutschsprachigen Raum.

Anmeldung
Verbindliche Anmeldung per E-Mail an: queer_fem_sexpaed@ avoid-unrequested-mailssystemli.org. Der entsprechende Zoom-Link wird dann nach erfolgreicher Anmeldung kurz vor der Veranstaltung verschickt. Kann trotz erfolgreicher Anmeldung nicht an der VA teilgenommen werden, wird um eine Abmeldung gebeten.