Tagung Tagung "Zwischen Emanzipation und Vereinnahmung. Disability Studies im deutschsprachigen Raum"

Disability Studies Konferenz 2018 - ACHTUNG: Neuer Termin!

Tagung "Zwischen Emanzipation und Vereinnahmung. Disability Studies im deutschsprachigen Raum"

Humboldt Universität zu Berlin und Alice Salomon Hochschule Berlin

Im Kontext der Behindertenbewegungen der 1970er Jahre begannen behinderte Wissenschaftler_innen, wissenschaftliche und politische Entwicklungen im Hinblick auf ihre Bedeutung für behinderte Menschen zu analysieren. Diese kritische Auseinandersetzung bildete in den 1980er Jahren zunächst in den USA und Großbritannien die Grundlage für die Disability Studies.

Trotz unterschiedlicher theoretischer Hintergründe sind sich alle Vertreter_innen der Disability Studies darin einig, dass es sich bei Behinderung nicht um ein naturgegebenes, überhistorisches Phänomen handelt, sondern um eine gesellschaftlich negativ bewertete körperliche Differenz, die im jeweiligen historischen und kulturellen Kontext betrachtet werden muss.

Im deutschen Sprachraum etablieren sich die Disability Studies seit den 2000er Jahren als neues, innovatives Forschungsfeld. Zahlreiche Veröffentlichungen, Tagungen und Promotionsprojekte sind im Kontext der Disability Studies bereits entstanden. Darüber hinaus wurden einige Institute und Professuren eingerichtet, durch die die Disability Studies in den deutschsprachigen Ländern heute an Universitäten und Hochschulen vertreten sind.

Gleichzeitig haben sich die Forschungsfragen diversifiziert und das Themenspektrum erweitert: Innerhalb bzw. parallel zu den Disability Studies sind u.a. Cultural Disability Studies, Deaf und Mad Studies, Disability History, Queer Disability Studies und Disability Studies in Education entstanden. Daneben sind Tendenzen der Vereinnahmung zu beobachten, z.B. in Diskursen um Inklusion und Teilhabe, in denen unter dem Label der Disability Studies oftmals lediglich konventionelle Behinderungsforschung betrieben wird.

Die Tagung „Zwischen Emanzipation und Vereinnahmung. Disability Studies im deutschsprachigen Raum“ möchte die gesamte Bandbreite der Disability Studies aufzeigen und die Gründung eines deutschsprachigen Netzwerks anregen.

 

Die Anmeldung als Teilnehmer_in oder Beitragende_r der Konferenz wird ab dem 1. Juni 2018 freigeschaltet. Anmeldeschluss ist der 15. August 2018.

Leider müssen wir eine Teilnahmegebühr erheben. Die genaue Höhe können wir derzeit noch nicht festlegen, da die Bescheide auf unsere Finanzierungsanträge noch ausstehen. Wir rechnen mit einer Höhe von etwa 70 €.

Die Teilnahmegebühr wird jedoch nach Einkommen gestaffelt sein (Vollzeitbeschäftigte, Teilzeitbeschäftigte, Studierende und Arbeitslose). Assistenzpersonen haben freien Eintritt.

Leider können wir keine Fahrt- und Übernachtungskosten erstatten.

Bei der Anmeldung werden wir außerdem den Bedarf an Barrierefreiheit abfragen.

Die Tagung wird für Rollstuhlnutzer_innen und Gehbehinderte zugänglich sein, es wird Gebärden- und Schriftdolmetschen geben. Das Plenarprogramm (Key-Notes) wird in jedem Fall übersetzt. Die Anzahl der Workshops, die gedolmetscht werden können, ist abhängig von unserer finanziellen Ausstattung und der Anzahl der Voranmeldungen. Übersetzungen in Leichte Sprache werden wir nach Bedarf organisieren.

Programm und Anmeldung