Staff Week Die berühmte Horizonterweiterung

Verwaltungsmitarbeiterin Susen Frank über eine Staff Training Week in Wrocław

Vergrößern: Eine Skulptur vor einem Fluss
Stadtbesichtigung in Wrocław

Im Mai dieses Jahres war es wieder einmal so weit und ich durfte einen durch das DAAD-Programm ERASMUS geförderten Aufenthalt in Wrocław verbringen. ERASMUS-Aufenthalte gibt es für Studierende, Lehrende und auch für Verwaltungsmitarbeiter_innen So kann man als Verwaltungsmitarbeiter_in an einer Partnerhochschule hospitieren (sogenanntes job shadowing), einen Sprachkurs belegen oder an einer Staff Training Week teilnehmen. Beim job shadowing ist man eher auf sich alleine gestellt und der fachliche Austausch steht im Vordergrund. Durch den Austausch mit den Kolleg_innen vor Ort lernt man aber auch viel über das reale Leben und organisiert sich das Rahmenprogramm in Eigenregie. Bei einer Staff Trainig Week (zu finden unter staffmobility.eu) organisiert die durchführende Hochschule eine komplette Woche. Der interkulturelle Austausch steht hier im Vordergrund. Sprachkurse sind selbst zu organisieren und finden in ortsansässigen Sprachschulen statt. Der Unterricht ist in der Regel vormittags, nachmittags sind individuelle Unternehmungen möglich. Oft bieten die Sprachschulen auch Ausflugsprogramme in die nähere Umgebung an.

Grundkurs in Polnisch, Networking Sessions, Sightseeing

Meine Auswahl fiel diesmal auf die International Staff Training Week in Wrocław. Und international war es wirklich. So kamen die Teilnehmenden aus Russland, Bosnien und Herzegowina, Türkei, Spanien, Serbien, Ukraine, Bhutan, Thailand, Vietnam, und aus Israel. Gesprochen wurde ausschließlich Englisch. Die ausrichtende Wrocław University of Science and Technology scheute keine Mühen und Anstrengungen, um diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Zu den üblichen Campus- und Stadtführungen kamen ein Grundkurs in Polnisch, Networking Sessions, Besichtigungen lokaler Sehenswürdigkeiten und ein Tagesworkshop zum Thema „Interkulturelle Schaffensprozesse“. Den Abschluss bildete ein Tagesausflug mit dem Bus in die Region Unterschlesien zu einem UNESCO-Weltkulturerbe und einem sagenumwobenen Schloss. In dieser Woche standen vor allem der kulturelle Austausch mit den Kolleg_innen „from all over the world“ und auch das Verständnis der kulturellen Unterschiede im Vordergrund. So ist es zum Beispiel bei der Zusammenarbeit mit einer spanischen Universität hilfreich zu wissen, dass dort in den Büros später mit der Arbeit angefangen, dafür aber nachmittags/abends länger gearbeitet wird als hier in Deutschland.

Egal wofür man sich im Rahmen des ERASMUS-Programmes entscheidet, die Möglichkeiten haben alle eins gemeinsam: Man tauscht Erfahrungen aus, kann Netzwerke knüpfen, erwirbt interkulturelle Kompetenzen und kann seine Sprachkenntnisse auffrischen, erweitern oder gar verbessern. Und letztlich nimmt man auch immer ganz viele Erfahrungen im Sinne der berühmten Horizonterweiterung mit.