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Modul :  Fachspezifische Theoriebildung in der Ergotherapie - Einzelansicht




Grunddaten

Kurztext ET4300-07 Studienphase Studienphase II
Drucktext Fachspezifische Theoriebildung in der Ergotherapie Umfang des Moduls 6
Langtext Fachspezifische Theoriebildung in der Ergotherapie Turnus des Angebotes jedes Studienjahr
Art des Moduls Modul Credits 10
Zulassungsrang 1 ModulCode ET4300

Untergeordnete Module

Module Unit 1: Geschichte und Entwicklung der Ergotherapie
Unit 2: Theorien und Modelle der Ergotherapie

Zuordnung zu Studiengängen

Studiengang B.Sc. Ergotherapie - 2007

Veranstaltungen des aktuellen Semesters

Veranstaltungen

Inhalt

Kurzbeschreibung Unit 1: Geschichte und Entwicklung der Ergotherapie
Unit 2: Theorien und Modelle in der Ergotherapie

Die Studierenden kennen die historische Entwicklung der Fachdisziplin Ergotherapie und ihre verschiedenen Kontextfaktoren und können die aktuellen Professionalisierungsbemühungen der nationalen und internationalen Ergotherapie kritisch einschätzen. Sie sind in der Lage, das Wissenschaftsverständnis ihres Faches geschichtsbasiert und gegenstandsangemessen zu konkretisieren und zu formulieren. Sie können die Entwicklung des Berufes mit der Entwicklung von Theorien und Modellen im Rahmen der Akademisierung und Professionalisierung verknüpfen und den verschiedenen Kontextfaktoren zuordnen. Das erworbene Wissenschaftsverständnis der Ergotherapie können die Studierenden im Rahmen der Professionalisierung kritisch konkretisieren, reflektieren und formulieren.
Lernziele und Kompetenzen LERNZIELE UND KOMPETENZEN Fachbezogene Kompetenzen Unit 1:Geschichte und Entwicklung der Physiotherapie (PT)/Ergotherapie (ET) - ausgewählte Aspekte der Theoriedebatte um Verberuflichung und Professionalisierung (Begriffe, Kennzeichen, Prozesse, Konzepte etc.) verstehen - die historische Entwicklung der Fachdisziplinen Ergotherapie/Physiotherapie und ihrer verschiedenen Kontextfaktoren reflektieren können - die aktuellen Professionalisierungsbemühungen der deutschen Ergotherapie/Physiotherapie (Zielsetzungen, konkrete Ansatzpunkte/Inhalte, ungenutzte Potentiale, Prozessverläufe, Steuerinstanzen usw.) kennen und kritisch einschätzen können - Wissenschaftsverständnis der Physiotherapie/Ergotherapie (geschichtsbasiert, gegenstandsangemessen) konkretisieren und formulieren können - Akademisierung und Professionalisierung der Physiotherapie/Ergotherapie kritisch reflektieren können Unit 2: Theorien und Modelle in der Physiotherapie (PT)/Ergotherapie (ET) - Theoriebegriffe voneinander abgrenzen können - Vorhandene Theorieansätze kennen - Sozial-medizinische Modelle von Gesundheit und Gesundung erklären können - Ergotherapeutische/physiotherapeutische Praxismodelle in ihrer Entwicklung und Anwendung einschließlich ihrer „Instrumente“/Assessments kennen, erläutern und kritisch einschätzen können - Systematisierungsansätze und Definitionen von Physiotherapie/Ergotherapie kennen und verstehen - Bezugswissenschaftliche Annahmen und Modellvorstellungen mit eigenberuflichen Konstrukten/Modellen kritisch vergleichen können Fachübergreifende Kompetenzen Unit 1: Geschichte und Entwicklung der Physiotherapie (PT)/Ergotherapie (ET) - Die Kompetenz „Lebenslanges Lernen“ festigen und weiterentwickeln können - Selbstkompetenz i. S. eigenverantwortlicher Mitgestaltung von Professionalisierungsverläufen entwickeln können - Institutionale Kompetenz: Veränderung des Arbeitsplatzes erarbeiten können - Volitionsphasen und Frustrationssphasen in Entwicklungsprozessen anhand von Kriterien erkennen und wahrnehmen können - Struktur und Problematik des ergotherapeutischen/physiotherapeutischen Professionalisierungsgeschehens aus der Gender-Perspektive verstehen und reflektieren können Unit 2: Theorien und Modelle in der Physiotherapie (PT)/Ergotherapie (ET) - Analytisches Denken und Schlussfolgern - Grundlagen-Verständnis theoretischer Betrachtungs- und Herangehensweisen in Wissenschaft - Genderspezifische und kulturelle Einflüsse auf Theoriebildung und Modellentwicklung in Physiotherapie und Ergotherapie erkennen INHALTE DES MODULS Unit 1: Geschichte und Entwicklung der Physiotherapie(PT)/Ergotherapie(ET) - Begriffsklärung und Kennzeichen von Verberuflichung und Professionalisierung: Berufs- und professionssoziologische Theorien als Orientierungshilfen und als Spiegel unterschiedlicher Sichtweisen auf berufliches Handeln und Professionalisierungsgeschehen (systemtheoretische, strukturtheoretische, interaktionistische, machttheoretische, kompetenztheoretische und performanztheoretische Ansätze) - Die Konzepte des „reflective practitioner“ und des „life-long-learning“ im Kontext therapeutischer Berufe und wissenschaftsorientierter Professionen - Geschichte, Kontext und Einflussfaktoren ergotherapeutischen/physiotherapeutischen (Berufs-)Handelns - - Historische Einflüsse auf die Entwicklung von Berufsfeldern (Praxisfeldern) in der PT/ET - - Politische, rechtliche und sozio-ökonomische Einflüsse auf die Entwicklung von Ergotherapie/Physiotherapie - - Einfluss (natur-, sozial-, geistes-) wissenschaftlicher Entwicklungen auf die Physiotherapie/Ergotherapie - - Genderspezifische Einflüsse auf die Entwicklung der Ergotherapie/Physiotherapie - - Einflüsse auf die Berufsentwicklung in anderen Kulturen - - Einflüsse der Professionalisierung auf die berufliche Identität - Rezeption von (empirischen) Forschungsarbeiten zur Berufshistorie und zum Entwicklungsprozess der deutschen Ergotherapie/Physiotherapie - Wissenschaft als Sozialsystem - - Entstehungsgeschichte und Ausdifferenzierung der Wissenschaft - - Systematisierungsversuche wissenschaftlicher Entwicklung - - Verwendungskontexte von Wissenschaft - - Wissenschaft und Öffentlichkeit - Ergotherapie/Physiotherapie als Wissenschaft - - (theoretische) Konzeptionen und Vorschläge sichten und diskutieren - - eigene Vorstellungen explizieren und diskutieren - - eine Standortbestimmung für Deutschland im internationalen Vergleich Interdisziplinäre gemeinsame seminaristische Vorlesung - Begriffsklärung Modell, Paradigma, Konzept, Theorie usw. - Definitionen von Physiotherapie/Ergotherapie im internationalen Kontext - Sozialmedizinische Modelle von Gesundheit (Krankheit) und Gesundung (Rehabilitation) - Bio-medizinische und Bio-psycho-soziale Ansätze - Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) - Internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation - Sozialwissenschaftliche Rollentheorie und Sozialisationstheorie - Biographietheoretische Ansätze der Gesundheitswissenschaften - Salutogenese-Ansatz nach Antonowski Berufsspezifische Parallelveranstaltungen Physiotherapie - Bezugswissenschaftliche Grundlagen einer Theoriebildung in der hysiotherapie - Das Konzept „Bewegung“ aus Sicht anderer Disziplinen (z.B. der Sportwissenschaft, Pädagogik) - Physiotherapeutische „Begriffsdefinitionen“ und Fachterminologie - Physioth. (Praxis)modelle, deren theoretische Bezugsrahmen u. praktische Anwendung z.B. Hislop, Cott, Finch, Hüter-Becker, - Entstehungskontext - Paradigmatische Zuordnung, Theorietradition - Implizite und explizite Annahmen - Inhalte und Reichweite der Aussagen - Logischer Aufbau und Konsistenz - Offene Fragen - Anwendbarkeit in praktischen Vollzügen - Möglichkeiten und Grenzen physiotherapeutischer Praxismodelle - Ausgewählte Aspekte der Bewegungswissenschaften Ergotherapie - Bezugswissenschaftliche Grundlagen einer Theoriebildung in der Ergotherapie - Philosophische, sozialwissenschaftliche, psychologische und pädagogische Arbeits-, Tätigkeits- und Handlungstheorien - Soziologische Theorien des Alltags - Ergotherapeutische „Begriffsdefinitionen“, insb. occupation, Betätigung, Beschäftigung, Handlung, Aktivität, activity, work, Arbeit, Spiel, environment, Umwelt, Umfeld, Umgebung und ihre trennscharfen Unterscheidungen - AOTA-Framework als Systematisierungsansatz für die (deutsche) Ergotherapie - Einordnung der ergotherapeutischen Praxismodelle (z.B. Model of Human Occupation/Occupational Performance Model of Australia/ Canadian Model of Occupational Performance/Mosey’s Concept of Adaptive Skills) in Theoriekontexte, insb. - Entstehungskontext - Paradigmatische Zuordnung, Theorietradition - Implizite und explizite Annahmen - Inhalte und Reichweite der Aussagen - Logischer Aufbau und Konsistenz - Offene Fragen - Anwendbarkeit in praktischen Vollzügen - ausgewählte Aspekte der Occupational Science - Möglichkeiten und Grenzen ergotherapeutischer Praxismodelle Interdisziplinäre gemeinsame seminaristische Vorlesung Gemeinsamer Teil PT/ET: Vergleich von Theorieansätzen der PT und ET
Lehr- und Lernformen Seminaristische Vorlesung (in getrennten Parallelveranstaltungen für PT bzw. ET)
Arbeitsaufwand Unit 1: 1 Seminar á 3 SWS
Unit 2: 1 Seminar á 3 SWS

Präsenzzeit: 81 Std. (6 SWS)
Selbstlernzeit: 219 Std.

Zuordnung zu Prüfungen

85  864  ET  H  2007  5410  Fachspezifische Theoriebildung in der Ergotherapie