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Werkstatt (U2 zu Arbeitsfelder, Zielgruppen und Organisationen Sozialer Arbeit) - Einzelansicht

S2330
Werkstatt (U2 zu Arbeitsfelder, Zielgruppen und Organisationen Sozialer Arbeit)

Sprache: deutsch   
Werkstatt
WiSe 2020/21
2 SWS
jedes Semester

Erwartete Teilnehmer_innen 200
Max. Teilnehmer_innen 220
Belegpflicht

Soz.Arb. - Veranst. m. Gruppen ab Sem.2 19.03.2021 12:00:00-30.03.2021 20:00:00
Soziale Arb. - Veranst. m. Gr. Frist2+Vorlesung S1 01.04.2021-25.04.2021
Gruppe: 1. Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Dozent_in Status Bemerkung fällt aus am/Änderungen Max. Teilnehmer_innen
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Mo. 14:00 bis 16:00 woch 05.10.2020 bis 09.11.2020  ausserhalb- Online Prof. Dr. J. Franz       40
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Mo. 14:00 bis 16:00 woch 23.11.2020 bis 21.12.2020  ausserhalb- Online Prof. Dr. J. Franz       40
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Mo. 14:00 bis 16:00 woch 04.01.2021 bis 01.02.2021  ausserhalb- Online Prof. Dr. J. Franz       40
Gruppe 1. Gruppe:
Gruppe: 2. Gruppe iCalendar Export für Outlook
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Do. 15:00 bis 17:00 woch 08.10.2020 bis 12.11.2020  ausserhalb- Online E. Misbach ,
Dr. A. Plöger
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Do. 15:00 bis 17:00 woch 26.11.2020 bis 17.12.2020  ausserhalb- Online E. Misbach ,
Dr. A. Plöger
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Do. 15:00 bis 17:00 woch 07.01.2021 bis 04.02.2021  ausserhalb- Online E. Misbach ,
Dr. A. Plöger
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Mi. 10:00 bis 12:00 woch 07.10.2020 bis 11.11.2020  ausserhalb- Online Prof. Dr. A. Nachtigall       40
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Mi. 10:00 bis 12:00 woch 25.11.2020 bis 23.12.2020  ausserhalb- Online Prof. Dr. A. Nachtigall       40
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Mi. 10:00 bis 12:00 woch 06.01.2021 bis 03.02.2021  ausserhalb- Online Prof. Dr. A. Nachtigall       40
Gruppe 3. Gruppe:
Gruppe: 4. Gruppe iCalendar Export für Outlook
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Fr. 10:00 bis 12:00 woch 09.10.2020 bis 13.11.2020  ausserhalb- Online Prof. Dr. E. Erdem       40
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Fr. 10:00 bis 12:00 woch 27.11.2020 bis 18.12.2020  ausserhalb- Online Prof. Dr. E. Erdem       40
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Fr. 10:00 bis 12:00 woch 08.01.2021 bis 05.02.2021  ausserhalb- Online Prof. Dr. E. Erdem       40
Gruppe 4. Gruppe:
Gruppe: 5. Gruppe iCalendar Export für Outlook
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Di. 15:00 bis 17:00 woch 06.10.2020 bis 10.11.2020  ausserhalb- Online Prof. Dr. S. Köbsell       40
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Di. 15:00 bis 17:00 woch 24.11.2020 bis 22.12.2020  ausserhalb- Online Prof. Dr. S. Köbsell       40
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Di. 15:00 bis 17:00 woch 05.01.2021 bis 02.02.2021  ausserhalb- Online Prof. Dr. S. Köbsell       40
Gruppe 5. Gruppe:
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Prüfungsversion
Bachelor of Arts B.A. Soziale Arbeit 2 - 2004
Bachelor of Arts B.A. Soziale Arbeit 2 - 2008
Zuordnung zu Einrichtungen
B.A. Soziale Arbeit
Inhalt
Kommentar

Gruppe 1:

„Familie und Staat”

Wie hängen Staat, Familie, Kindererziehung und Sozialpolitik zusammen? In dieser Werkstatt geht es um das Arbeitsfeld Kinder- und Jugendhilfe und die darin implizierten Spannungsfelder zwischen öffentlich und privat, zwischen Institutionen, Rollenerwartungen und Alltagspraxen. Im zweiten Teil des Werkstattseminars beschäftigen sich die Kleingruppen intensiv mit grundlegenden Fragen der Heimerziehung bzw. dem Aufwachsen von Kindern in Wohngruppen und Pflegefamilien, mit sozialstaatlichen Angeboten und Maßnahmen in Bezug auf Familie und Erziehung, bezahlter und unbezahlter Care-Arbeit und Arbeitsteilung sowie mit Fragen des Kinderschutzes. Dabei geht es um die Diversität von Lebensformen, um Familienpolitik und Fragen sozialer Ungleichheit. Literaturrecherchen, die Dokumentation eigener Praxiserfahrungen und –beobachtungen und Praxiserkundungen werden in den Arbeitsgruppen durchgeführt. Die Onlinelehre wird begleitend zur Gruppenarbeit durch wöchentliche Webmeetings gestaltet. Dabei erhalten die Arbeitsgruppen Gelegenheit zum Austausch. Auch externe Gäste aus verschiedenen Praxisbereichen können dazu eingeladen werden.

 

Gruppe 2:

Werkstatt, Teil 2 (übernommen von Frau Josties)

In dieser Werkstatt untersuchen die Studierenden an konkreten Beispielen, welche Rolle Kultur, Ästhetik und Medien in der Lebenswelt der Adressat*innen und in der Praxis der Sozialen Arbeit spielen.

 

Die Werkstatt bietet einen Überblick über Soziale Kulturarbeit als Tätigkeitsfeld von Sozialarbeiter*innen. Im Zentrum steht die Frage, wie Adressat*innen Sozialer Arbeit durch Musik, Theater, Tanz, Spiel, Schreiben, Bildende Kunst und Medienarbeit in ihrer Handlungsfähigkeit gestärkt werden können. Kultur, Ästhetik und Medien bieten Menschen jeden Alters Lern- und Erfahrungsfelder sowie die Chance, ihre Persönlichkeit allseitig zu entwickeln. Soziokulturelle Aktivitäten unterstützen Prozesse der Orientierung in einer zunehmend mediatisierten und globalisierten Welt, regen dazu an, sich im Selbstausdruck zu üben und neue Perspektiven zu entwickeln. Soziale Kulturarbeit ist ein dynamisches Handlungsfeld – Kultur wird gelebt, individuell adaptiert und bearbeitet. Soziale Kulturarbeit fördert die Realisierung von Bedürfnissen wie Kreativität, Selbstbestimmung und Kommunikation – und damit auch wirksame Kritik an erstarrten Vorstellungen, Stereotypen und Ideologien. Welche Bedeutung können hier ästhetisch-künstlerische Prozesse für die Adressat*innen Sozialer Arbeit haben?

Um Antworten darauf auf die Spur zu kommen, haben die Studierenden im ersten Semester bereits eine Einführung in Theorie und Praxis Sozialer Kulturarbeit erhalten und in Kleingruppen (online) Projekte in unterschiedlichen Handlungsfeldern aktivierender Kultur- und Medienarbeit recherchiert.

Im zweiten Semester nutzen die Arbeitsgruppen verschiedene Methoden – Interviews, teilnehmende Beobachtung, mental maps sowie die Auswertung schriftlicher, publizistischer und audiovisueller Selbst- und Fremdzeugnisse – um ein von ihnen gewähltes Projekt genauer kennenzulernen und dieses in der Seminargruppe vorzustellen. In der gemeinsamen Auswertung wird die Relevanz für Soziale Arbeit diskutiert.

Nach Möglichkeit und Interesse der teilnehmenden Studierenden möchten wir in diesem Semester u.a. am Beispiel der im Frühjahr 2020 angelaufenen Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ auch einen theoretischen und praktisch-intervenierenden Bezug herstellen zu sozialen Bewegungen rund um die bundesweit existierenden Städtenetzwerke „Solidarity City“ und deren Kämpfe für eine grundlegende Demokratisierung des städtischen Lebens und für eine solidarischere, sozial gerechtere und partizipativere Stadt für alle.

 

Es sind einzelne Sitzungen in Präsenz (teilweise in Form von Kiezspaziergängen) unter Wahrung bestehender Hygienekonzepte geplant.

 

 

Leistungsnachweise

 

Zweites Semester:

-        Präsentation der Beobachtungsstudien (Methoden: Interview, Teilnehmende Beobachtungen. Mental Maps u.a.) (Gruppenarbeit:50% der Gesamtnote)

 

Gruppe 3:

Werkstatt Jugend- und Schulsozialarbeit (Teil 2)

Diese LV findet online statt und hat asynchrone und synchrone Anteile, die ca. alle 2 Wochen stattfinden!

Die Werkstatt nimmt die Lebenswelten von Jugendlichen mit ihren spezifischen Themen, Herausforderungen, Potenzialen und Konflikten - aus geschlechtertheoretischer und intersektionaler Perspektive - in den Blick und diskutiert Konsequenzen und Handlungsoptionen für die Soziale Arbeit mit Jugendlichen in und außerhalb der Schule. Dabei werden wir uns einen Überblick verschaffen, welche Angebote es für Jugendliche in Berlin gibt und ausgewählte Einrichtungen der Jugend- und Schulsozialarbeit besuchen und an die ASH einladen (1. Semester).

Die Studierenden haben außerdem in der Werkstatt die Möglichkeit, sich intensiv mit der Zielgruppe „Jugendliche” zu beschäftigen und ihre Lebenswelten theoretisch und empirisch in Form eines selbst konzipierten kleinen (Forschungs-)Projekts zu erkunden (2. Semester).

Was wollen Jugendliche eigentlich, was brauchen sie, wofür interessieren sie sich, mit welchen Problemen haben sie zu kämpfen? Und welche Ressourcen und Risiken gehen mit Zugehörigkeiten und Zuschreibungen entlang der sozialen Kategorien Geschlecht, Sexualität, Alter, Behinderung, Herkunft u.a. einher? Zudem wollen wir in der Werkstatt klären, was genau eigentlich „Jugendarbeit” ist, welche Ansätze, Formen und Methoden es gibt, und was die jeweiligen Besonderheiten und Schwierigkeiten der verschiedenen Handlungsfelder, z.B. der Schulsozialarbeit im Gegensatz zur offenen Jugendarbeit, sind. Mögliche Inhalte – in Absprache mit den Teilnehmenden – sind:

- Soziale Differenzen und soziale Ungleichheiten - Jugend und „soziale Probleme” (z.B. Drogen, Kriminalität, Gewalt) - Freundschaft, Liebe und Sexualität

- Freizeit, Peers und Familie - Jugend und Medien, insb. Social Media

- Körper, Mode, Schönheitsnormen

- Jugend und Rechtsextremismus

- Jugendkulturen, Musik und Diskriminierung

- Schule und Mobbing

- Geschlechterreflektierende und queere Jugend- und Schulsozialarbeit

 

Gruppe 4:

Gruppe 5:

Behinderung, Flucht und Menschenrechte

Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) befinden sich derzeit 70,1 Millionen Menschen auf der Flucht, dennoch ist das Thema in unseren Medien derzeit nur wenig präsent. Und wenn doch, ist von einer Gruppe Geflüchteter so gut wie nie die Rede: geflüchtete Menschen mit Beeinträchtigungen. Dabei sind die Themen Beeinträchtigung und Flucht eng miteinander verwoben: So können viele der Hintergründe für Flucht und Migration – wie Krieg, Verfolgung, Folter – Verletzungen bzw. Traumata und dadurch bedingte Beeinträchtigungen zur Folge haben.

Die UN Behindertenrechtskonvention definiert in ihrer Präambel Behinderung als das Ergebnis des Zusammenspiels von individuellen Beeinträchtigungen und Barrieren jeglicher Art. Beeinträchtigte Menschen auf der Flucht sind mit vielfältigen Barrieren konfrontiert: So werden bei der Planung von Flüchtlingslagern und Hilfsmaßnahmen die Bedürfnisse von Flüchtlingen mit Beeinträchtigungen nicht mitgedacht. Dies setzt sich in den Ankunftsländern fort: Es wird nicht registriert, welche Bedarfe geflüchtete Menschen aufgrund ihrer Beeinträchtigungen haben, entsprechend sind Unterbringung, Versorgung und Gesundheitsleistungen oft nicht diesen entsprechend was oftmals zu Menschenrechtsverletzungen führt. Geflüchtete Menschen mit Beeinträchtigungen sind verletzbarerer als andere Gruppen, werden jedoch weder von den Versorgungsstrukturen für behinderte Menschen noch von denen für Geflüchtete bzw. für Menschen „mit Migrationshintergrund” wahrgenommen – sie sind so weitgehend unsichtbar und strukturell unterversorgt.

 

Die Werkstatt wird sich sowohl mit dem Thema Behinderung als auch mit Migration und Flucht beschäftigen und dabei vor allem in den Blick nehmen, was an der Schnittstelle von Behinderung und Flucht/Migration (nicht) geschieht. Auf dieser Grundlage wird der Frage nachgegangen, wie diese Gruppe sichtbarer gemacht und angemessen unterstützt werden kann. Hierzu sollen bereits bestehende Initiativen kennengelernt, aber auch eigene Ideen entwickelt werden.

 

Das Seminar wird online stattfinden, die Termine für Zoom-Sitzungen werden mit den Studierenden abgesprochen.

 


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