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Modul :  Konfliktmediation und Gewaltprävention - Einzelansicht




Grunddaten

Kurztext E3250-2008 Studienphase Bachelor
Drucktext Konfliktmediation und Gewaltprävention Umfang des Moduls 3
Langtext Konfliktmediation und Gewaltprävention Turnus des Angebotes jedes Semester
Art des Moduls Modul Credits 5
Zulassungsrang 1 ModulCode E3250

Zuordnung zu Studiengängen

Studiengang B.A. Erziehung und Bildung in der Kindheit - 2008

Veranstaltungen des aktuellen Semesters

Veranstaltungen
E3110 Bildungskonzepte in der Kindheitspädagogik (Unit 2 zu Grundlagen der Pädagogik) Seminar
E3310 Einführung in mathematische Bildung (Unit 1 zu Mathematische Bildung) Vorlesung

Inhalt

Kurzbeschreibung Die Studierenden sehen Konflikte als unerlässlich für die Entwicklung von Kindern und Er­wachsenen an. Sie sind in der Lage, Konflikte bei Kindern und Erwachsenen zu erkennen und ihre Konfliktregelungsfähigkeit als Ressource zu nutzen. Sie beherrschen die Grundzüge von Mediationsverfahren. Sie haben die Fähigkeit, Vermittlungsgespräche alters- und gruppenent­sprechend zu führen.
Lernziele und Kompetenzen Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Fachkompetenz - Die Studierenden verfügen über strukturierte Kenntnisse und Fähigkeiten zur Konfliktanalyse und Konfliktbearbeitung und können verschiedene Modelle der Konfliktdiagnose erläutern. - Sie sind in der Lage, die Bedeutung von Konflikten im Kindesalter für die Persönlichkeitsentwicklung und die Entwicklung sozialer Kompetenzen bei Kindern einzuschätzen. - Sie sind in der Lage, Mediationsverfahren sowie deren grundlegende Werte, methodische Aspekte, geschichtliche Hintergründe sowie verschiedene Ansätze der Mediation zu erläutern. - Sie können Bezüge dieser Mediationsmethoden zu Ansätzen in der Psychologie und der Kommunikationswissenschaft darstellen und erklären. - Sie können Mediation von anderen Verfahren der Konfliktbearbeitung abgrenzen und verfügen über ein Repertoire an Interventionstechniken. - Sie beherrschen die Grundsätze der Mediation und können Grundhaltungen, Aufgaben und Rollen der Mediator/innen sowie den Verlauf eines Mediationsverfahrens systematisch darstellen. Allgemeine und bildungsbereichsspezifische didaktische Kompetenz - Die Studierenden sind in der Lage, Konflikte in der pädagogischen Arbeit als unerlässlich für das soziale Lernen und die Entwicklung von Kindern zu sehen und diese als Chance zu nutzen, Kinder dazu anzuleiten, konstruktiv mit Konflikten umzugehen. - Sie können die Konfliktregelungsfähigkeit der Streitparteien (Kinder und Erwachsene) fördern und sie bei der Suche nach einer eigenständigen und eigenverantwortlichen Streitregelung unterstützen. - Sie sind in der Lage, das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Kinder (Konfliktparteien) zu stärken, sie zu unterstützen, sich selbst zu behaupten und gleichzeitig Verständnis und Anteilnahme für die andere Konfliktpartei zu entwickeln - Sie sind in der Lage, (Projekt-) Ideen zu entwickeln, die zu einer von gegenseitigem Respekt getragenen Konfliktkultur in der Einrichtung beitragen können. Analytische Kompetenz - Die Studierenden sind in der Lage, Konflikte zu erkennen, nach verschiedenen Kriterien zu unterscheiden und sich Konflikthintergründe zu erschließen. - Sie können Konflikte frühzeitig erkennen und Strategien entwickeln, sie nicht eskalieren zu lassen und konstruktiv zu bearbeiten. - Sie können Konfliktdynamiken dahingehend analysieren, ob Mediation, Beratung, gezielte Hilfe oder Intervention notwendig sind. Forschungskompetenz - Die Studierenden können eigene Fragestellungen in Bezug auf die Entwicklung einer konstruktiven Konfliktkultur entwickeln und bearbeiten. Reflexive und selbstreflexive Kompetenz - Die Studierenden haben die Fähigkeit, die verschiedenen Standpunkte der Konfliktparteien ernst zu nehmen und nicht zu bewerten oder zu beurteilen, wer „Recht“ hat. - Sie verfügen über die Fähigkeit, die Konfliktparteien dabei zu unterstützen, sich über Gefühle, Bedürfnisse und Interessen klar zu werden und diese mitzuteilen. - Sie sind in der Lage, das eigene Kommunikations- und Konfliktverhalten grundsätzlich einzuschätzen und zu verändern sowie ihr eigenes Konfliktverhalten im konkreten Konfliktgeschehen zu beurteilen. - Sie können Konfliktinhalte und Kommunikationsverläufe auch unter geschlechtsspezifischen, kulturellen, altersbedingten und systemischen Aspekten beurteilen. Interaktionelle Kompetenz - Die Studierenden verfügen über die Fähigkeit grundlegende Gesprächsinteraktionen im beruflichen Alltag zu gestalten und hierbei die Wirkung des eigenen Gesprächsverhaltens in der Interaktion mit Eltern und Kolleg/innen zu erkennen und zu reflektieren - Sie haben die Fähigkeit, Vermittlungsgespräche sachgerecht und fair zu führen und zu strukturieren. - Sie können die Gespräche alters- und gruppenentsprechend führen, und haben sich entsprechende Interaktionsroutinen angeeignet. Nicht nur in der Mediation wertschätzen sie die Sicht und Gefühle der Kinder und fördern deren Selbstentwicklung und Handlungsfähigkeit (Empowerment). - Sie sind in der Lage, die grundlegenden mediativen Gesprächstechniken praktisch anzuwenden. Sie beherrschen hierbei insbesondere Techniken zur altersadäquaten Intervention bei Konflikten zwischen Kindern. - Sie können mediative Elemente in andere Gesprächs- und Konfliktsituationen (z. B. zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Kolleg/innen) übertragen und anwenden. Inhalte In einer demokratischen Gesellschaft ist das Aushandeln von unterschiedlichen Interessen eines der Grundprinzipien. Diese Unterschiedlichkeit ist zugleich auch Ausgangspunkt für viele Konflikte. Der konstruktive Umgang mit Konflikten gehört zu den sozialen Basiskompetenzen, die Kinder erlernen müssen, um sich in dieser Gesellschaft zurechtzufinden. Hierbei haben verschiedene Institutionstypen wie Kindergarten, Schule, Hort und Heim eine zentrale Funktion im Erlernen des konstruktiven Umgangs mit Konflikten. Die Studierenden erlernen einen ganzheitlichen Ansatz, um innerhalb des jeweiligen Institutionstypus konstruktiv Konflikte zu bearbeiten. Mediative Handlungskompetenz im pädagogischen Bereich besteht in der Fähigkeit, in immer neuen, nicht vorhersehbaren Konfliktsituationen zielgerichtet und methodisch handeln zu können und Vermittlungsprozesse zwischen Kindern oder anderen Beteiligten anzuleiten. Es geht dabei darum, in Konflikten zwischen den Konfliktparteien Lösungen zu fördern, die die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen (Win-Win-Lösungen). Konflikte in der Kindergruppe werden so bearbeitet, dass Verständigung zwischen den Kindern, neue positive Erfahrungen und soziales Lernen für alle ermöglicht werden. Die Anwendung mediativer Verfahren ist daher auch immer ein Ansatz, die gewaltfreie, konstruktive und kreative Lösung von Konflikten in Kindergruppen zu üben. Konflikte werden dabei im sozialen Kontext als Problem der Gruppe, der Bezugspersonen und der Institution und nicht als ein isoliertes Problem des einzelnen Kindes gesehen. Die Themenblöcke: - Differenzierung von Konfliktarten und Konfliktbewältigungsstrategien - Modelle der Konfliktdiagnose - Die Bedeutung von Konflikten im Kindesalter - Grundsätze und Zielsetzungen der Mediation - Geschichte und Anwendungsbereiche der Mediation - Implementierung von Mediation in den beruflichen Handlungsfeldern - Das Mediationsverfahren im Phasenverlauf - Grundhaltungen, Rolle und Aufgaben der/des Mediatorin/Mediators - Gesprächs- und Interventionstechniken im Mediationsverfahren - Praktische Übungen zur Mediation bei Konflikten zwischen Kindern, zwischen Kindern und Erwachsenen, zwischen Erzieher/innen und Eltern und bei Teamkonflikten - Entwicklung von Projektideen zum konstruktiven Umgang mit Konflikten
Lehr- und Lernformen In diesem Modul liegt der Schwerpunkt auf dem erfahrungsbezogenem Lernen. Die Studierenden erleben Konfliktvermittlung in Rollenspielen und trainieren Gesprächsführung mit mediativen Elementen und in der Konfliktvermittlung.
Impulsreferate, Übungen zur Selbsterfahrung, Diskussionen, Gruppenarbeit, Partnerarbeit
Arbeitsaufwand 3 SWS / 2,25 Std.

Präsenzzeit: 40,5 Std.
Selbststudium: 109,5 Std.
Workload gesamt: 150 Std.
Voraussetzungen für die Teilnahme keine
Voraussetzungen für die Vergabe von Credit Points Erfolgreiche Teilnahme und bestandene Modulprüfung

Prüfungsformen
Referat mit schriftlicher Ausarbeitung, Lerntagebuch, Posterpräsentation, mündliche Prüfung

Zuordnung zu Prüfungen

84  872  H  2008  5325  Konfliktmediation und Gewaltprävention