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Modul :  Ästhetische Bildung II - Einzelansicht




Grunddaten

Kurztext E6400-2008 Studienphase Bachelor
Drucktext Ästhetische Bildung II Umfang des Moduls 6
Langtext Ästhetische Bildung II Turnus des Angebotes jedes Semester
Art des Moduls Modul Credits 5
Zulassungsrang 1 ModulCode E6400

Untergeordnete Module

Module Unit 1: Ästhetische Bildung IIa
Unit 2: Ästhetische Bildung IIb
Unit 3: Kreatives Gestalten mit Holz und Textilien

Zuordnung zu Studiengängen

Studiengang B.A. Erziehung und Bildung in der Kindheit - 2008

Veranstaltungen des aktuellen Semesters

Veranstaltungen

Inhalt

Kurzbeschreibung Unit 1: Ästhetische Bildung IIa
Unit 2: Ästhetische Bildung IIb
Unit 3: Kreatives Gestalten mit Holz und Textilien

Aufbauend auf Wissen und Kompetenzen aus dem Modul Ästhetische Bildung I erweitern und vertiefen die Studierenden ihr theoretisches und auf verschiedene kindheitspädagogische Handlungsfelder bezogenes Wissen. In Verbindung mit den Erfahrungen der zweiten Praxisphase erwerben sie differenzierte und systematisch vertiefte Kompetenzen im Bereich der elementaren ästhetischen Bildung und ihrer Verknüpfung mit anderen Bildungsbereichen.

Aus den folgenden Fächern kann gewählt werden:

Wahlpflichtfach 1: Musik
Die Studierenden erweitern und vertiefen ihr theoretisches Wissen und ihre methodisch-didaktischen Kompetenzen im Bildungsbereich Musik.

Wahlpflichtfach 2: Bildende Kunst
Die Studierenden erweitern und vertiefen ihr theoretisches Wissen und ihre methodisch-didaktischen Kompetenzen im Bildungsbereich Bildnerisches Gestalten.

Wahlpflichtfach 3: Tanz
Das Seminar fördert im Rahmen von Gruppenunterricht soziale Kompetenz und vermittelt die handwerkliche Basis im tänzerischen und choreografischen Bereich. Durch die Förderung von Eigen- und Fremdwahrnehmung werden die Voraussetzungen für den kreativen Umgang mit den Komponenten Kraft, Zeit, Raum und Form geschaffen, die ihrerseits die Basis für kreative und tanzpädagogische Vermittlungsarbeit bilden.

Darüber hinaus wird verpflichtend das folgende Seminar angeboten:

Unit 3: Kreatives Gestalten mit Holz und Textilien

Werkverfahren wie z.B. Weben, Färben, Quilting oder Bearbeitungsverfahren von Holz und Stein werden erlernt und vor ihrem historischen und kulturellen Hintergrund beleuchtet. Der didaktische Ansatz der Kulturorientierung wird thematisiert und in seiner Bedeutung für das soziale Lernen in einer 'interkulturellen Welt' reflektiert. Es werden Methoden der Ermöglichung kulturorientierter ästhetischer Erfahrung in Kita und Grundschule erörtert.
Lernziele und Kompetenzen Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Fachkompetenz - Die Studierenden verfügen in Bezug auf das gewählte Fach, über einen vertieften Einblick in Theorien und Konzepte der ästhetischen Bildung als Prozess der Ausprägung von sinnlicher Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit. - Die Studierenden diskutieren exemplarisch Theorien und Konzepte der Ästhetischen Bildung als Prozess der Ausprägung sinnlicher Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit. - Sie sind in der Lage, Prozesse der ästhetischen Produktion und der ästhetischen Reflexion zu verstehen und ihren Stellenwert in der professionellen Praxis zu erklären. - Die Studierenden analysieren soziokulturelle und mediale Entwicklungen exemplarisch und diskutieren Zusammenhänge. - Sie können Momente des Wechsels zwischen medialer und unmittelbarer Wirklichkeit in der Alltagsgestaltung beschreiben, einordnen und bewerten. - Sie kennen Adressaten und Handlungsfelder und ordnen kreative Praktiken durch Selbsterfahrung in das Arbeitsfeld ein. - Sie kennen ästhetisch-künstlerische Ausdruckstraditionen und Kulturen. - Sie beschreiben und können kindliche Ausdrucksmöglichkeiten in ihrer Entwicklungsabhängigkeit verstehen und einordnen. - Sie sind in der Lage, ausgewählte Ansätze der Wirkungs- und Rezeptionsforschung zu beschreiben, Erkenntnisse daraus zu diskutieren und Beispiele für Kinderkultur und kommerzielle Produkte zu analysieren und kritisch zu beurteilen. - Sie beherrschen kreatives improvisatorisches Tun und können Gefühle und Ideen in Farben, Formen, Musik, Bewegungen und/oder Performanz ausdrücken - Sie beherrschen eine Auswahl künstlerischer Basistechniken und Übungen wie auch Texte/Melodien/Bewegungsabläufe/ Spielformen usw. Allgemeine und bildungsbereichsspezifische didaktische Kompetenz - Die Studierenden kennen und diskutieren eine auf das gewählte Fach bezogene, vertiefte Auswahl ästhetischer Bildungskonzepte für Kinder. - Sie kennen oder finden situationsadäquate Übungen oder kleine Projekte ästhetischer Bildungsarbeit mit Kindern und können diese konzipieren und planen. - Sie können künstlerische Ausdrucksmittel bewusst einsetzen. - Sie können ein Konzept mit innerer Logik, methodischer Vielfalt und angemessenem Einsatz der Methoden entwickeln, darstellen, planen und gegebenenfalls umsetzen. - Sie sind in der Lage, kreative Prozesse in unterschiedlichen Gruppen zu fördern und sich als Ko-Konstrukteure in diesen Bildungsprozess einzubringen. Analytische Kompetenz - Die Studierenden kennen, beschreiben und interpretieren, fachspezifisch vertieft, die Kunstrezeption durch Kinder. - Sie wenden ästhetische und ethische Kriterien an, um ästhetische Bildungsangebote und künstlerische Produkte für Kinder kritisch zu bewerten. - Sie beschreiben Beobachtungen kindlicher Ausdrucksweisen und können dabei die Problematik, daraus Rückschlüsse auf Entwicklungsstand, Situation und Interessen des Kindes bzw. der Kindergruppe zu ziehen, situationsadäquat diskutieren. - Sie sind in der Lage, Differenzerfahrungen wahrzunehmen, zuzulassen und in ethischen Kategorien zu diskutieren. Reflexive und selbstreflexive Kompetenz - Die Studierenden praktizieren Risikobereitschaft, Frustrationstoleranz, Belastbarkeit und Offenheit für neue Erfahrungen in experimentellen und/oder auf Übung beruhenden Lernsituationen und entwickeln diese Kompetenzen weiter. - Sie überwinden Blockaden, Negativurteile und Frustrationen in der Selbsteinschätzung zur eigenen Gestaltungsfähigkeit. Interaktionelle Kompetenz - Die Studierenden sind in der Lage, ästhetische Erfahrungen und Erkenntnisse zu kommunizieren. - Auf der Basis einer entwickelten Wertschätzung von Kinderwerken können sie das Verhalten von Eltern und anderen Erwachsenen gegenüber dem Kind und seinen Kunstwerken verstehen und deren Wirkung auf das Kind diskutieren. Organisatorische Kompetenz - Die Studierenden wählen eigeninitiativ ein Thema aus und recherchieren dazu selbstständig. - Sie sind in der Lage, kleine Projekte ästhetischer Bildungsarbeit umzusetzen und zu reflektieren. Dabei können sie für kreative Prozesse motivieren, diese initiieren, anleiten und methodisch didaktisch reflektieren. Inhalte Das Modul besteht aus zwei Seminaren mit großen praktischen Übungsanteilen. Im Seminar kann aus drei Fächern Bildende Kunst / Musik / Tanz gewählt werden. Es muss ein anderes Fach gewählt werden als das im Modul Ästhetische Bildung I belegte. Das zweite Seminar bietet eine Einführung in Kreatives Gestalten mit Holz und Textilien. Die theoretischen und Handlungsfeld bezogenen Themen der Vorlesung, sowie die, aus den Seminaren im Modul Ästhetische Bildung I resultierenden, Erfahrungen und Kompetenzen werden in einer zusätzlichen Kunst vertieft, differenziert und abgeglichen. Elementare Techniken und ein kleines Repertoire der gewählten Kunstform werden erlernt. Auf diese Weise erweitern die Studierenden in einem ganzheitlich orientierten Lernprozess ihre bereits erworbenen Zugänge zu ästhetisch-kreativen Handlungsfeldern. Im praktischen Umgang mit einer neuen leib- und materialbezogenen Ausdrucksform schärfen sie ihre Wahrnehmung und setzen sich, indem sie selbst experimentieren und erfinden, mit emotionalen und kognitiven Prozessen auseinander, die durch eigentätiges Gestalten, in unterschiedlichen Kunstformen auf jeweils besondere Weise, animiert werden können. Einzeln und in Gruppen planen sie einfache Kleinprojekte ästhetischer Bildungsarbeit und setzen diese um. Diese Seminarform basiert auf handelndem Lernen und erfordert eine hohe Bereitschaft zur Öffnung der eigenen Person für die Gruppe und zum sich Einlassen auf Lernsituationen mit offenem Ausgang. Hierfür sind Empathie, Sensibilität und Respekt für den Anderen Grundhaltungen, deren Wert in den Übungen weiter bestärkt und als Basis für die Arbeit mit Kindern und Eltern am eigenen Leib erfahrbar werden. Selbsterfahrungen und Fremdwahrnehmungen werden sorgfältig reflektiert. Diese Erfahrungen werden mit methodischen und didaktischen Fragen zur ästhetischen Bildungsarbeit mit Kindern und mit Beobachtungen, sowie, wo dies möglich ist, mit selbst angeleiteten kleinen Übungen während der Praktika rückgekoppelt. Aus den folgenden Fächern kann gewählt werden: Bildnerisches Gestalten Die Studierenden erfahren die Kinderzeichnung als Kommunikationsangebot und manifeste Ausdrucksform des bildnerischen Denkens von Kindern. Sie üben Techniken und Ausdrucksformen des Malens, Zeichnens, Modellierens und Bastelns/Werkens. Dabei werden Grundkenntnisse des bildnerischen Gestaltens erworben. Sie erlernen einen wertschätzenden Umgang mit den Kunstwerken von hindern. Musik Die Studierenden erwerben grundlegende Kenntnisse zur musikalischen Entwicklung im Kindesalter und zur musikalischen Sozialisation. Sie lernen ihre Stimme zu gebrauchen und Klänge und Rhythmen auf einfachen Instrumenten zu gestalten und sich nach Musik zu bewegen. Sie erwerben die Fähigkeit, Kindergruppen musikalisch anzuleiten und musikalische Projekte zu initiieren. Tanz Das Seminar fördert im Rahmen von Gruppenunterricht soziale Kompetenz und vermittelt die handwerkliche Basis im tänzerischen und choreografischen Bereich. Durch die Förderung von Eigen- und Fremdwahrnehmung werden die Voraussetzungen für den kreativen Umgang mit den Komponenten Kraft, Zeit, Raum und Form geschaffen, die ihrerseits die Basis für kreative und tanzpädagogische Vermittlungsarbeit bilden. Darüber hinaus wird verpflichtend das folgende Seminar angeboten: Kreatives Gestalten mit Holz und Textilien Werkverfahren wie z.B. Weben, Färben, Quilting oder Bearbeitungsverfahren von Holz und Stein werden erlernt und vor ihrem historischen und kulturellen Hintergrund beleuchtet. Der didaktische Ansatz der Kulturorientierung wird thematisiert und in seiner Bedeutung für das soziale Lernen in einer ‚interkulturellen Welt’ reflektiert. Es werden Methoden der Ermöglichung kulturorientierter ästhetischer Erfahrung in Kita und Grundschule erörtert.
Lehr- und Lernformen Vorlesung, Seminare, Übungen, Projektarbeiten, Selbststudium, Vorträge, seminaristische Diskussionen, Exkursionen, Ausstellungs- und Vorführungsbesuche, Recherchen, Betrachtung und Beobachtung von ästhetischen Gestaltungen von Kindern, Selbsterfahrung, Rollenspiel, experimentelles Gestalten, Proben, Üben, Aufführen, Reflexion.
Arbeitsaufwand a) Seminar: Ästhetische Bildung IIa:
Wahlpflicht 1: Musik
Wahlpflicht 2: Bildende Kunst
Wahlpflicht 3: Tanz
2 SWS / 1,5 Std.

b) Seminar: Ästhetische Bildung IIb:
Wahlpflicht 1: Musik
Wahlpflicht 2: Bildende Kunst
Wahlpflicht 3: Tanz
2 SWS / 1,5 Std.

c) Seminar: Kreatives Gestalten mit Holz und Textilien
2 SWS / 1,5 Std.

Präsenzzeit: 81 Std.
Selbstlernzeit: 69 Std.
Workload gesamt: 150 Std.
Voraussetzungen für die Teilnahme keine
Voraussetzungen für die Vergabe von Credit Points Erfolgreiche Teilnahme und bestandene Modulprüfung

Prüfungsformen
Hausarbeit, Referat, Präsentation von Projektergebnissen in künstlerischer Form, Internetpräsentation, Lerntagebuch, Forschungsportfolio, Posterpräsentation. Die nicht benoteten Prüfungsvorleistungen und die Prüfungsmöglichkeiten werden von den Dozent/innen, entsprechend ihres konkreten Vorgehens und der jeweiligen fachlichen Erfordernisse, zusammengestellt und den Studierenden zu Beginn des Moduls bekannt gemacht.

Zuordnung zu Prüfungen

84  872  H  2008  5640  Ästhetische Bildung II