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Modul :  Praxismethoden - Einzelansicht




Grunddaten

Kurztext E2240-2008 Studienphase Bachelor
Drucktext Praxismethoden Umfang des Moduls 4
Langtext Praxismethoden Turnus des Angebotes jedes Semester
Art des Moduls Modul Credits 10
Zulassungsrang 1 ModulCode E2240

Untergeordnete Module

Module Unit 1: 15 Praxistage
Unit 2: Praxismethoden

Zuordnung zu Studiengängen

Studiengang B.A. Erziehung und Bildung in der Kindheit - 2008

Veranstaltungen des aktuellen Semesters

Veranstaltungen

Inhalt

Kurzbeschreibung Unit 1: 15 Praxistage
Unit 2: Praxismethoden

Die Studierenden erwerben Kompetenzen zur begründeten Auswahl und systematischen An­wendung von Praxismethoden in Krippen, Kindergärten und Grundschulen. Im Fokus stehen ressourcenorientierte Beobachtungsverfahren, die es ermöglichen, kindliche Entwicklung, Interessen und Fähigkeiten individuell zu erfassen und auf dieser Basis erweiternde Bildungs­angebote zu formulieren. Die Studierenden gewinnen Sicherheit in der Anwendung und Aus­wertung offener und merkmalsgestützter Beobachtungsverfahren und lernen ausgewählte dia­gnostische Instrumentarien kennen. Übergeordnete Ziele liegen in der Förderung eines beruf­lichen Habitus, der eine forschende Haltung im Umgang mit Kindern und Erwachse­nen als wesentlich erachtet sowie in der Bereitstellung einer unterstützenden fachlichen Sys­tematik für die pädagogische Planung, Alltagsgestaltung und Reflexion der Studierenden.
Lernziele und Kompetenzen Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Fachkompetenz - Die Studierenden können die einschlägigen Verfahren und Instrumente zur Beobachtung und Dokumentation von Entwicklungs- und Bildungsprozessen von Kindern verschiedener Altersstufen auswählen und ihren Einsatz fachlich begründen. - Sie wenden angemessene und situationsorientiert ausgewählte Praxismethoden an, werten die Ergebnisse aus und gewinnen durch dieses Vorgehen präzisere Einblicke in kindliche Entwicklungs- und Bildungsprozesse. - Sie verstehen und begründen die Unterschiede zwischen diagnostischen Verfahren für einzelne Kinder verschiedener Altersstufen sowie die Möglichkeiten zur offenen, ressourcen-orientierten Beobachtung von Kindern in pädagogischen Alltagssituationen. - Sie verbinden ihre Praxisbeobachtungen in Institutionen, Familien oder anderen pädagogischen Settings mit ihren fachlichen Kenntnissen über die Entwicklung und Bildung von Kindern. - Sie kennen Praxismethoden aus anderen kulturellen Kontexten und können deren Verankerung in den jeweiligen Länder-Curricula darstellen. Didaktische Kompetenz - Die Studierenden gestalten Alltagssituationen und Aktivitäten von Kindern wie Spiel, Projekte oder gezielte Bildungsangebote auf der Basis ihrer gewonnnen Beobachtungsergebnisse. - Sie sind in der Lage, gezielte Angebote für einzelne Kinder und Kindergruppen aus ihren Untersuchungen heraus zu entwickeln und diese zusammen mit den Kolleginnen zu reflektieren. Analytische Kompetenz - Die Studierenden sind in der Lage, ihre systematischen Praxisbeobachtungen in einen breiteren Kontext von Erziehung und Bildung zu stellen und auf diese Weise begründete Kriterien für die Praxisqualität in den Einrichtungen entwickeln. - Sie verfügen über die Fähigkeit, Bildungsprozesse einzelner Kinder wie auch von Kindergruppen zu identifizieren, systematisch zu beschreiben und zu dokumentieren. - Sie können auf der Grundlage ihrer systematisch gewonnenen Kenntnisse die Lebenssituationen von Kindern in ihrer Komplexität und Entwicklungsgeschichte analysieren und verstehen. - Sie können anhand verschiedener Bebachtungen kriteriengestützte Vergleiche zwischen Kindern anstellen und einzelfallübergreifende Muster und Strukturen von Bildungsprozessen herausarbeiten. Forschungskompetenz - Die Studierenden entwickeln, formulieren und verfolgen in Praxissituationen gezielte Fragestellungen. - Sie wählen adäquate Praxismethoden zur Bearbeitung ihrer Fragestellung aus und wenden diese an. Ihre Ergebnisse analysieren und interpretieren sie systematisch und stellen sie für andere transparent dar. - Weitere vertiefende Fragestellungen und Forschungsmethoden können sie zum Teil antizipieren. Reflexive und selbstreflexive Kompetenz - Die Studierenden sind in der Lage, sich sowohl ihre Eindrücke als auch ihre Verhaltensweisen in den Praxissituationen bewusst zu machen, zu reflektieren und sie zudem in den Kontext ihrer eigenen Bildungsbiographie zu setzen. - Sie sind sich ihrer verschiedenen Positionen als Beobachtende, Analysierende und Vermittelnde bewusst und können ihre jeweilige Rolle auch kritisch reflektieren. - Sie erkennen die Bedeutung ihrer systematisch gewonnenen Eindrücke über Kinder und Praxissituationen gegenüber unsystematischen Einblicken und differenzieren so ihren beruflichen Habitus. Interaktionelle Kompetenz - Die Studierenden können die Ergebnisse ihrer Beobachtungen und Untersuchungen Fachkolleg/innen, Eltern und auch den Kindern adäquat vermitteln. - Sie verfügen über Differenzierungsfähigkeit in Praxissituationen, indem sie ihre Handlungen den Bedürfnissen der Kinder und den Alltagsanforderungen von Kitas und Schulen anpassen bzw. diese mit gestalten. Organisatorische Kompetenz - Die Studierenden sind in der Lage, ihre Praxismethoden begründet und kompetent in den Gesamtkontext einer Organisation einzubringen. Inhalte In diesem Modul geht es um die theoretische Auseinandersetzung mit und praktische Anwendung von Praxismethoden in Krippen, Kindergärten und Grundschulen. Durch die Verbindung von Seminareinheiten mit den regelmäßigen, wöchentlichen Praxistagen können die Studierenden ihre methodischen Kompetenzen und die damit verbundene professionelle Haltung sowohl im Rahmen ihres Studiums als auch im pädagogischen Feld entwickeln und reflektieren. Sie lernen u. a. freie und systematische Beobachtungsverfahren zur Entwicklung einzelner Kinder wie z.B. die Entwicklungstabelle nach K. Beller, die Leuvener-Engagiertheitsskala oder die „Bildungs- und Lerngeschichten“ (u.a.m.), wie auch Verfahren zur Analyse von Gruppensituationen kennen und anwenden. Wichtig ist hierbei die Anwendung ressourcen-orientierter Verfahren: So geht es nicht darum, vermeintliche Defizite von Kindern zu identifizieren, sondern auf der Basis der kindlichen Interessen und Fähigkeiten erweiternde Bildungsangebote zu formulieren. Anhand dieser verschiedenen Methoden werden Kriterien für die Beschreibung und Interpretation von Bildungsprozessen einzelner Kinder wie auch von pädagogischen Situationen insgesamt entworfen, d.h. die Planung und Reflexion der Studierenden wird von einer fachlichen Systematik gestützt. Anhand dieser systematischen Betrachtung und Einschätzung pädagogischer Settings wie auch einzelner Kinder kann sich ein beruflicher Habitus entwickeln, der Fragestellungen im Umgang mit Kindern und Erwachsenen als wesentlich erachtet und zudem ein Repertoire geeigneter Methoden zur Beantwortung dieser Fragen bereithält. Im Modul werden auch diagnostische Verfahren bearbeitet (z.B. die im Grundschulalter häufig angewandte Kieler Rechtschreibprobe u.a.m.) sowie Formen der Dokumentation von Entwicklungsverläufen (wie z.B. Portfolio, Bildungsbiographie) eingeübt. Deren Präsentationen für andere Studierende, aber auch für die Kolleginnen und Eltern in den Praxiseinrichtungen sind wesentliche Elemente des Moduls.
Lehr- und Lernformen Praxistage mit Hospitationsleitfragen, Beobachtungs- und Dokumentationsaufgaben
Seminar: Praxismethoden
Impulsreferate der/des Dozenten/in mit Diskussion, Referate, Arbeitsgruppen,
Vorbereitung und Auswertung der Praxistage, Erstellung von Präsentationen
Arbeitsaufwand a) 15 Praxistage
b) Seminar: Alltag gestalten
2 SWS / 1,5 Std.
c) Seminar: Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung
2 SWS / 1,5 Std.

Präsenzzeit: 54 Std.
Selbstlernzeit: 246 Std.(davon 112,5 Std. Praxiszeit)
Workload gesamt: 300 Std.
Voraussetzungen für die Teilnahme keine
Voraussetzungen für die Vergabe von Credit Points Erfolgreiche Teilnahme und bestandene Modulprüfung

Prüfungsformen
Bescheinigung der Praxisstelle; Referat mit schriftlicher Ausarbeitung, Lerntagebuch, Posterpräsentation, mündliche Prüfung

Zuordnung zu Prüfungen

84  872  H  2008  5224  Praxismethoden