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Modul :  Medienpädagogik - Einzelansicht




Grunddaten

Kurztext E5470-2008 Studienphase Bachelor
Drucktext Medienpädagogik Umfang des Moduls 5
Langtext Medienpädagogik Turnus des Angebotes jedes Semester
Art des Moduls Modul Credits 5
Zulassungsrang 1 ModulCode E5470

Untergeordnete Module

Module Unit 1: Medienarbeit
Unit 2: Einführung in die Medienpädagogik

Zuordnung zu Studiengängen

Studiengang B.A. Erziehung und Bildung in der Kindheit - 2008

Veranstaltungen des aktuellen Semesters

Veranstaltungen

Inhalt

Kurzbeschreibung Unit 1: Medienarbeit
Unit 2: Einführung in die Medienpädagogik

Die Studierenden erwerben praktische und theoretische Grundkenntnisse der Medienpädago­gik und medienpädagogischer Methoden in der Arbeit mit Kindern und ihrem Umfeld. Sie reflektieren die Mediennutzung, insbesondere von Fernsehen und Computer, im Kontext von Familien und Kindergruppen. Anhand medienpädagogischer Übungen, Fallbeispiele und Kleinprojekte haben sie mögliche Arbeitsansätze in Einrichtungen für Kinder kennen gelernt und können sie bewerten.
Lernziele und Kompetenzen Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Fachkompetenz - Die Studierenden ordnen den Begriff "Medium" in seinen verschiedenen Bedeutungsdimensionen und in soziologische, sozial- und entwicklungspsychologische sowie pädagogische Systeme ein. Sie reflektieren Kategorien wie Realität, Darstellung, Authentizität. - Sie ordnen audiovisuelle und computerbasierte Medienangebote in die Medienlandschaft ein und kennen Grundlagen des Wahrnehmens und Verstehens von Filmen und Computern. - Sie haben einen systematischen Überblick über Medienangebote, die von Kindern genutzt werden und können die Quellen für Materialien zur kindlichen Mediennutzung und ausgewählte Beispiele aus der Medienforschung wiedergeben. - Sie diskutieren die Stadien kindlicher Weltaneignung, wie die Funktionen von Bewegung, Wahrnehmung, Handeln und direkter Kommunikation für die Entwicklung der Sinne und sozialer Fähigkeiten in Zusammenhang mit Mediennutzung. - Sie beherrschen die Grundlagen für medienpädagogische Elternarbeit. - Sie kennen die Grundlagen des deutschen Medienrechtes, insbesondere die Kinder- und Jugendschutzproblematik, sowie die einschlägigen Institutionen und erklären deren Relevanz für die pädagogische Praxis. - Sie beherrschen den Einsatz von Kamera, Mikrophon und Computer für einfache medienpädagogische Projekte und verfügen über ein begrenztes Repertoire medienpädagogischer Basistechniken und Übungen. Allgemeine und bildungsbereichsspezifische didaktische Kompetenz - Die Studierenden sind in der Lage, kleine medienpädagogische Projekte zu entwickeln, umzusetzen und zu reflektieren. Sie können für kreative Prozesse motivieren, diese initiieren, anleiten und methodisch didaktisch reflektieren. - Sie kennen und finden situationsadäquate Übungen oder kleine Medienprojekte mit Kindern, konzipieren und planen diese und beziehen dabei die Situation der Einzelnen und der Gruppe, des Teams, des Umfeldes und der Eltern in das Konzept ein. - Sie setzen mediale Ausdrucksmittel bewusst ein. - Sie können ein Konzept mit innerer Logik, methodischer Vielfalt und angemessenem Einsatz der Methoden entwickeln, umsetzen und darstellen. - Sie sind in der Lage, kreative Prozesse in unterschiedlichen Gruppen zu fördern und sich als Ko-Konstrukteure in diesen Bildungsprozess einbringen. Analytische Kompetenz - Die Studierenden erklären und bewerten Medienkompetenz als grundlegende Kulturtechnik. Sie erkennen und dechiffrieren symbolische und audiovisuelle Zeichen sowie narrative Strukturen. - Sie beschreiben und beurteilen Mediennutzungsarten von Kindern in Hinsicht auf familiäre bzw. peergroup-bezogene Hintergründe sowie auf individuelle Motivationsgrundlagen. - Sie bewerten medienpädagogische Konzepte alters- und situationsgerecht. - Sie diskutieren exemplarische Methoden der Medienforschung kritisch und wenden Methoden der Film-, Fernseh- und/oder Computerspielanalyse an. - Sie analysieren Medienangebote, die von Kindern genutzt werden. Dabei analysieren und bewerten sie die Medienwirkung auf Kinder exemplarisch und unter gender- und interkulturellen Gesichtspunkten - Sie sind in der Lage, Differenzerfahrungen wahrzunehmen, zuzulassen und in ethischen Kategorien zu synthetisieren. Reflexive und selbstreflexive Kompetenz - Die Studierenden reflektieren die eigene Mediennutzung und wenden medienbiographische Methoden an. - Sie nehmen Blockaden, Negativurteile, Frustrationen in der Selbsteinschätzung zur eigenen Gestaltungsfähigkeit wahr und entwickeln Strategien zu ihrer Überwindung. - Sie verfügen über und praktizieren Risikobereitschaft, Frustrationstoleranz, Belastbarkeit und Offenheit für neue Erfahrungen in experimentellen und auf Übung beruhenden Lernsituationen. Interaktionelle Kompetenz - Die Studierenden formulieren eigene medienethische Fragen und Haltungen. - Sie sind in der Lage, medienpädagogische Erfahrungen und Erkenntnisse zu kommunizieren. Organisatorische Kompetenz - Die Studierenden können medienbezogene Kompetenzen interdisziplinär in die Lern- und Arbeitsprozesse anderer Fachbereiche mit einfließen lassen. Inhalte Das Modul besteht aus einer Vorlesung und einem Seminar mit großen praktischen Übungsanteilen. Die zahlreichen Verknüpfungen zwischen Medienpädagogik und anderen Bildungsbereichen, sowie fachübergreifenden Aspekten werden in Form interdisziplinärer Fenster berücksichtigt. Seminar: Anhand von praktischen Übungen zur ästhetischen Medienbildung werden theoretische und Handlungsfeld bezogenen Themen der Vorlesung vorbereitend eingeführt. (Vor)-filmische, audiovisuelle und computerbasierte Medien wie Video, Audio, ästhetischinformatische Materialien und diverse Mischformen werden im praktischen Tun erprobt. Damit eigenen sich die Studierenden elementare Techniken und ein kleines medienpädagogisches Übungs-Repertoire an. Dieses umfasst exemplarisch Praxismethoden für Kita und Grundschule. In einem ganzheitlich orientierten Lernprozess erarbeiten sie sich grundlegende Zugänge zu medienbezogenen ästhetisch-kreativen Handlungsfeldern. Im praktischen Umgang mit medialen Ausdrucksformen schulen sie ihre Wahrnehmung und setzen sich, indem sie selbst experimentieren und erfinden, mit emotionalen und kognitiven Prozessen auseinander, die durch eigentätiges mediales Gestalten animiert werden können. Einzeln und in Gruppen planen sie einfache medienpädagogische Kleinprojekte setzen diese um. Diese Seminarform basiert auf Handelndem Lernen und erfordert eine hohe Bereitschaft zur Öffnung der eigenen Person für die Gruppe und zum sich Einlassen auf Lernsituationen mit offenem Ausgang. Hierfür sind Empathie, Sensibilität und Respekt für den Anderen Grundhaltungen, deren Wert in den Übungen bestärkt und als Basis für die Arbeit mit Kindern und Eltern am eigenen Leib erfahrbar werden. Selbsterfahrungen und Fremdwahrnehmungen werden sorgfältig reflektiert. Diese Erfahrungen werden mit methodischen und didaktischen Fragen zur medienpädagogischen Arbeit mit Kindern in verschiedenen Entwicklungsstufen, mit Beobachtungen und, wo dies möglich ist, mit selbst angeleiteten kleinen Übungen während der Praktika rückgekoppelt. Vorlesung: Die in den Übungen entwickelten Fragestellungen werden hier vertieft, differenziert und systematisiert. Theoretische Grundlagen der Medienpädagogik werden anhand der Definition von Medienkompetenz mit ihren drei Grundkategorien Medienwissen, Medienbewerten und Medienhandeln herausgearbeitet. Neben wahrnehmungs- und entwicklungspsychologischen Aspekten der Mediennutzung von Kindern werden mediale Sozialisation, medialer und kultureller Wandel und Interkulturalität thematisiert. Für Medienpädagogik im aktuellen Diskurs relevante, zentrale Forschungsansätze werden vorgestellt, insbesondere zur Medienrezeptions- und Wirkungsforschung. Die einschlägigen Gesetze, sowie Funktion und Arbeitsweise der Institutionen zum Kindermedienschutz werden einführend dargestellt. Spielerisch-performative und gestalterische kindliche Praktiken, in denen Medieninhalte und -darstellungsweisen durch die Kinder bearbeitet werden, werden beschrieben und anhand von Beobachtungen analysiert. In einem weiteren Schritt werden frühkindliche Medienerfahrungen in Bezug gesetzt zu Entwicklungsverläufen. In Konzepte aktiver Medienarbeit und deren Didaktiken für Kita und Schule wird exemplarisch eingeführt. Eine kritische Auseinandersetzung mit edienpädagogischen Projekten und pädagogischen, sowie massenmedialen Angeboten für Kinder wird angeregt. Aktuelle Entwicklungen in der ästhetisch-informatischen Bildung mit Kindern werden vorgestellt und im Hinblick auf deren Angemessenheit und Umsetzbarkeit bewertet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der systematischen Vorstellung von Handlungsfeldern der ästhetischen Medienpädagogik mit Kindern und in der Elternarbeit. Konzepte und Projektentwicklungen auf lokaler, überregionaler und internationaler Ebene werden beispielhaft vorgestellt und diskutiert.
Lehr- und Lernformen Vorlesung, Seminare, Übungen, Projektarbeiten, Selbststudium, Vorträge, seminaristische Diskussionen, Exkursionen, Ausstellungs- und Vorführungsbesuche, Recherchen, Betrachtung und Beobachtung von ästhetischen Gestaltungen von Kindern, Selbsterfahrung, Rollenspiel, experimentelles Gestalten, Proben, Üben, Aufführen, Reflexion
Arbeitsaufwand a) Seminar: Medienarbeit
3 SWS / 2,25 Std
b) Seminar: Einführung in die Medienpädagogik
2 SWS / 1,5 Std

Präsenzzeit: 67,5 Std.
Selbstlernzeit: 82,5 Std.
Workload gesamt: 150 Std.
Voraussetzungen für die Teilnahme keine
Voraussetzungen für die Vergabe von Credit Points Erfolgreiche Teilnahme und bestandene Modulprüfung

Prüfungsformen
Hausarbeit, Referat mit schriftlicher Ausarbeitung, Präsentation von Projektergebnissen in künstlerischer Form, Internetpräsentation, Lerntagebuch, Forschungsportfolio, Posterpräsentation.
Die nicht benoteten Prüfungsvorleistungen und die Prüfungsmöglichkeiten werden von den Dozenten/innen, entsprechend ihrem konkreten Vorgehen und den jeweiligen fachlichen Erfordernissen, zusammengestellt und den Studierenden zu Beginn des Moduls bekannt gemacht.

Zuordnung zu Prüfungen

84  872  H  2008  5547  Medienpädagogik