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Modul :  Gesundheit, Krankheit und Behinderung - Einzelansicht




Grunddaten

Kurztext E4510-2008 Studienphase Bachelor
Drucktext Gesundheit, Krankheit und Behinderung Umfang des Moduls 7
Langtext Gesundheit, Krankheit und Behinderung Turnus des Angebotes jedes Semester
Art des Moduls Modul Credits 10
Zulassungsrang 1 ModulCode E4510

Untergeordnete Module

Module Gesundheit und Krankheit
Integrationspädagogik

Zuordnung zu Studiengängen

Studiengang B.A. Erziehung und Bildung in der Kindheit - 2008

Veranstaltungen des aktuellen Semesters

Veranstaltungen

Inhalt

Kurzbeschreibung Zwei Teilmodule sind zu absolvieren.
Lernziele und Kompetenzen Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Fachkompetenz - Die Studierenden schätzen die Verteilung und Bedeutung relevanter Erkrankungen, Gesundheitsstörungen und Behinderungen im Kindesalter auf der Basis von wissenschaftlichen Studien, Leitlinien und klassischer sozialmedizinischer Grundlagenliteratur ein. - Sie beherrschen epidemiologische Grundbegriffe und grundlegendes Wissen über medizinische, psychosoziale, sozioökonomische und ethnische Faktoren bei der Entstehung von Krankheit, Behinderung und der Inanspruchnahme des Sozial- und Gesundheitssystems. - Sie setzen sich mit Theorien von Gesundheit, Krankheit und Behinderung sowie Ansätzen und Modellen der Gesundheitsförderung bzw. Krankheitsprävention und Inklusionspädagogik auseinander. - Sie kennen die Phasen kindlicher Entwicklung und sind in der Lage, Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten wahrzunehmen, und weitere Schritte, auch unter Hinzuziehung weiterer Expert/innen, einzuleiten. - Sie kennen die Einrichtungen des Gesundheitssystems, der Sozialen Arbeit bzw. der Jugendhilfe im Umfeld ihrer Einrichtung und haben Kontakte, die ihnen eine rasche Intervention bei Kindern erlauben, die krank sind, einen Unfall haben, mit Behinderungen leben oder von häuslicher Gewalt bzw. Vernachlässigung bedroht sind. - Sie kennen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Frühförderstellen und können diese nutzen. - Sie kennen Konzepte integrativer bzw. inklusiver Pädagogik und können sie in ihrer pädagogischen Arbeit umsetzen. - Sie können individuelle Veränderungen von Kindern im Hinblick auf mögliche Symptome von Vernachlässigung und Gewalt wahrnehmen, kennen die Möglichkeiten der Krisenintervention und können juristisch und fachlich korrekt reagieren. Allgemeine und bildungsbereichsspezifische didaktische Kompetenz - Die Studierenden können Kinder spielerisch an die Wahrnehmung gesundheitsfördernder Faktoren wie z.B. Ernährung heranführen. - Sie können Kinder an das Wahrnehmen von Gesundheit und Krankheit der eigenen Person/ des eigenen Körpers heranführen. - Sie können Kinder dabei unterstützen, andere Kinder mit Krankheit und Behinderung anzunehmen und ihnen zu helfen. - Sie unterstützen Kinder bei der Wahrnehmung von Symptomen und Entwicklungen ihres eigenen Körpers im Kontext von Gesundheit/ Krankheit/Behinderung und stärken sie im Umgang mit Beeinträchtigungen bei sich selbst und anderen. - Sie kennen und reflektieren kindgerechte Erklärungsmodelle und altersbezogene Handlungsstrategien. - Sie entwickeln Interventionsstrategien zur Förderung gesundheitsbezogener Kompetenzen von Kindern (Projektarbeit). Analytische Kompetenz - Zum Verständnis der Wechselwirkung von Lebenssituation auf Gesundheit, Krankheit und Behinderung von Kindern setzen sie sich mit Erklärungsansätzen und Bedingungsfaktoren wie sozialer Lage, Umwelteinflüssen, Aspekten der sozialen Interaktion, familiären Bedingungen, Medienkonsum und Gesundheitsverhalten auseinander. - Sie erläutern verschiedene Erklärungsmodelle und Einflussfaktoren zur Sozio- und Psychogenese und deren Implikationen für die Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung. - Sie erkennen praxisrelevante Probleme im Kontext von Gesundheit, Krankheit und Behinderung im Kindesalter und reflektieren diese unter Berücksichtigung der Lebenswelt von Kindern. - Sie interpretieren Krankheitssymptome sowie gesundheitsrelevante Bedürfnisse von Kindern und beziehen diese in die pädagogische Arbeit ein. Forschungskompetenz - Die Studierenden verstehen, interpretieren und bewerten gesundheitswissenschaftliche Studien und Gesundheits- und Sozialberichte sowie andere Datenquellen. - Sie nutzen empirische Methoden für die Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung der Partizipation und der Gesundheit für verschiedene Zielgruppen. - Sie entwickeln Forschungsfragen im Zusammenhang von Gesundheit, Auffälligkeit, Krankheit und Behinderung von Kindern und sind in der Lage, diese unter Anleitung zu bearbeiten. Reflexive und selbstreflexive Kompetenz - Sie haben ihre eigene Biografie im Hinblick auf bzw. Anteile von Begegnungen mit Krankheit, Behinderung und Tod sowie Aussonderungsprozessen reflektiert. - Sie entwickeln Einfühlungsvermögen für ihre berufliche Rolle und schärfen ihre Wahrnehmung und Sensibilität für gesundheitliche Belastungen von Kindern. - Sie sind in der Lage, sich kritisch mit vorhandenen Medien der Gesundheitsbildung und Gesundheitsförderung sowie mit modernen Unterhaltungsmedien als Einflussfaktor auf die Lebenswelt von Kindern und Familien auseinander zu setzen. - Sie befassen sich mit unterschiedlichen Sichtweisen auf Normalitätskonstrukte hinsichtlich Gesundheit/Krankheit, Jugendlichkeit/Alter und Unversehrtheit/ Behinderung und entwickeln ein eigenes Verständnis dafür. Interaktionelle Kompetenz - Die Studierenden sind in der Lage bei Projekten zur Prävention und Gesundheitsförderung die Eltern und andere Bezugspersonen in ihre pädagogische Arbeit einzubeziehen und erschließen sich die notwendigen Kooperationsebenen. - Sie sind im Stande, die verschiedenen Kommunikationsformen eines Kindes im Ungang mit Gesundheit, Krankheit und Behinderung zu erkennen und damit eine Interpretations- und Handlungsebene mit dem Kind und den Bezugspersonen (Eltern) zu schaffen. - Sie beteiligen sich im Rahmen von Projekten an Aktionen zur Gesunderhaltung von Kindern und ihren Bezugspersonen. - Sie beraten Eltern bei der Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchungen und entwickeln gemeinsam mit ihnen Konzepte für gesundheitsförderliches Handeln und Verhalten. - Sie können Erwachsenen die verschiedenen Formen von Gesundheitsförderung und die Möglichkeiten des Gesundheitssystems vermitteln, um Eltern und Kinder in ihrem gesundheitsbewussten Verhalten zu unterstützen. - Sie sind in der Lage, Konflikte mit Eltern zu bearbeiten, deren Kinder von Vernachlässigung oder Gewalt bedroht erscheinen. Sie können sich Hilfe organisieren, wissen, wo sie beraten werden, und wie bzw. mit wem sie sich für entsprechende Situationen vernetzen können. - Sie können im Team Konzepte zur sozialräumlichen Gesundheitsförderung entwickeln und realisieren. Inhalte Die Studierenden lernen die Verteilung und Bedeutung von Krankheiten, Behinderungen und Gesundheitsstörungen von Kindern in Krippe, Kindergarten, Grundschule kennen. Sie erwerben grundlegendes Wissen über medizinische und psychosoziale Aspekte relevanter Erkrankungen und Gesundheits- und Entwicklungsstörungen bei Kindern, setzen sich mit Bedingungsfaktoren von Gesundheit, Krankheit und Behinderung im Kindesalter (soziale Lage, Migration, Umwelteinflüsse, familiäre Bedingungen, Medienkonsum, Gesundheitsverhalten) auseinander und werden mit Prioritäten, Zielgruppen und Interventionsfeldern in der Gesundheitsförderung von Kindern vertraut gemacht. Sie lernen Maßnahmen der Prävention, Früherkennung und Frühförderung kennen und werden für Kooperationsebenen und -formen mit Eltern, anderen Bezugspersonen und Vertreter/innen von Institutionen und die interdisziplinären Handlungsfelder sensibilisiert. Da in frühen Lebensphasen gesundheitsrelevante Aspekte geprägt werden, betrachten sie in einem problemorientierten Ansatz die Lebenswelten von Kindern und entwickeln Interventionsstrategien zur Förderung gesundheitsbezogener Kompetenzen von Kindern und der für sie Verantwortlichen. a) Epidemiologie - epidemiologische Grundlagen, Fragestellungen und Forschungsergebnisse - Individual- und sozialmedizinische Aspekte von Gesundheit, Krankheit und Behinderung - Möglichkeiten und Grenzen von Klassifikationssystemen (ICD 10, DSM IV) b) Bedingungskontexte und Erklärungsansätze von Gesundheit, Krankheit und Behinderung im Kindesalter - Grundlagen eines integrierenden Modells der Entstehung von Auffälligkeiten, Krankheiten und Behinderung - Grundlagen und Anwendungsbereiche des Risiko- und Schutzfaktorenkonzepts - Grundlagen und Anwendungsbereiche des Salutogenesekonzepts - Lebenswelten von Kindern als Determinanten von körperlicher, geistiger und seelischer Gesundheit und Entwicklung - Einfluss der sozialen Ungleichheit und ihrer Verquickungen (Intersektionalität von Alter, Geschlecht, Schicht, Ethnizität, Kultur) auf die soziale, mentale und emotionale Entwicklung - Erkrankungen von Eltern/Bezugspersonen und ihre Auswirkungen auf Kinder - Vernachlässigung und Gewalt (körperliche, seelische und sexuelle) und ihre Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit von Kindern - Gesundheitsverhältnisse und -verhalten (Ernährung, Bewegung, Überbelastung, Umwelteinflüsse) - Das Erziehungs- und Bildungssystem und sein Umgang mit Heterogenität einschließlich der Bedeutung von integrativer und segregativer Bildung, Erziehung und Betreuung für die Entwicklung behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder - spezifische Betrachtung von Auffälligkeiten, Krankheiten, Gesundheits- und Entwicklungsstörungen und besonderer Formen von Behinderung im Kindesalter - Phasen kindlicher Entwicklung, Symptome von Entwicklungsverzögerung und -störungen, Beobachtungs- und Interventionsmöglichkeiten. - Formen der Behinderung und Entwicklungsmöglichkeiten unter behindernden Bedingungen am Beispiel ausgewählter Syndrome - Sozialmedizinische Grundkenntnisse über relevante seelische und körperliche Krankheiten und Behinderungen - Abwägung zwischen Selbsthilfemaßnahmen und Interventionen des Gesundheitssystems - Pädagogisch bewusster Umgang mit chronisch kranken Kindern, mit von Behinderung bedrohten Kindern und mit Kindern mit Behinderungen in Kindertagesstätte und Schule c) Handlungsansätze und Interventionsstrategien - Prioritäten, Zielgruppen, Interventionsfelder und Strategien der Gesundheitsförderung - Methoden zur Aktivierung von Gesundheitspotenzialen und Steigerung der Gesundheitskompetenzen von Kindern - Abwägung zwischen Selbsthilfemaßnahmen und Interventionen des Gesundheitssystems - Pädagogisch bewusster Umgang mit chronisch kranken Kindern und mit Kindern mit Behinderungen in Kindertagesstätte und Schule - Gesundheitsbezogene Zusammenarbeit mit Eltern und interdisziplinäre Kooperationen - Gesundheitsförderung und Methoden der Kooperation mit Bezugspersonen aus unterschiedlichen Lebenswelten/Kulturen - Kenntnis und Darstellung von Modellen guter Praxis
Lehr- und Lernformen Seminar und Übungen mit Vorträgen der Lehrenden, Referaten und Präsentationen der
Studierenden, Projektgruppenarbeit, Informationsbesuche in Institutionen
Arbeitsaufwand Teilmodul V/1/1: Gesundheit und Krankheit:
a) Vorlesung: Gesellschaftliche, soziale und individuelle Bedingungen für
Krankheit und Gesundheit
1 SWS / 0,75 Std.
b) Seminar: Körperliche und psychische Erkrankungen im Kindesalter /
Gesundheitsförderung
3 SWS / 2,25 Std.
Teilmodul V/1/2: Integrationspädagogik
Seminar: Integrationspädagogik
3 SWS / 2,25 Std.

Präsenzzeit: 94,5 Std.
Selbstlernzeit: 205,5 Std. (davon 30 Std. Praxiszeit)
Workload gesamt: 300 Std.
Voraussetzungen für die Teilnahme keine
Voraussetzungen für die Vergabe von Credit Points Erfolgreiche Teilnahme und bestandene Modulprüfung

Prüfungsformen
Hausarbeit, Referat mit schriftlicher Ausarbeitung, mündliche Prüfung

Zuordnung zu Prüfungen

84  872  H  2008  5451  Gesundheit, Krankheit und Behinderung