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Aktuelle Fachdiskurse und interdisziplinäre Zugänge: Postkoloniale Kritik (in) der Sozialen Arbeit - Einzelansicht

PSP1414
Aktuelle Fachdiskurse und interdisziplinäre Zugänge: Postkoloniale Kritik (in) der Sozialen Arbeit

Sprache: deutsch   
Übung
SoSe 2025
2 SWS
jedes Semester

Erwartete Teilnehmer_innen 20
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Belegpflicht

Belegfrist: PSP 01.04.2025 - 12.05.2025
Gruppe: ohne Gruppe iCalendar Export für Outlook
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Do. 10:00 bis 12:00 Einzel am 10.04.2025 235 Dr. D. Lau       40
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Zur Zeit keine Belegung möglich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Prüfungsversion
Master of Arts M.A. Praxisforschung 1 - 2017
Master of Arts M.A. Praxisforschung 1 - 2010
Master of Arts M.A. Praxisforschung - 2024
Prüfungsorganisationssätze
Semester Termin Prüfer_in Datum Beginn Dauer Raum Zweitprüfer_in Abschluss Stg Pversion Kzfa
SoSe 2025 01 LauD 90 209 2024 H
SoSe 2025 01 LauD 90 209 2017 H
SoSe 2025 01 LauD 90 209 2010 H
Zuordnung zu Einrichtungen
M.A. Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik
Inhalt
Kommentar ohne Gruppe

Postkoloniale Kritik (in) der Sozialen Arbeit

Selbstbewusst entwirft sich die Soziale Arbeit als gesellschaftliche Kraft, die „im Namen derjenigen tätig [wird], die der Repräsentation bedürfen” (Castro Varela/Mohamed 2021). Die in den letzten Jahren verstärkte Rezeption postkolonialer und anderer macht- und ungleichheitskritischer Theorien innerhalb der Profession hat nicht nur zu diesem Selbstverständnis als kritische Profession beigetragen, sondern auch konkrete, widerständige Initiativen und Praktiken hervorgebracht – und vice versa.

Dies zu sehen darf jedoch nicht den Blick darauf verstellen, dass die im Zeitalter des Kolonialismus in westlichen, überwiegend bürgerlichen Kontexten entstandene Soziale Arbeit zutiefst verstrickt ist in (post)koloniale Machtverhältnisse. Um dem Anspruch einer kritischen Profession und Fragen nach Möglichkeiten der Repräsentation Marginalisierter gerecht zu werden, bedarf es nicht nur eines kritischen Blicks nach außen, sondern auch nach innen – auf die Geschichte und Gegenwart von Beteiligungen und Verstrickungen westlicher Sozialer Arbeit in imperiale, kolonialistische Machtausübung und deren Tradierung.

So sind die Verflechtungen der frühen Sozialen Arbeit mit rassistischen, eugenischen und „zivilisatorischen” Ideologien lange Zeit wenig beachtet worden. Welche Rolle spielten Sozialarbeiter*innen in kolonialen Siedlungs- und Missionsprojekten? Inwiefern wirkten sie an der Reproduktion weißer Überlegenheitsnarrative mit? Und wie zeigt sich dieses koloniale Erbe heute in den Strukturen und Curricula der Sozialen Arbeit?

Ebenso bedeutsam ist danach zu fragen, wessen Geschichten eigentlich erzählt werden, wenn wir über die Ursprünge und Entwicklungen der Sozialen Arbeit sprechen. In der dominanten Geschichtsschreibung tauchen Schwarze, afrodiasporische, asiatisch-diasporische sowie migrantische Akteur*innen aus ehemals kolonisierten Regionen kaum auf. Sie erscheinen, wenn überhaupt, als „Objekte” sozialer Interventionen, nicht als handelnde Subjekte. Dabei waren sie maßgeblich in Selbstorganisationen, Fürsorge- und Widerstandspraktiken aktiv, deren Spuren bis heute kaum erforscht sind.

Im Seminar befassen wir uns mit der Rolle der Sozialen Arbeit im deutschen Kolonialismus im Kaiserreich und der Weimarer Republik. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf die frühe Geschichte der Alice Salomon Hochschule Berlin und die bürgerlichen Sozialreformbewegungen, die zu ihrer Entstehung beigetragen haben und widmen uns den Beiträgen marginalisierter Akteur*innen.

Um diese Leerstellen zu füllen, begeben wir uns auf wenig erforschte Wege und untersuchen historische Dokumente aus dem Alice Salomon Archiv sowie weiteren Archiven – mit der Möglichkeit, eigene Recherchen anzustoßen und bislang verborgene Geschichten ans Licht zu bringen.

Dieses Seminar ist Teil eines Lehrforschungsprojekts des Alice Salomon Archivs der ASH Berlin

Voraussichtlich am 15.05. wird eine Doppelsitzung stattfinden (10:00-14:00). Der ursprünglich geplante Termin in der ersten Blockwoche entfällt.


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