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Fridays for Future – eine neue Jugendbewegung? Kritische vergleichende Analyse von aktuellen Fachdiskursen und medialer Berichterstattung - Einzelansicht

PSP1411
Fridays for Future – eine neue Jugendbewegung? Kritische vergleichende Analyse von aktuellen Fachdiskursen und medialer Berichterstattung

Sprache: deutsch   
Seminar
SoSe 2020
3 SWS
jedes Semester

Erwartete Teilnehmer_innen 55
Max. Teilnehmer_innen 55
Belegpflicht

GPM, MQG, PQS, AddIS 01.04.2020-06.05.2020
Gruppe: ohne Gruppe iCalendar Export für Outlook
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Mo. 12:00 bis 15:00 woch 06.04.2020 bis 06.07.2020  102 Prof. Dr. E. Josties     11.05.2020: Blockwoche 40
Gruppe ohne Gruppe:
Zur Zeit keine Belegung möglich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Prüfungsversion
Master of Arts M.A. Praxisforschung 1 - 2010
Master of Arts M.A. Praxisforschung 1 - 2017
Zuordnung zu Einrichtungen
M.A. Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik
Inhalt
Kommentar

„Wie kann es sein, dass eine Gruppierung, die überwiegend von politisch wenig erfahrenen Schüler*innen getragen wird und in der schon länger bestehende Organisationen nur eine randständige Rolle einnehmen, binnen kurzer Zeit einen derart phänomenalen Aufstieg erlebt?” Erste Studien des Berliner Instituts für Protest- und Bewegungsforschung zeigen auf, dass es sich bei den Aktivist*innen vorwiegend um bildungs-privilegierte Jugendliche handelt. Aus einer kritischen Diversity-Perspektive ist bei der Analyse der FfF-Bewegung zu fragen, wer eigentlich Zugang zu ihr findet und wer wie in den Medien repräsentiert wird – oder nicht. Aus globaler Perspektive fällt auf, dass das Thema Klimakrise nicht alle Jugendlichen in allen Ländern der Welt gleichermaßen vorrangig interessiert. Wer in einer Krisenregion lebt und von (Bürger-)Krieg, Armut und sogar Hunger bedroht ist, ist mit den Problemen der mangelnden Nachhaltigkeit auf andere – oftmals viel drastischere – Weise konfrontiert. Es kommt aber auch zu Bündnissen, im Oktober 2019 in Deutschland z.B. zwischen den Klimabewegungen und Antirassismus-Bewegungen.

Die „Fridays for Future” - Bewegung ist auch aus der Perspektive von Jugendforschung und Jugendarbeit von besonderem Interesse. Warum sind ausgerechnet jüngere (und vor allem weibliche) Jugendliche Initiator*innen der FFF-Protestbewegungen? Welche Rolle spielen die Schüler*innenstreiks? Die Praxis der Jugendarbeit muss sich kritisch die Frage stellen, warum jüngeren Jugendlichen in pädagogischen Settings oftmals zu wenig Partizipation ‚zugetraut‘ bzw. ermöglicht wird, wo doch jüngere Jugendliche z. B. der FFF-Bewegung in beeindruckender Weise beweisen, dass Selbstermächtigung und die Selbstorganisation einer politischen Bewegung durch Jugendliche (ohne pädagogische Begleitung!) möglich ist.

Hinweise zu den Leistungsnachweisen oder Teilnahmeleistungen werden zu Semesterbeginn gegeben.


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Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2020 gefunden: