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U2: Biografie und Gesellschaft - Einzelansicht

PSP1412
U2: Biografie und Gesellschaft

Sprache: deutsch   
Seminar
WiSe 2019/20
3 SWS
jedes Semester

Erwartete Teilnehmer_innen 55
Max. Teilnehmer_innen 55
Belegpflicht

allgemeine Belegungsfrist 01.10.2019-22.10.2019
Gruppe: ohne Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Dozent_in Status Bemerkung fällt aus am/Änderungen Max. Teilnehmer_innen
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Fr. 14:00 bis 17:00 woch 04.10.2019 bis 15.11.2019  126 Prof. Dr. R. Rätz     04.10.2019: Ausfall
11.10.2019: Ausfall
40
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Fr. 14:00 bis 17:00 woch 29.11.2019 bis 31.01.2020  126 Prof. Dr. R. Rätz     06.12.2019: Ausfall 40
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Gruppe ohne Gruppe:
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Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Prüfungsversion
Master of Arts M.A. Praxisforschung 1 - 2010
Master of Arts M.A. Praxisforschung 1 - 2017
Zuordnung zu Einrichtungen
M.A. Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik
Inhalt
Kommentar

Biografieforschung nimmt im Kontext der Sozial- und Gesellschaftswissenschaften mittlerweile einen festen Platz ein. Sie ist methodisch und methodologisch fundiert ausgearbeitet. Im Seminar wird es anhand ausgewählter Texte aus dem „Handbuch Biographieforschung“ (Lutz/Schiebel/Tuider 2018) darum gehen, die theoretische Beschäftigung mit Biografie und Biografieforschung zu vertiefen. Dabei werden die thematischen Interessen der Teilnehmer*innen am Seminar ausschlaggebend für die Auswahl der konkreten Lektüre aus dem Handbuch sein.

Grundlegend in der theoretischen Beschäftigung mit Biografie und Biografieforschung ist die Erkenntnis, „dass sich im Zuge von Modernisierungsprozessen eine neue Vergesellschaftungsform entwickelt hat, die der Individualisierung bzw. Subjektivierung“ (ebd., S. 3). Somit geht es bei der Erforschung von Biografien nicht um die Reproduktion einer rein individuellen Sicht und Erfahrung der Erzählenden. Biografie ist hingegen ein soziales Konstrukt, welches von den Menschen in Auseinandersetzung mit den sie umgebenden und sich wandelnden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Kontexten hergestellt wird bzw. werden muss. So kann die Analyse von einzelnen Lebensgeschichten auch zu generalisierbaren Aussagen führen, in denen deutlich wird, dass Biografien aufs Engste mit gesellschaftlichen Strukturen, Diskursen und Prozessen verbunden sind.

Die Texte aus dem „Handbuch Biographieforschung“ umfassen methodologische und theoretische Grundlagen – von Interaktions-, Modernisierungs-, System- und Figurationstheorie bis hin zu Poststrukturalismus und Diskurstheorie. Hier wird auf die Verortung der Biografieforschung in verschiedenen Bezugstheorien und -disziplinen eingegangen.

Des Weiteren werden verschiedene Forschungsfelder der Biografieforschung, u. a. Kindheits- und Jugendforschung, Geschlechter- und Sozialisationsforschung, Gewaltforschung und Rechtsextremismus, Soziale Arbeit und Professionsforschung, Themen wie Behinderung, Migration, Religion, Familie, Zeit und Soziale Bewegungen in jeweiligen Einzelbeiträgen thematisiert.

Ebenso werden methodische Herausforderungen beim Biografieanalytischen Forschen zum Gegenstand der Beiträge. Hierbei wird auf methodische Verbindungen (z. B. mit der Ethnographie und der Interaktionsanalyse oder hinsichtlich triangulierenden Vorgehens), auf Abgrenzungen (z. B. gegenüber der Lebenslaufforschung, der quantitativen Forschung und der Oral History), sowie auf die besonderen Herausforderungen von sprachlicher Vielfalt und Übersetzung und auf ethische Aspekte des Forschens eingegangen.

Ein Teil des Handbuchs ist der internationalen Diversifizierung der Biografieforschung gewidmet. (ebd., S. 6f)

Die Texte aus dem Handbuch werden im Seminar gemeinsam mit den Studierenden ausgewählt und zur Verfügung gestellt. Ebenso werden Methoden der Erschließung wissenschaftlicher Texte vermittelt und in der Lektürearbeit angewendet.

Dieses Seminar kann parallel und ergänzend zu der Lehrveranstaltung „Biografieforschung“ (Modul 2 im MA PSP), in der es um die Vermittlung konkreter Forschungsmethoden der Biografieforschung geht, belegt werden.

 

Basisliteratur:

Lutz, Helma/Schiebel, Martina/Tuider, Elisabeth (Hrsg.) (2018): Handbuch Biographieforschung. Wiesbaden: Springer VS


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