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Werkstatt (U2 zu M3 Arbeitsfelder, Zielgruppen und Organisationen Sozialer Arbeit) - Einzelansicht

S1320
Werkstatt (U2 zu M3 Arbeitsfelder, Zielgruppen und Organisationen Sozialer Arbeit)

Sprache: deutsch   
Werkstatt
SoSe 2022
3 SWS
jedes Semester

Erwartete Teilnehmer_innen 200
Max. Teilnehmer_innen 180
Belegpflicht

Belegfrist: SozArb - Sem 1 - Prio-Bel - LV mit Grup - Frist 1 07.04.2022 12:00:00 - 11.04.2022 23:59:00
Belegfrist: SozArb - Sem 1 - LV mit Grup - Frist 2 12.04.2022 16:00:00 - 10.05.2022 23:59:00
Gruppe: 1. Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Dozent_in Status Bemerkung fällt aus am/Änderungen Max. Teilnehmer_innen
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Do. 12:00 bis 14:30 woch 14.04.2022 bis 05.05.2022  Helle Mitte- H 15 Dr. A. Plöger     05.05.2022: Exkursion 30
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Do. 12:00 bis 15:00 Einzel am 05.05.2022 ausserhalb- ausserhalb Dr. A. Plöger  

Exkursion

  30
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Do. 12:30 bis 15:00 Einzel am 12.05.2022 Helle Mitte- H 15 Dr. A. Plöger       30
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Do. 12:30 bis 15:00 woch 02.06.2022 bis 07.07.2022  Helle Mitte- H 15 Dr. A. Plöger       30
Gruppe 1. Gruppe:
Zur Zeit keine Belegung möglich
Gruppe: 2. Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Dozent_in Status Bemerkung fällt aus am/Änderungen Max. Teilnehmer_innen
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Di. 08:00 bis 11:00 woch 03.05.2022 bis 10.05.2022  115 H. Banze ,
C. Celik-El-Kadi
      30
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Di. 08:00 bis 11:00 woch 24.05.2022 bis 05.07.2022  115 H. Banze ,
C. Celik-El-Kadi
      30
Gruppe 2. Gruppe:
Zur Zeit keine Belegung möglich
Gruppe: 3. Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Dozent_in Status Bemerkung fällt aus am/Änderungen Max. Teilnehmer_innen
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Do. 10:00 bis 13:00 woch 28.04.2022 bis 12.05.2022  Helle Mitte- H 13 E. Misbach       30
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Fr. 10:00 bis 15:00 Einzel am 20.05.2022 ausserhalb- ausserhalb E. Misbach  

Exkursion Stadtwerk Marzahn

  30
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Do. 10:00 bis 13:00 Einzel am 02.06.2022 Helle Mitte- H 13 E. Misbach       30
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Do. 10:00 bis 13:00 woch 09.06.2022 bis 30.06.2022  ausserhalb- ausserhalb E. Misbach  
  • Donnerstag, 09.06.: Exkursion Gecekondu am Kottbusser Tor / Kreuzberg
  • Donnerstag, 16.6.: Exkursion Alice-Salomon-Platz
  • Donnerstag, 23.6.: Exkursion Teilnahme am Spazierblick "Erinnern und Solidarisieren"
  • Donnerstag, 30.06.: Exkursion Boulevard Kastanienallee Hellersdorf
  30
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Do. 10:00 bis 13:00 Einzel am 07.07.2022 Helle Mitte- H 13 E. Misbach       30
Gruppe 3. Gruppe:
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Gruppe: 4. Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Dozent_in Status Bemerkung fällt aus am/Änderungen Max. Teilnehmer_innen
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Fr. 12:00 bis 15:00 woch 22.04.2022 bis 13.05.2022  338 P. Vater       30
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Fr. 12:00 bis 15:00 woch 27.05.2022 bis 08.07.2022  338 P. Vater       30
Gruppe 4. Gruppe:
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Gruppe: 5. Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Dozent_in Status Bemerkung fällt aus am/Änderungen Max. Teilnehmer_innen
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Mo. 14:00 bis 17:00 Einzel am 25.04.2022 Helle Mitte- H 13 N. Damm       30
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Mo. 13:30 bis 16:45 woch 02.05.2022 bis 09.05.2022  Helle Mitte- H 13 N. Damm       30
iCalendar Export für Outlook Mo. 14:00 bis 18:30 Einzel am 16.05.2022 ausserhalb- ausserhalb N. Damm  

Exkursion

16.05.2022: Ausfall, Ersatztermin 11.07. 30
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Mo. 13:30 bis 16:45 woch 23.05.2022 bis 30.05.2022  Helle Mitte- H 13 N. Damm     30.05.2022: Ausfall! 30
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Mo. 13:30 bis 16:45 woch 13.06.2022 bis 04.07.2022  Helle Mitte- H 13 N. Damm       30
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Sa. 19:30 bis 22:00 Einzel am 02.07.2022 ausserhalb- ausserhalb N. Damm  

Exkursion ins Maxim-Gorki-Theater

  30
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Mo. 13:30 bis 18:00 Einzel am 11.07.2022 ausserhalb- ausserhalb N. Damm  

Exkursion

  30
Gruppe 5. Gruppe:
Zur Zeit keine Belegung möglich
Gruppe: 6. Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Dozent_in Status Bemerkung fällt aus am/Änderungen Max. Teilnehmer_innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Fr. 10:00 bis 14:00 woch 22.04.2022 bis 13.05.2022  Helle Mitte- H 2 J. Apraku ,
C. Nixon
      30
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Do. 14:00 bis 17:00 Einzel am 19.05.2022 Helle Mitte- H 2 J. Apraku ,
C. Nixon
      30
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Fr. 10:00 bis 14:00 woch 03.06.2022 bis 08.07.2022  Helle Mitte- H 2 J. Apraku ,
C. Nixon
      30
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iCalendar Export für Outlook
Mi. 09:00 bis 17:00 Einzel am 13.07.2022 Helle Mitte- H 27 J. Apraku ,
C. Nixon
      30
Einzeltermine anzeigen
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Do. 09:00 bis 17:00 Einzel am 14.07.2022 Helle Mitte- H 19 J. Apraku ,
C. Nixon
      30
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Fr. 09:00 bis 17:00 Einzel am 15.07.2022 Helle Mitte- H 27 J. Apraku ,
C. Nixon
      30
Gruppe 6. Gruppe:
Zur Zeit keine Belegung möglich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Prüfungsversion
Bachelor of Arts B.A. Soziale Arbeit 1 - 2004
Bachelor of Arts B.A. Soziale Arbeit 1 - 2021
Bachelor of Arts B.A. Soziale Arbeit 1 - 2008
Zuordnung zu Einrichtungen
B.A. Soziale Arbeit
Inhalt
Kommentar Gruppe 1

Soziale Kulturarbeit

Ziel und Inhalt dieser Werkstatt ist es, die unterschiedlichen Felder Sozialer Kulturarbeit kennenzulernen und sich mit den Zugängen bzw. Ausschlüssen, die für Adressat*innen der Sozialen Kulturarbeit bestehen, auseinanderzusetzen.

In der Werkstatt werden wir uns anhand konkreter Beispiele anschauen, welche Rolle Kultur, Kunst und Medien in der Lebenswelt der Adressat*innen und in der Praxis der Sozialen Arbeit spielen. Wir werden unseren Blick vor allem auf Diskriminierungen und Ausschlüsse richten und Ansätze diskutieren, wie ein Zugang geschaffen werden kann bzw. welche Formen der Aneignung es gibt. Hierbei dient uns u.a. die Theorie der Cultural Studies als eine Orientierung, so wie konkrete Beispiele der partizipativen Community-orientierten Sozialen Kulturarbeit.

Mit diesen Methoden kann Soziale Kulturarbeit auch gesellschaftliche Ausschlüsse und Diskriminierungen aufdecken und revidieren helfen. Mittels einer eigenen kleinen Feldforschung in einem von den Studierenden ausgesuchten Bereich der Sozialen Arbeit nähern wir uns dem jeweiligen Feld und seinen Herausforderungen und Anforderungen für die Soziale (Kultur-) Arbeit. Eine Einführung in die Kameraethnografie (Video und Foto) und den Schnitt (DaVinci Resolve) ist Teil des Seminars, hierfür steht die Medienwerkstatt der ASH zur Verfügung. Die Tutor*innen der Medienwerkstatt werden ebenfalls die Video- und Fotoarbeiten der Studierenden unterstützen.

Das Seminar findet in Kooperation mit der station urbaner kulturen in Hellersdorf (die Teil der Neuen Gesellschaft für bildende Kunst ist), statt und daher auch ab Juni in der "Schule der Zukunft" auf der Freifläche vor dem Asylheim in der Maxie Wander Straße/ Cottbusser Platz. Anhand der aktuellen Auseinandersetzungen im Kiez Hellersdorf und den künstlerischen Interventionen der station können wir sehen, was Soziale Kulturarbeit vor Ort bewirken kann.

Leistungsanforderungen

Engagement, Studium fachrelevanter Literatur, Eigeninitiative bei Recherchearbeiten, methodisch reflektiertes Beobachten von Praxisprojekten, möglicherweise Realisierung von einem eigenen Mini-Projekt der Sozialen Kulturarbeit

Mitwirkung in einer Arbeitsgruppe zu einem selbst gewählten Praxisbeispiel bzw. Handlungsfeld der Sozialen Kulturarbeit, Kulturellen Bildung, Community-Initiativen, NGOs oder soziale Bewegungen/Protestbewegungen. Die Projekte können in Anbindung an die Kooperationspartner*innen gewählt werden.

 

Leistungsnachweise

Erstes Semester:

-        Präsentation der ersten Beobachtungen in Projekten der Sozialen Kulturarbeit (Gruppenarbeit: unbenotet)

-        Reflexion, schriftlich, 6 Seiten, individuelle Arbeit (50 % der Gesamtnote)

Zweites Semester:

-        Präsentation der Beobachtungsstudien (Methoden: Interviews, teilnehmende Beobachtungen, filmische Beobachtungen, Videos, Fotos oder/ und podcasts oder wikis.) (Gruppenarbeit:50% der Gesamtnote)

 


Gruppe 2

 

Empowerment und Powersharing. Machtkritische Ansätze in der Sozialen Arbeit.

Empowerment ist ein politischer Begriff und wir wollen einen Blick auf historisch gewachsene Machtdimensionen werfen. Auch was Powersharing bedeutet werden wir gemeinsam im Seminar bearbeiten. Mit einem kritischen Blick auf die Soziale Arbeit werden wir Community basierte Organisationen kennenlernen und Exkursionen machen. Ziel des Seminars ist, Soziale Arbeit kirtisch zu betrachten und uns alle ein Stück weiter zu politisieren.

 


Gruppe 3

Werkstatt "Das ist mein Platz!? - Gemeinwesenarbeit, Urbane Praxen und öffentliche Räume"

Das Werkstattseminar befasst sich mit verschiedenen Projekten und Konzepten (Sozialer Arbeit) zur Gestaltung und Nutzung urbaner öffentlicher Räume. Öffentliche Räume und Plätze können sowohl als „ocean of hurt” als auch „reservoirs of hope” charakterisiert werden (Thrift 2005). Aus der Perspektive von Gemeinwesenarbeit als Konzept und Handlungsfeld Sozialer Arbeit sowie aus der Perspektive von sozialen Bewegungen wollen wir im Werkstattseminar ausleuchten, welche integrierenden aber auch welche ausgrenzenden Potenziale öffentliche Räume – insbesondere für marginalisierte Gruppen – haben. Dabei interessiert uns theoretisch, handlungsmethodisch und politisch, wie öffentliche Plätze partizipativ, milieusensibel, diversityorientiert und unter Berücksichtigung möglicher Nutzungs- und Nutzer_innenkonflikte angeeignet, genutzt und geplant werden können. Welche Ansätze und Formate laden besonders dazu ein oder rufen gar dazu auf, sich öffentliche Plätze und Freiflächen (wieder) anzueignen, sich aktiv einzubringen, den Stadtraum mit zu entwickeln, so dass er ein Freiraum – und ein Raum möglichst frei von Angst und Diskriminierung – für uns alle sein kann? Hierbei können rassismus- und kolonialismuskritische Perspektiven ebenso eine Rolle spielen wie (aktivierende) Methoden der Stadtteil- und Nachbarschaftsarbeit, oder Ansätze soziokultureller Arbeit sowie kritischer Gedenk- und Erinnerungskulturen.

Die Studierenden haben in der Werkstatt die Möglichkeit, anhand ausgewählter Campus-Community-Partnerschaften der ASH Berlin aktuelle (kommunale und urbane) Gestaltungsprozesse (vorrangig in Berlin) in Bezug auf öffentliche Räume, der Entwicklung solidarischer Räume und Kieze sowie den Möglichkeiten und Widersprüchen einer kritischen Einmischung Sozialer Arbeit in den Kampf um das „Recht auf Stadt” und in Gentrifizierungsprozessen kennenzulernen (1. Semester). Hierzu werden wir ausgewählte Projekte, Einrichtungen, Orte besuchen oder ins Seminar einladen. Im 2. Semester besteht die Möglichkeit theoretisch und empirisch eigene Fragestellungen in Form eines kleinen (Feldforschungs-)Projekts zu entwickeln, zu vertiefen und umzusetzen.

Exemplarische sozialräumliche Schwerpunkte und Akteur_innen liegen in Marzahn-Hellersdorf (z.B. Alice-Salomon-Platz, Fritz-Lang-Platz, Boulevard Kastanienallee, „Schule der Zukunft“ der station urbaner kulturen auf der Freifläche vor der Gemeinschaftsunterkunft Maxie-Wander-Straße /Cottbusser Platz, Otto-Rosenberg-Platz & Stadtwerk mrzn / Schlesische 27), Kreuzberg (u.a. Kottbusser Tor, Görlitzer Park, Wrangelkiez / Bizim Kiez, Oranienplatz), Neukölln (z.B. Initiative Herrmannplatz), Mitte (z.B. Alexanderplatz & Haus der Statistik, Initiative Hände weg vom Wedding).

Bitte beachten: Das Seminar findet in Präsenz statt mit (bei Bedarf wenigen) asynchronen Anteilen. In der Blockwoche (19.5.) ist eine (mehrstündige) Exkursion geplant. Die Seminartermine starten erst im Mai!


Gruppe 3

 

 


Gruppe 4

Soziale Arbeit ist politisch!

Die Soziale Arbeit befindet sich in einem Spannungsverhältnis. Zwischen Interessen von Adressat*innen, staatlichen Rahmenbedingungen und einer Verpflechtung der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession (Tripel-Mandat) gilt es, auf soziale Ungleichheitsverhältnisse zu reagieren und sich zu positionieren. Gleichzeitig muss sich die Soziale Arbeit immer auch ktitisch mit strukturellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen befassen, um hierin bestehende Ungleichheitsverhältnisse analysieren zu können. Die Analyse von gesellschaftlichen Machtverhältnissen kann dazu beitragen, dass bestehende Strukturen transformiert werden. 

Ziel dieses Seminares ist es, dass sich die Studierenden eingehend mit dieser Verantwortung konfrontiert sehen und die Handlungs- und Entscheidungsmacht, die mit der Profession der Sozialen Arbeit einhergeht, auf die Praxisfelder der Sozialen Arbeit kennen- und anwenden lernen. Als grundlgende Werkzeuge stehen hierbei die Analysefertigkeit gesellschaftlicher Strukturen, die Selbstreflexion/Selbstpositioniertheit und der Transfer in die Praxis der Sozialen Arbeit im Mittelpunkt des Seminars. 

Im 1. Semester erhalten die Studierenden Einblicke in theoretische Auseinandersetzungen rund um die Komplexität sozialer Ungleichheitsverhältnisse. Anhand von Literatur und in Form von Gruppenarbeiten - und diskussionen vertiefen Studierende ihren Blick auf gesellschaftliche Machtverhältnisse (Ursprüge von Macht und Herrschaft und ihre Auswirkungen/Kontinuitäten in die Gegenwart, Verwobenheit unterschiedlicher Differenzliniern (race,gender,class); Intersektionalität).

Im 2. Semester befassen sich die Studierenden mit konkreten Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit. Sie gehen der Frage nach, welche Handlungsbedarfe sie in den jewiligen Praxisfeldern sehen und wie hier Theorien sozialer Ungleichheit praktisch eingebunden werden könnten. Der Fokus soll darauf liegen, bestehende strukturelle Macht- und Herrschaftsverhältnisse im Kontext der Sozialen Arbeit zu transformieren und hierbei einen partizipativen Ansatz zu verfolgen, der insbesondere (mehrfach)marginalisiertes Wissen einbindet. 

Für die Teilnahme an diesem Seminar wird die Bereitschaft vorausgesetzt, sich ktitisch mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen auseinanderzusetzten und hierbei eine selbstreflektierte und selbskritische Haltung einzunehemen. Das aktive Reflektieren eigener Privilegen und die damit einhergehende Verantwortung werden einen großen Teil dieseS seminars ausmachen. Die Bereitschaft, sich auf diesen Prozess einzulassen, soll mitgebracht werden. 


Gruppe 5

Soziale Arbeit und digitaler Wandel

 Wie verändert sich die Soziale Arbeit im Kontext der Digitalisierung? Sind Roboter und Künstliche Intelligenzen die Sozialarbeiter*innen von morgen? Und wie sind Handlungsmethoden und -praktiken schon heute von digitalen Technologien geprägt, z.B. im Zusammenhang mit Onlineberatung und Digital Streetwork oder mit der Nutzung von Social Media und von Software zur Verarbeitung von Nutzer*innen-Daten? Wie wirkt sich der digitale Wandel auf die Lebenswelten unserer Adressat*innen aus? Und welche Folgen hat das für machtkritisches und Menschenrechts-orientiertes professionelles Handeln? Inwiefern verschärfen sich z.B. mit der digitalen Transformation – auch in der Pandemie – soziale Ungleichheiten und Diskriminierungen? Oder wie befördert sie womöglich Empowerment, Emanzipation und Soziale Gerechtigkeit?

Diesen Fragen werden wir im Werkstattseminar nachgehen. Dazu werden wir uns mit Theorien und empirischen Studien beschäftigen, die helfen können, diese – teils rasant und „unsichtbar“ verlaufenden – Prozesse zu verstehen, so dass wir darin als Sozialarbeiter*innen handlungs- und kritikfähig bleiben. Anhand konkreter Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Handlungsfeldern (z.B. der Behindertenhilfe, der Arbeit mit Geflüchteten, feministischer Anti-Gewalt- und Sozialer Kulturarbeit, etc.) werden wir den Nutzen theoretischer Konzepte (z.B. Mediatisierung, digitale Kultur, dig. Souveränität, dig. Gewalt & dig. Selbstverteidigung, dig. Faschismus, digital citizenship, dig. divide, fake news, cybermobbing etc.) für die Praxis diskutieren. Wir werden uns mit den Spannungsverhältnissen beschäftigen, die sich im Zuge der Digitalisierung zeigen, wie z.B. denen zwischen Überwachung, Manipulation und Transparenz, zwischen dem Schutz der Privatsphäre und der Partizipation und Repäsentation – insbes. von bisher marginalisierten Gruppen – in digitalen Öffentlichkeiten oder zwischen der Commodifizierung („zur Ware werden“) von Daten und open source-Technologien, um nur einige Beispiele zu nennen. Je nach Interesse der Studierenden können hier Schwerpunkte gesetzt und – je nach Pandemielage ggf. – auch Exkursionen unternommen werden.

Die Bereitschaft zur Textlektüre und die Offenheit, sich mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen kritisch auseinander zu setzen, werden vorausgesetzt.


Gruppe 6

Intersektionalität und Sozial Arbeit

Die Intersektionalitätstheorie entstand als eine Kritik von Frauen* of Color am androzentrischen Antirassismusdiskurs und weißen feministischen Widerstand in den USA. Der Begriff fasst Mehrfachdiskriminierungen theoretisch und ist zugleich aktivistische Praxis. Denn einerseits fühlen sich Menschen mit überkreuzenden Diskriminierungserfahrungen so in ihren spezifischen Lebensrealitäten „gesehen“. Andererseits ist intersektionales Denken ein gewinnbringendes Analyseinstrument, um mit diesen Überkreuzungen theoretisch wie anwendungsorientiert zu arbeiten. Im Kurs werden die Grundlagen gemeinsam erarbeitet und eigene Positionalitäten hinterfragt. Dabei richten wir unseren Fokus auf Formen des fiktionalen intersektionalen Erzählens in Serien und Filme wie „Moonlight“, „Looking“, „Euphoria“, „Paris is Burning“. Was können wir aus ihnen für die Praxis der Sozialen Arbeit lernen?


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2022 gefunden:
1. Semester  - - - 1