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Kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung und Demokratiebildung - Einzelansicht

PSP2111
Kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung und Demokratiebildung

Sprache: deutsch   
Seminar
SoSe 2022
8 SWS
jedes Semester

Erwartete Teilnehmer_innen 40
Max. Teilnehmer_innen 40
Belegpflicht

Belegfrist: GPM, MQG, MVG, PT/ET, PSP 01.04.2022 - 10.05.2022
Gruppe: ohne Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Dozent_in Status Bemerkung fällt aus am/Änderungen Max. Teilnehmer_innen
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Do. 09:00 bis 15:00 woch 07.04.2022 bis 12.05.2022  Helle Mitte- H 27 F. Kawlath ,
Prof. Dr. M. Mayer
      40
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Do. 09:00 bis 15:00 woch 02.06.2022 bis 07.07.2022  Helle Mitte- H 27 F. Kawlath ,
Prof. Dr. M. Mayer
    09.06.2022: kein Ausfall, online
23.06.2022: kein Ausfall, online
40
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Do. 09:00 bis 15:00 Einzel am 09.06.2022 ausserhalb- ausserhalb F. Kawlath ,
Prof. Dr. M. Mayer
      40
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Do. 09:00 bis 15:00 Einzel am 23.06.2022 ausserhalb- ausserhalb F. Kawlath ,
Prof. Dr. M. Mayer
      40
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Fr. 06:00 bis 17:30 Einzel am 24.06.2022 ausserhalb- ausserhalb F. Kawlath ,
Prof. Dr. M. Mayer
 

Felderhebung in Brandenburg (Rheinsberg)

  40
Gruppe ohne Gruppe:
Zur Zeit keine Belegung möglich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Prüfungsversion
Master of Arts M.A. Praxisforschung 1 - 2008
Master of Arts M.A. Praxisforschung 1 - 2017
Master of Arts M.A. Praxisforschung 1 - 2010
Zuordnung zu Einrichtungen
M.A. Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik
Inhalt
Kommentar ohne Gruppe

Erste Veranstaltung am 14.4.22

Blockveranstaltungen in der Blockwoche (16.5. – 22.5.2022) und am Wochenende 23.6. – 25.6.2022. Enstprechende Ausfälle zum Ausgleich der SWS werden noch bekannt gegeben. 

In den Blockveranstaltungen findet Forschung im Praxisfeld in Flecken Zechlin statt.

Das Praxisforschungsprojekt findet in Kooperation mit dem Projekt Organize. Für Mitbestimmung vor Ort mit dem Träger der DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin statt.

Inhaltlich geht es in dem PFP um Beteiligung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen an (kommunal-)politischen Prozessen. 2018 wurde das in der Brandenburger Kommunalverfassung verbindlich festgeschrieben. Der neue Paragraph ist ein wichtiger Impulsgeber und sieht für Kinder und Jugendliche in allen sie berührenden Gemeindeangelegenheiten Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte vor. Die Umsetzung von Beteiligung ist jedoch kein Selbstläufer. Sowohl Widerstände aus Politik und Verwaltung, die mit einem Kontrollverlust im Zuge der Abgabe der alleinigen Entscheidungsmacht einhergeht, als auch eine geringe Resonanz aus den Reihen der jungen Menschen auf Angebote der Beteiligung, führen zu Frustration und „Scheinbeteiligung“. Die Gründe für ein vermeintlich fehlendes Interesse von Seiten der jungen Menschen sind eine mögliche Fragestellung für das Forschungsprojekt. 

Problematisiert werden können an dieser Stelle Phänomene wie erstarkende rechtspopulistische Stimmen, die die vermeintliche „Ohnmacht der Abgehängten“ instrumentalisieren, unter denen sich mehr und mehr ein Bild der Politik verfestigt, das von „den Eliten“ geprägt ist, von „denen da oben, die ja eh machen was sie wollen.“ Diese Einstellungen begünstigen das Erstarken von Ideologien der Ungleichwertigkeit durch Kontrollverlust und die Suche nach Schuldigen an den Herausforderungen unserer Zeit und verhindern so die aktive Teilhabe an politischen Prozessen. Diesem Gefühl der Machtlosigkeit und Fremdbestimmung kann mit aktiver Beteiligung und Mitbestimmung entgegengewirkt werden. 

Diese Tendenzen sind auch in der Sozialen Arbeit spürbar. Sozialarbeitende in ländlichen Regionen beklagen oft eine reduzierte Teilnahme an Angeboten in der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder auch in ausgewiesenen Beteiligungsprojekten. Gleichzeitig sind Sozialarbeitende mit rechtspopulistischen Stimmen und – in der Corona Zeit noch verstärkt – mit Verschwörungserzählungen konfrontiert, die Zweifel am demokratischen Gesellschaftsmodell säen und Ungleichwertigkeitsideologien und Bedrohungsszenarien zeichnen, die die Menschen verunsichern und einer Beteiligung an (demokratischen) politischen Prozessen eher entgegenstehen. 

 

Uns interessieren an dieser Stelle die Fallstricke, die dafür verantwortlich sind, dass sich kommunal nur wenige (junge) Menschen sozial und politisch engagieren – oder, ob das empirisch überhaupt tatsächlich so ist. Wir sehen uns vorhandene Strukturen der Kinder- und Jugendbeteiligung im Rahmen von Sozialer Arbeit an und werfen zudem einen Blick auf die Haltung und Motivation der Verwaltung und der kommunalen Politik zu diesem Thema. Was sind die Ziele, Interessen und Vorstellungen der Akteure in den einzelnen Kommunen, wenn sie von Kinder- und Jugendbeteiligung sprechen? Wie sehen die Jugendlichen selbst den kommunalen Raum als politischen und sozialen Gestaltungsraum? Und wie können Menschen wieder mehr Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit entwickeln, weg von dem „die da oben“ hin zu einem gestalterischen, selbstbewussten Handeln der Zivilgesellschaft?

 


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Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2022 gefunden: