Position an der ASH Berlin

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Programm „DiGiTal“ mit dem Dissertationsvorhaben „Feministisch Bloggen: politische Subjektivierung in digitalen Öffentlichkeiten“
Lehre in den Studiengängen
BASA-online:
Module „Geschichte, Theoriezugänge und Struktur Sozialer Arbeit“ & „Organisation und Management Sozialer Arbeit“
Biografisches und Kreatives Schreiben (M.A.) (verlinken?):
Wahlpflichtmodul „Diversity“ gemeinsam mit Stefanie-Lahya Aukongo

Vita

Ausbildung

Diplom Politologin (FU Berlin 1997)
M.A. Kreatives und Biografisches Schreiben (ASH Berlin 2011)
Social Justice und Diversity Trainerin (DGB & Institut Social Justice und Diversity 2014)

Berufstätigkeit

Seit 2020: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Technische Universität Berlin, Institut für Erziehungswissenschaft, Fachgebiet „Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft“

Seit 2018: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Alice Salomon Hochschule Berlin,
im Programm DiGiTal – Berliner Hochschulprogramm für Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen, Promotionsvorhaben „Feministisch Bloggen“
Lehre im Studiengang BASA-online

2014-2017: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Lernkünste, Alice Salomon Hochschule Berlin

2013-2014: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schreibcoaching-Programm, Alice Salomon Hochschule Berlin

2013-2014: Koordinatorin des theaterpädagogischen Projekts Parole Emil!, ACT e.V. Berlin, vormals Mitspielgelegenheit e.V.

Seit 2013: Lehraufträge zu Kreativem Schreiben und Critical Diversity, ASH Berlin

2012: Mitarbeiterin im Programm Ideen für mehr! Ganztägig lernen, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH Berlin

2010-2011:Pädagogische Mitarbeiterin, Die Wille gGmbH Berlin

2003-2010: Medienpädagogin und Projektkoordinatorin bei Freien Trägern der Erwerbsförderung in Berlin

2002: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Freie Universität Berlin, Fachbereich Politikwissenschaften, Koordinatorin des Berufsfeldbereichs Politische Erwachsenenbildung

Seit 1996: Freie Dozentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung



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Dissertationsvorhaben: „Feministisch bloggen: politische Subjektivierung in digitalen Öffentlichkeiten“

Feministische Blogger*innen nutzen – ebenso wie Blogger*innen im Kontext anderer Sozialer Bewegungen – das Bloggen u.a. als aktivistische Strategie und Selbst-Praktik, indem sie in verschiedenen Genres über eine Bandbreite an Themen und Erfahrungen schreiben und ihre Texte mit unterschiedlich großer Reichweite im Internet veröffentlichen. Die Blogger*innen stützen sich dabei auf diverse, teils konträre, Verständnisse von „Feminismus“. Die feministischen Blogosphären werden – ebenso wie andere feministische Netzwerke und Bewegungen – von Individuen und Gruppen geschaffen, die von unterschiedlichen marginalisierten bzw. privilegierten Subjekt_Positionen aus sprechen und handeln und verschiedene Anliegen und Analysen formulieren.

Im Dissertationsvorhaben „Feministisch bloggen: politische Subjektivierung in digitalen Öffentlichkeiten“ untersucht Nadja Damm die Perspektive feministischer Blogger*innen aus dem amtlich-deutschsprachigen Raum auf die digitale Schreib- und Publikationspraxis des Bloggens. Ihr Forschungsinteresse richtet sich dabei gleichermaßen auf die Praktik_en des feministischen Bloggens und die Kultur_en der feministischen Blogosphären, auf die Bedeutungen, die die Blogger*innen ihrer Praxis zuweisen und auf die (politischen) Subjektivierungen, die sich in den Äußerungen bzw. den diskursiven Praktiken der Blogger*innen vollziehen, wenn sie darüber sprechen und schreiben, was das Bloggen ihnen bedeutet. Das Bloggen wird dabei als eine Praktik verstanden, die durch historische, lokale und zugleich globalisierte gesellschaftliche Kontexte bedingt und damit in Machtverhältnissen situiert ist.
Das Projekt ist als Kombination einer digitalen ethnografischen Studie und einer Interviewstudie angelegt. Das Forschungsweblog www.feministischbloggen.de dient dabei als online-Feldzugang und ermöglicht es, die Sammlung der Links zu den feministischen Blogs in einem Blogroll zu systematisieren und – zusammen mit weiteren Materialien zu den Themen Feministisches Internet & Bloggen – öffentlich zugänglich zu machen. Zugleich bietet es der Forscherin die Möglichkeit, „selbst unter die Blogger*innen zu gehen“, sich sozusagen als feministische Bloggerin zu subjektivieren und ihre Erfahrungen mit der Praktik des Bloggens und im Forschungsprozess autoethnografisch zu beobachten und zu reflektieren.

Sie schließt damit an verschiedene Forschungsstränge an, mit der Intention, diese unterschiedlichen Perspektiven auf das feministische Bloggen

  • als in Machtverhältnissen situierte Praktik,

  • die von den Akteur*innen mit diversen Bedeutungen verstehen wird

  • und bei der sich Subjektivierungen vollziehen,

  • welche Handlungsmöglichkeiten eröffnen und/oder auch begrenzen

  • und Machtverhältnisse reproduzieren und/oder auch verändern

zu integrieren.

Ausgehend von der “biodigitalen Verletzlichkeit” (Fotopoulou 2016) der Blogger*innen und ihrer Subjektivierung als “public self” (Keller 2012) sowie unter Berücksichtigung des digital (gender) gap und der neuen Formen der Gouvernementalität, die mit den digitalen Technologien einhergehen, soll am Beispiel des feministischen Bloggens herausgearbeitet werden, wie sich im Zuge des digitalen Wandels die Räume und Möglichkeiten für emanzipatorisch-politisches individuelles und kollektives Handeln verändern.
Das Ziel der Studie ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich das Verhältnis zwischen der Praktik des Bloggens und emanzipatorisch-politischer Handlungs- und Wirkmächtigkeit in digitalen Öffentlichkeiten sowie der Zusammenhang von Bloggen und politischer Partizipation und Teilhabe in der digitalen Gesellschaft gestalten.

Die kooperative Promotion wird von Prof. Dr. Barbara Schäuble (ASH Berlin) und Prof. Dr. Susann Fegter (TU Berlin) wissenschaftlich betreut.


Website: www.feministischbloggen.de

Mittelgeber_in: Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (BCP)
Link: https://www.hu-berlin.de/de/einrichtungen-organisation/leitung/praesidialbereich/pb3/chancen/standardseite

Projektlaufzeit: 01.01.2018 bis 30.06.2021



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Publikationen

2020: "Ich erlebte mich nie als Schreiberin." Ein schreib- und Feedback-intensives Seminar unter Mitarbeit einer Writing Fellow. In: JoSch - Journal der Schreibberatung 1/2020. Ausgabe 19: Schreiben in den MINT-Fächern - STEM Writing. Herausgegeben von: Liebetanz, F./Kreitz, D./Dalessandro, L. u.a. Bielefeld 2020. DOI: 10.3278/JOS2001W. S. 50-58

2019: Discriminación y violencia sexualizada en las instituciones de educación superior en Alemania. In: El Tequio. Vol 3 No 7, UABJO: Oaxaca. Online verfügbar unter: www.uabjo.mx/tequio-vol-3-no-7

2019: Mit Kaiser, Johanna/Schneider, Elisabeth: ‚Es ist gar nicht so leicht, die Störung zu sein‘. Filmische Forschung im Kontext einer erfahrungsbasierten Weiterbildung für Kunstschaffende aller Sparten. In: Ludwig, J./Ittner, H. (Hrsg.): Forschung zum pädagogisch-künstlerischen Wissen und Handeln. Pädagogische Weiterbildung für Kunst- und Kulturschaffende. Wiesbaden: Springer VS, S. 121-146.

2018: Feministisch Bloggen: unterwegs in einer aufregenden Bewegung, an einem wundersamen Ort. In: Quer! Das Gendermagazin der ASH Berlin, Nr. 24/2018, S. 23-27.
Link: https://www.ash-berlin.eu/fileadmin/Daten/Einrichtungen/Frauenbeauftragte/18_quer_WEB.pdf

2018: Damm, Nadja/Kaiser, Johanna/Schneider, Elisabeth: Creative Chaos – aesthetic form: biographical and participative approach to theatrical work as the subject of the cinematical investigation in the project „LernKünste“. In: Social Dialogue #19, Arts & Social Work, p. 66-68. Online verfügbar: socialdialogue.online/volume/19/read/

2017: Damm, Nadja: Kreatives Schreiben in gesellschaftlicher Vielfalt. In: Haußmann, Renate: Kreatives Schreiben zur Entwicklung von Ressourcen in Beratung und Coaching. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. S. 81-125.

2015: Damm, Nadja: Deutsche (Einwanderungs-)Geschichte(n) – Praxisbericht über eine Schreibwerkstatt mit muslimischen Jugendlichen. In: Kammeyer, K./ Roebben, B./ Baumert, B.(Hg.): Zu Wort kommen. Narration als Zugang zum Thema Inklusion. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer, S. 95-115.

2013: Damm, Nadja: Diversity Writing. Vorschläge für eine Schreibpädagogik der Vielfalt. In: Heimes, S./Rechenberg-Winter, P./Haußmann, R. (Hg.): Praxisfelder des kreativen und therapeutischen Schreibens. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. S.96-112.



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Mitgliedschaften

Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA)

Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Fachgesellschaft Geschlechterstudien (FG Gender)

Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung e. V.

Segeberger Kreis e. V. – Gesellschaft für Kreatives Schreiben

Ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft