Der Studiengang

Der Bachelor-Studiengang „Erziehung und Bildung im Kindesalter“ wird sowohl als Präsenzstudium, als auch in einer berufsintegrierenden Studienform angeboten und bildet für die Arbeit mit Kindern von der Geburt bis zum Ende des Grundschulalters, für die Arbeit mit ihren Eltern und Bezugspersonen sowie für die Arbeit in multiprofessionellen Teams aus.

Das Präsenzstudium (Vollzeitstudium) zeichnet sich durch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis aus. In den verschiedenen Praxisphasen wird das Studium durch berufspraktische, forschungsbezogene sowie die Selbstreflexion herausfordernde Aufgabenstellungen ergänzt. Sie ermöglichen den Studierenden, unterschiedliche wissenschaftliche Kenntnisse und Methoden mit dem pädagogischen Alltag zu verknüpfen, praktische Erfahrungen zu sammeln und zu reflektieren und ein eigenes professionelles Selbstverständnis zu entwickeln.

 Die berufsintegrierende Studienform ermöglicht bereits berufstätigen Pädagog/-innen und anderen Fachkräften, sich auf akademischem Niveau weiter zu qualifizieren. Die Studierenden reflektieren und vertiefen ihre bisherigen Kennt­nisse und Erfahrungen, setzen sich mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Frühpädagogik und ihrer Bezugswissenschaften auseinander und erwerben Forschungskompetenzen. Die Studieninhalte sind speziell an die Bedürfnisse berufserfahrener Studierender angepasst und die Berufstätigkeit in das Studienkonzept integriert: Die Lehrveranstaltungen finden parallel zur pädagogischen Berufstätigkeit während der Vorlesungszeit meist 14-tägig jeweils Donnerstag bis Samstag in der Zeit von 9 bis 17 Uhr statt.

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Das Studium im Überblick

Eine Moderatorin blickt in einen Stuhlkreis, wo Studierende sitzen und dsikutieren.
© Robert Bosch Stiftung

Den Studierenden wird durch einen handlungsorientierten, interdisziplinär angelegten Lehr-Lern-Kontext eine breit angelegte, wissenschaftlich fundierte Qualifikation als Grundlage für die Berufsausübung als Kindheitspädagoge/in in pädagogischen Tätigkeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe, in der Grundschule, im Bereich von Beratung und Leitung, Aus- und Weiterbildung sowie in frühpädagogischen Entwicklungs- und Forschungsprojekten vermittelt.

Drei Frauen sind in einer Werkstatt, haben verschiedene Werkzeuge in der Hand und vor sich auf dem Tisch liegen und diskutieren.

Das didaktische Konzept der Werkstattarbeit eröffnet Lehr- und Lernräume für die Entwicklung von Fragen, für Selbstbildungs- und ko-konstruktive Lernprozesse sowie für das eigenständige, entdeckende und forschende Lernen:

  • Forschendes Lernen im Rahmen von Fallarbeit und projektbezogenen Forschungswerkstätten
  • Mögliche Schwerpunktbildungen in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik, Bewegungspädagogik, Ästhetische Bildung, Sprachbildung
  • Querschnittthemen in allen Modulen: Inklusive Pädagogik, Arbeit mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren und ihren Familien
  • Förderung der Selbstreflexionskompetenz der Studierenden und eine kritisch-achtsame Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie.

Die Alice Salomon Hochschule ist mit zahlreichen Spezialräumen, wie z.B. einer Medienwerkstatt, einem Foto-Labor oder einem Musikraum ausgestattet. Aktivitäten im Bewegungsraum, in der Lernwerkstatt Naturwissenschaft und Technik, in der Werkstatt freier Ausdruck sowie in der Werkstatt für ästhetische Praxis ermöglichen die Verknüpfung von theoretisch erworbenem Wissen mit eigener Handlungspraxis.

Die Studierenden setzen sich insbesondere im Modul Bildungssysteme intensiv mit der Situation in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern auseinander. In der Präsenzstudienform gehört Fachenglisch (in zwei verschiedenen Niveaustufen) ebenso zu den Ausbildungsinhalten wie eine Studienfahrt, die in der Regel ins Ausland führt und den Besuch einer anderen Hochschule und einer Praxiseinrichtungen umfasst.

Darüber hinaus werden die Studierenden ermutigt, eines ihrer beiden 12-wöchigen Praktika im Ausland zu verbringen. Es besteht auch die Möglichkeit, an einer Partnerhochschule für ein Semester zu studieren. Das International Office der ASH Berlin unterstützt Sie z.B. bei der Suche nach geeigneten Praxisplätzen oder der Beantragung eines Stipendiums.

Besonders aktive Partnerschaften gibt es mit der Newman University Birmingham, Großbritannien, sowie mit der Universität Bozen, Italien. Auf den Seiten des International Office finden Sie weitere Partnerhochschulen der ASH, an denen Sie ein Austauschsemester verbringen können.

Der Studiengang „Erziehung und Bildung im Kindesalter B.A.“ wird an der Alice Salomon Hochschule Berlin seit dem Sommersemester 2004 angeboten. Aktuell ist in fast allen Bundesländern die Berufsbezeichnung „Kindheitspädagoge/-in“ gesetzlich verankert und mit einer staatlichen Anerkennung verbunden. Damit etabliert sich ein neuer Beruf in Deutschland. Zunehmend finden Kindheitspädagog/-innen ihren Weg in Feldern der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Familien.

Der Studiengangstag Pädagogik der Kindheit - ein Zusammenschluss aller kindheitspädagogischen Studiengänge in Deutschland - hat gemeinsam ein Berufsprofil entwickelt und verabschiedet. Verschiedene möglichen Arbeitsfelder finden Sie im Dokument Berufsperspektiven für Absolvent/-innen.

Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester. Nach bestandener Prüfung verleiht die ASH Berlin den akademischen Grad Bachelor of Arts. Die staatliche Anerkennung als Kindheitspädagoge/-in wird auf Grundlage des Sozialberufe-Anerkennungsgesetz auf Antrag von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft vergeben.

Das Studium ist frei von Studiengebühren, es ist lediglich ein Semesterbeitrag zu entrichten.

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Frühpädagogische Abendvorlesung

zwei Kinder

Auch im Sommersemester 2017 finden wieder die frühpädagogischen Abendvorlesungen mit anschließender Diskussion zu aktuellen (früh-) pädagogischen Themen und Erkenntnissen aus der Kindheitsforschung an der Alice Salomon Hochschule Berlin statt.

Die Veranstaltungen im Rahmen der Abendvorlesung können einzeln besucht werden. Im Anschluss an jede Veranstaltung erhalten die Teilnehmer_innen eine Teilnahmebestätigung.

Die frühpädagogische Abendvorlesung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eingeladen sind: Studierende, Lehrende und Mitarbeiter_innen der ASH, interessierte Fachkolleg_innen sowie pädagogische Fachkräfte aus der Praxis. Im Anschluss an die Veranstaltung sind alle Beteiligten herzlich zu einem kleinen Umtrunk sowie fachlichen und persönlichen Gesprächen eingeladen.

 

20. April 2017 Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann, Minste Thedinga und Bastian Walther (Alice Salomon Hochschule Berlin)


Kita-Qualität aus Kindersicht: Was verstehen Kinder unter einer guten Kita? Was zeichnet aus ihrer Sicht eine anregende und schöne Umgebung aus? Welche Spiel- und Betätigungsmöglichkeiten, welche Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen wünschen sie sich? Im Vortrag werden Ergebnisse der von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) im Rahmen des Bundesprogramms Qualität vor Ort geförderten Studie Kita-Qualität aus Kindersicht vorgestellt. In zehn Kitas, die ExpertInnen im Feld der Frühpädagogik als Einrichtungen guter Praxis empfohlen haben, wurden vier- bis sechsjährige Kinder in zweitägigen fokussierten ethnografischen Erkundungen in ihrem Alltag beobachtet und befragt. Deutlich wird, dass sich die Qualitätskriterien der Kinder deutlich von denjenigen unterscheiden, die Erwachsene als relevant für die Zertifizierung guter Kita-Qualität erachten. Weitere Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:

http://www.qualitaet-vor-ort.org/qualitaet-in-der-fruehen-bildung

https://www.qualitaet-vor-ort.org/wp-content/uploads/2017/03/170329_DKJS_Factsheet_web_02.pdf

https://www.qualitaet-vor-ort.org/wp-content/uploads/2017/03/17.03.2017_Zusammenfassung_QuaKi.pdf

 

04. Mai 2017 Prof. Dr. Susanne Viernickel (Universität Leipzig)

  • Zur Bedeutung der professionellen Haltung in der pädagogischen Arbeit. Eine Spurensuche in Theorie und Praxis.: So populär wie der Begriff der „professionellen Haltung" aktuell ist, so unscharf bleibt er in der pädagogischen Fachdiskussion. Zwar herrscht Einigkeit darüber, dass die professionelle Haltung von enormer Bedeutsamkeit für die Interaktionen mit Kindern und Eltern, die Qualität der pädagogischen Arbeit und die Zusammenarbeit der Teams ist. Aber was kennzeichnet eine professionelle Haltung genau? Welche konkreten Merkmale des Denkens und Erlebens pädagogischer Fachkräfte gehören dazu? Prägt die professionelle Haltung tatsächlich das pädagogische Handeln? Und durch welche Anstöße und Einflüsse können Haltungen entwickelt und geformt werden? Der Vortrag begibt sich auf eine Spurensuche in Theorie und Praxis und versucht, sich der Vielgestaltigkeit dieses Begriffs mehrperspektivisch zu nähern. Zum Nachlesen steht Ihnen die Präsentation zur Verfügung.

18. Mai 2017 Prof. Dr. Corinna Schmude und Aljoscha Jegotdka (Alice Salomon Hochschule Berlin)

  • Entwicklung des mathematischen Denkens bei Kindern und seine kompetente Begleitung – Einblicke in das Forschungsprojekt Pro-KomMa: Bereits sehr junge Kinder erschließen sich die Welt über Klassifizieren, Sortieren, Reihenbilden und fortsetzen, Muster erkennen und sich im Raum orientieren. Dabei handelt es sich um grundlegende mathematische Tätigkeiten. Mathematik entsteht aus diesem Tätig sein aber nicht per se, sondern muss aktiv von den Kindern konstruiert werden. Dies gelingt ihnen umso besser, wenn sie dabei von pädagogischen Fachkräften sensibel begleitet werden. Im Vortrag werden erste empirische Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt Pro-KomMa (Professionalisierung des frühpädagogischen Studiums: Professionalisierung des frühpädagogischen Studiums im Bereich Mathematik) vorgestellt. Im Fokus steht dabei, welche Kompetenzen, welches Wissen, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten pädagogische Fachkräfte brauchen, um kindliche Entwicklungsprozesse im Bereich früher Mathematik anregen und begleiten zu können.

15. Juni 2017 Prof. Dr. Ruth Großmaß (Alice Salomon Hochschule Berlin)

  • Zur ethischen Dimension der beruflichen Praxis in der pädagogischen Arbeit mit Kindern: (Früh-)Pädagogische Arbeit mit Kindern steht heute sowohl von Seiten der Eltern als auch aus gesellschaftlicher Perspektive unter einem hohen Anspruch: Nicht nur Betreuung, Versorgung und Erziehung sollen geleistet werden, sondern auch ein Beitrag zur Inklusion und zur Bildungsförderung. Daraus folgt nicht nur eine hohe Verantwortung, sondern auch die manchmal schwierige Position zwischen unterschiedlichen moralischen und ethischen Anforderungen: Elternrechte, Kindeswohl, Geschlechtergerechtigkeit, Chancengleichheit, individuelle Förderung – all dies angemessen zu berücksichtigen, ist nicht immer leicht. Kann es überhaupt gelingen? Ausgehend von Situationen aus der beruflichen Praxis bietet der Vortrag Klärungen und Reflexionsanregungen zur ethischen Dimension pädagogischen Arbeitens.

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Logo für Helleum

Kinderforscherzentrum HELLEUM

Das HELLEUM ist ein innovativer Lernort der naturwissenschaftlichen Bildung im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Kinder und Erwachsene können in der großzügigen, nach modernsten pädagogischen Erkenntnissen gestalteten Lernwerkstatt Naturwissenschaften und Technik forschend entdecken und erleben. Darüber hinaus vernetzt und qualifiziert das HELLEUM pädagogische Fachkräfte und Einrichtungen regional und überregional. Es bietet großzügigen Raum für Projekttage, Workshops, Fortbildungen und Tagungen.

Das Kinderforscherzentrum HELLEUM ist ein Kooperationsprojekt des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf, Abteilung Schule, Sport, Finanzen und Personal, der Alice Salomon Hochschule Berlin und der Außenstelle Marzahn-Hellersdorf der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

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Für beide Studienformen

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