Traumapädagogik – Modeerscheinung oder Notwendigkeit?

Informationsabend, 11. Oktober 2017,19.00 Uhr, Raum 009

 Die Traumatherapie hat sich als Angebot für Betroffene von traumatischen Erfahrungen seit Jahrzehnten gut etabliert. Erst seit wenigen Jahren hingegen haben explizit psychosozial und beratend ausgerichtete Konzepte als Angebote für Traumatisierte an Verbreitung gewonnen. Insbesondere für betreuende Arbeitsbereiche der Kinder- und Jugendhilfe wurden sog. traumapädagogische Konzepte entwickelt. Sie richten sich an Fachkräfte stationärer Einrichtungen, um durch spezifische, methodisch orientierte Fort- und Weiterbildungen einerseits und die Schaffung tragfähiger Strukturen in den Institutionen andererseits diesen anspruchsvollen Arbeitsbereich hochwertig auszustatten. Inzwischen werden diese Konzepte aufgrund ihres Erfolgs bereits in andere – auch ambulante – Arbeitsgebiete mit Erwachsenen und alten Menschen hineingetragen. Der Informationsabend stellt die Grundzüge dieser neuen Fachrichtung vor und lädt zum Austausch und zu Nachfragen zum neu eingerichteten Zertifikatskurs an der ASH-Berlin ein, der die Kriterien der deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie erfüllt und Fachkräften im Traumabereich bessere Voraussetzungen für eine qualifizierte Arbeit mit Betroffenen von Trauma ermöglicht.

 

Im Zertifikatskurs können folgende Kompetenzen erworben werden:

- Bindungs- und traumasensible Grundhaltung

- Kompetenzen einer adäquaten Zusammenarbeit

- Fachgerechte Begleitung von Traumaklient_innen (Stabilisierung, Biografiearbeit etc.)

- Traumafolgeproblematiken erkennen und ihre Bewältigung unterstützen

- Krisen angemessen begleiten

- Selbstfürsorge und Mitarbeiter_innenfürsorge

 

Dozent_innen: Prof. Dr. Silke Birgitta Gahleitner, Stefan Besteher

Termin: 11. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Raum 009

Anmeldung bis zum 11. September 2017 unter malyga@ash-berlin.eu

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Krisenintervention in Organisationen entwickeln

Krisenintervention findet immer auch in spezifisch geprägten Organisationskulturen statt, die sich im Sinne des Qualitätsmanagements und der Organisationsentwicklung nur schrittweise entwickeln lassen. Eine auf einzelne Mitarbeiter_innen abzielende Fortbildung scheitert so manchmal an den Umgebungsbedingungen, weil beides sich gleichzeitig entwickeln muss. Dies entspricht dem Ansatz der lernenden Organisation. Mit dem Angebot einer aus verschiedenen Einzelbausteinen bestehenden Inhouse-Schulung, die je nach Bedarf buchbar sind, reagiert das Zentrum für Weiterbildung der ASH auf die vielfaltigen Weiterbildungsanfragen von psychosozialen Trägern aus verschiedensten Handlungsfeldern

 

Basiskurs (2 Tage)

Der Basiskurs Krisenintervention ist ein seit vielen Jahren bewährtes Instrument, das von Teams als Inhouse-Schulung genutzt werden kann, um schnell und umfassend Entwicklungsimpulse für das eigene Arbeitsfeld im Bereich der Krisenintervention zu erhalten.

Dozenten: Kurt Gahleitner, Prof. Dr. Olaf Neumann

 

Zusatzmodul Empowerment (1 Tag)

Das Empowerment-Modul schließt zeitlich und thematisch unmittelbar an den Basiskurs an. Aus der Verknüpfung von Praxiserfahrungen und Empowerment-Theorie werden konkrete Entwicklungspotenziale für die Einrichtung erschlossen.

Dozent: Prof. Dr. Olaf Neumann

 

Supervisionsbegleitung: Krisenintervention (5-10 Supervisionstermine)

In der Umsetzung methodischer Ansätze der Krisenintervention ist oftmals die fachliche Begleitung von Teams notwendig. Hierzu stehen zwei erfahrene Supervisoren zur Verfügung. Die Terminvereinbarungen erfolgen individuell. Die Supervision knüpft an die Erfahrungen aus dem Basiskurs an.

Supervisoren: Kurt Gahleitner, Markus Dautenheimer

 

Organisationsentwicklung/Coaching

Um nachhaltig eine Organisation krisenfähig zu gestalten, müssen verschiedenste interne Abläufe optimiert und entdeckte Entwicklungspotenziale einer Formung unterzogen werden. Dabei ist es unerheblich, ob eine Organisation bereits über ein bestehendes Managementsystem verfügt oder andere Führungsinstrumente nutzt. Die Arbeit erfolgt in individuell auf die Bedürfnisse der Organisation abgestimmten Teilschritten.

Organisationsentwicklung und Coaching: Gabriele Besser (hauptverantwortlich) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Olaf Neumann

 

Weitere Informationen:

Ansprechpartnerin: Karin Schwarz (schwarz@ash-berlin.eu)

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Seminare zu den Themen "Migration-Flucht-Asyl"

In aktuellen rassistischen Mobilisierungen sind Verschränkungen genderbezogener und rassistischer Zuschreibungen zu beobachten. Rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppierungen bedienen mit dem Feindbild des „übergriffigen Fremden“ Ängste vor Geflüchteten, insbesondere vor jungen Männern. Sexualisierte Gewalt und die davon Betroffenen werden instrumentalisiert, um Vorurteile und Hass gegen die Geflüchteten zu verbreiten. Dazu werden gezielt Falschmeldungen eingesetzt. Diese Bilder verfangen, sie schließen an weit verbreitete rassistische und sexistische Mythen an. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit geschlechterreflektierender Analysen und Strategien...weiterlesen

Aufgrund des Krieges in Syrien sind mehrere Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Obwohl nur ein kleiner Teil von ihnen nach Deutschland und Europa gelangt, stellen Geflüchtete aus Syrien mittlerweile einen großen Teil der Asylsuchenden in Deutschland. Hinzu kommen jene Menschen, die über ein humanitäres Aufnahmeprogramm des Bundes oder der Länder in Deutschland Zuflucht gefunden haben.
Das Seminar richtet sich an Sozialarbeiter_innen und ehrenamtlich in der Geflüchtetenarbeit Engagierte, die in ihrer Praxis mit Geflüchteten aus Syrien zu tun haben...weiterlesen

Im Seminar wird eine kontextuelle Sicht auf Traumatisierung und deren Folgen sowie auf soziale und gesellschaftliche Bedingungen der Traumaverarbeitung vermittelt. Ein Ziel ist die Bereitstellung und Diskussion von Handlungs- und Praxiswissen zur psychosozialen Arbeit mit traumatisierten geflüchteten Menschen unter Berücksichtigung des Praxisfelds freiwilliges Engagement. Zentral ist dabei eine Haltung der reflektierten Parteilichkeit und der kontinuierlichen Selbstreflexion...weiterlesen

Wer mit geflohenen Familien arbeitet, begegnet Eltern, von denen die meisten liebevoll, kompetent und schützend sind. Manche sind überfordert und hilflos, einige werden als aggressiv und Kindeswohl gefährdend erlebt. Einige sind durch die Kriegs- und Fluchterfahrung traumatisiert. Alle Menschen sind empfänglich für stärkende und motivierende Zuwendung. Der beste Schutz gegen Kindesmisshandlung sind starke und gestärkte Eltern...weiterlesen

Geflüchtete mit und ohne Papiere sind eine Realität in unserer Stadt. Als hier Lebende haben sie ein Recht auf Zugang zur medizinischen Versorgung. Aber haben sie das auch praktisch? Welche Hürden bietet der Alltag und wie lassen sie sich meistern? Welche Strukturen gibt es, um Geflüchteten zu ihrem Recht zu verhelfen? Und vor welche Schwierigkeiten werden Refugees und Unterstützer_innen gestellt? weiterlesen

Unbegleitete Minderjährige sind Kinder und Jugendliche, die allein aus verschiedenen Kriegs- und Krisengebieten auf den Weg geschickt wurden – auf der Suche nach Schutz und einer besseren Lebensperspektive. Sie haben den rechtlichen Anspruch auf kindgerechte Unterbringung, Betreuung, Bildung und individuelle Förderung – und es gibt eine gesetzliche Verpflichtung, für unbegleitete Minderjährige einen Vormund zu bestellen...weiterlesen

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